Präsidentschaftswahl gestartet

Während der Präsidentschaftswahlen in Algier gibt ein Wähler in einem Wahllokal seinen Stimmzettel ab. Foto: epa/Mohamed Messara
Während der Präsidentschaftswahlen in Algier gibt ein Wähler in einem Wahllokal seinen Stimmzettel ab. Foto: epa/Mohamed Messara

ALGIER: Bei der Abstimmung gehen drei Kandidaten ins Rennen. Die Aussichten auf einen Machtwechsel im größten Land Afrikas sind allerdings gering.

In Algerien hat die Präsidentschaftswahl begonnen. Mehr als 24 Millionen Menschen sind seit der Öffnung der Wahllokale am Morgen zur Stimmabgabe aufgerufen. Amtsinhaber Abdelmadjid Tebboune tritt gegen den Sozialdemokraten Jussef Auschisch und den gemäßigten Islamisten Abdelaali Hassani Scherif an. Die Wahllokale sind noch bis zum Abend geöffnet. Bis die endgültigen Ergebnisse verkündet werden, könnten Wochen vergehen.

Beobachter gehen davon aus, dass Tebboune die Wahl für sich entscheiden wird. Es wäre seine zweite Amtszeit. Der 78-Jährige kam 2019 zum ersten Mal an die Macht. Zuvor war es in dem nordafrikanischen Land zu Massenprotesten gekommen, als der ehemalige Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika nach 20 Jahren an der Macht eine fünfte Amtszeit anstrebte. Bei der Wahl 2019 war die Wahlbeteiligung verschwindend gering. Sie lag bei nur etwa 40 Prozent. In Algerien hat es seit der Unabhängigkeit 1962 nie einen reibungslosen Machtwechsel gegeben.

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