PHUKET: Die Provinz Phuket plant, eine großflächige Mülldeponie innerhalb von zwei Jahren in einen öffentlichen Park umzuwandeln. Hintergrund ist die wachsende Belastung durch Abfälle, die nach Angaben der Behörden inzwischen ein Ausmaß erreicht hat, das Umwelt und Tourismus gleichermaßen gefährden könnte.
Gouverneur Nirat Pongsitthaworn erklärte, dass die Provinz eine dringende Initiative gestartet habe, um den von ihm als „Müllberg“ bezeichneten Abfallbestand abzubauen. Jahrzehntelange Entsorgungspraktiken hätten zu einer erheblichen Belastung geführt. Seit mehr als 20 Jahren wird Müll aus Gemeinden, Tambon-Verwaltungen und weiteren Einrichtungen auf der Insel zur Behandlung an die Entsorgungsanlagen der Stadt Phuket geliefert.
Verbrennungskapazität reicht nicht aus
Die vorhandene Müllverbrennungsanlage ist jedoch nur in der Lage, rund 700 Tonnen pro Tag zu verarbeiten und bleibt damit deutlich hinter der tatsächlich anfallenden Abfallmenge zurück. In der Folge haben sich nach Schätzungen zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Tonnen Müll angesammelt. Unter Einbeziehung bereits überdeckter Abfälle dürfte das Gesamtvolumen inzwischen die Marke von zwei Millionen Tonnen überschreiten.
Besondere Sorge bereitet den Behörden der Standort der Deponie, die auf ehemals aufgeschüttetem Mangrovengebiet liegt. Dadurch bestehen Risiken im Hinblick auf austretendes Abwasser sowie auf die Stabilität der Dämme, die das Gelände vom Meer trennen.
Deponie soll komplett beseitigt werden
Sollte keine Gegenmaßnahme erfolgen, könnte die Müllmenge nach Angaben des Gouverneurs jährlich um weitere 200.000 bis 300.000 Tonnen anwachsen. Ziel der Provinz ist es daher nicht nur, den Abfall schrittweise zu sortieren, sondern die Deponie innerhalb von ein bis zwei Jahren vollständig zu beseitigen und das Areal in eine große öffentliche Grünanlage umzuwandeln. Langfristig solle dort einer der attraktivsten Parks des Landes entstehen.