Phuket will Müllberg in Park verwandeln

Millionen Tonnen Abfall sollen bis 2028 verschwinden

Die Deponie in Phuket umfasst Millionen Tonnen Abfall und soll innerhalb von zwei Jahren vollständig beseitigt werden. Archivbild: Newshawk Phuket
Die Deponie in Phuket umfasst Millionen Tonnen Abfall und soll innerhalb von zwei Jahren vollständig beseitigt werden. Archivbild: Newshawk Phuket

PHUKET: Die Provinz Phuket plant, eine großflächige Mülldeponie innerhalb von zwei Jahren in einen öffentlichen Park umzuwandeln. Hintergrund ist die wachsende Belastung durch Abfälle, die nach Angaben der Behörden inzwischen ein Ausmaß erreicht hat, das Umwelt und Tourismus gleichermaßen gefährden könnte.

Gouverneur Nirat Pongsitthaworn erklärte, dass die Provinz eine dringende Initiative gestartet habe, um den von ihm als „Müllberg“ bezeichneten Abfallbestand abzubauen. Jahrzehntelange Entsorgungspraktiken hätten zu einer erheblichen Belastung geführt. Seit mehr als 20 Jahren wird Müll aus Gemeinden, Tambon-Verwaltungen und weiteren Einrichtungen auf der Insel zur Behandlung an die Entsorgungsanlagen der Stadt Phuket geliefert.

Verbrennungskapazität reicht nicht aus

Die vorhandene Müllverbrennungsanlage ist jedoch nur in der Lage, rund 700 Tonnen pro Tag zu verarbeiten und bleibt damit deutlich hinter der tatsächlich anfallenden Abfallmenge zurück. In der Folge haben sich nach Schätzungen zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Tonnen Müll angesammelt. Unter Einbeziehung bereits überdeckter Abfälle dürfte das Gesamtvolumen inzwischen die Marke von zwei Millionen Tonnen überschreiten.

Besondere Sorge bereitet den Behörden der Standort der Deponie, die auf ehemals aufgeschüttetem Mangrovengebiet liegt. Dadurch bestehen Risiken im Hinblick auf austretendes Abwasser sowie auf die Stabilität der Dämme, die das Gelände vom Meer trennen.

Deponie soll komplett beseitigt werden

Sollte keine Gegenmaßnahme erfolgen, könnte die Müllmenge nach Angaben des Gouverneurs jährlich um weitere 200.000 bis 300.000 Tonnen anwachsen. Ziel der Provinz ist es daher nicht nur, den Abfall schrittweise zu sortieren, sondern die Deponie innerhalb von ein bis zwei Jahren vollständig zu beseitigen und das Areal in eine große öffentliche Grünanlage umzuwandeln. Langfristig solle dort einer der attraktivsten Parks des Landes entstehen.

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Paul Müller 27.04.26 18:40
So, so....
Der Abfall soll also "beseitigt" werden. Wie bitte? Bedenken wir: der Abfall ist dort, weil er eben NICHT beseitigt werden kann. Könnte er beseitigt werden, so wäre dies vermutlich längst geschehen. Die 1.2 bis 1.7 Mio. Tonnen Müll, die heute dort liegen, können mit der bestehenden Anlage, die 700 Tonnen pro Tag schafft (bei 24h-Betrieb, ohne Wartung und Pannen) in 6-8 Jahren "abgebaut" werden. In dieser Zeit entstehen aber weitere 2 Millionen Tonnen Müll. Es braucht eine Anlage mit einer Kapazität von 2-3000 Tonnen pro Tag, das entspricht etwa der grössten EU-Anlage (Rotterdam). Eine solche zu bauen, dauert inklusive Planung rund 10-15 Jahre. Man braucht also vorerst viele grosse Bagger, die Erde darüber schütten und weg ist... Aus den Augen - Aus dem Sinn. Was das für die Umwelt und das Wasser heisst, wage ich mir gar nicht vorzustellen...
Sandro Rudin 27.04.26 18:10
Durchaus löblich
...aber leider wird nicht erwähnt, wie denn dieser Müllberg nun reduziert werden soll. Die Kapazität der Verbrennungsanlage erhöhen? Den Müll umlagern? Im Meer versenken? Das wäre ja die spannende Information.
Luci 27.04.26 17:12
Ein ehrenwertes Vorhaben
Den Müllberg in einen Park zu verwandeln, und auch noch innerhalb 2 Jahren, scheint problemlos möglich zu sein. So wie es mir problemlos möglich scheint, mir wieder volles Haar wachsen zu lassen.
Norbert Schettler 27.04.26 13:40
Da werden Mangrovengebiete
aufgeschüttet und dann dort eine Mülldeponie errichtet. Woanders pflanzt man Mangroven gegen Überflutung und als Wellenbrecher an. Hoffe, das Meer holt sich den attraktivsten Park des Landes schnell zurück.

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