Prayut gewinnt Rechtsstreit gegen Big Joke

Premierminister Prayut Chan-o-cha. Foto: epa/Narong Sangnak
Premierminister Prayut Chan-o-cha. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Im Rechtsstreit zwischen dem ehemaligen Leiter der Immigration, Generalleutnant Surachate „Big Joke“ Hakparn, und Premierminister Prayut Chan-o-cha bzw. dem Büro des Ministerpräsidenten, hat das Zentrale Verwaltungsgericht gegen Surachate entschieden.

Der Generalleutnant war im April 2019 überraschend als Chef der Immigration abgesetzt worden. Er wurde Sonderberater im Büro des Ministerpräsidenten. Zur Ablösung gab es offiziell keine Begründung. Medien vermuten, er habe hochrangige Beamte auf die Füße getreten, auch, weil er das für die Immigration gedachte biometrische Identifikationssystem für zwei Milliarden Baht gestoppt hatte. Damals war Surachate einer der bekanntesten Polizisten Thailands. Er machte Jagd auf im Land illegal lebende Ausländer und wollte die Korruption in seiner Behörde stoppen.

In einem Brief an den Premierminister und dessen Büro hatte „Big Joke“ später um seine Wiedereinstellung in den Polizeidienst gebeten. Als dies nicht rechtzeitig geschah, zog er vor Gericht und behauptete, Prayut und seine Beamten hätten ihre Pflichten vernachlässigt. Das Gericht konnte indessen keine Pflichtverletzung feststellen, heißt es weiter bei „Daily News“. Später wurde Surachate Berater im Hauptquartier der Polizei, aber nicht mehr in seiner früheren hohen Position.

Der Generalleutnant machte noch einmal Schlagzeilen, als sein im Stadtteil Silom abgestelltes Auto im Januar 2020 Ziel eines Anschlags wurde. Von einem Motorrad waren acht Schüsse auf das Fahrzeug abgegeben worden, während sich „Big Joke“ in einem Massage Palour aufhielt.

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