Nordkorea nennt Kim-Trump-Treffen großartiges Ereignis

Foto: epa/Kcna
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SEOUL (dpa) - Die Staatsmedien in Nordkorea haben das Treffen des Machthabers Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump am Sonntag an der innerkoreanischen Grenze als Erfolg bezeichnet.

66 Jahre nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens habe im Grenzort Panmunjom ein «großartiges Ereignis» stattgefunden, bei dem sich die höchsten Anführer beider Länder mit einem historischen Handschlag begrüßt hätten, berichteten die Medien des abgeschotteten Landes am Montag. Panmunjom sei vorher als «Symbol der Teilung» bekannt gewesen.

Kim und Trump hätten sich darauf geeinigt, in engem Kontakt zu bleiben und einen produktiven Dialog voranzutreiben, um einen «neuen Durchbruch bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und in den bilateralen Beziehungen zu erzielen», hieß es. Kim und Trump seien mit den Gesprächen sehr zufrieden gewesen.

Trump hatte am Sonntag beim Besuch der entmilitarisierten Zone (DMZ) zwischen beiden koreanischen Staaten als erster Präsident der USA im Amt in einem symbolträchtigen Akt nordkoreanischen Boden betreten. Später zog er sich zudem mit Kim auf südkoreanischer Seite von Panmunjom zu einem mehr als 50 Minuten dauernden Gespräch zurück.

Nach dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen beiden im Februar in Vietnam kommt damit in die festgefahrenen Verhandlungen über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas wieder Bewegung. Beide vereinbarten Arbeitsgruppen zur atomaren Abrüstung in der Region zu bilden.

Trump hatte das Treffen angeblich in einer spontanen Einladung erst am Samstag via Twitter initiiert. In der Folge gab es hektische diplomatische Aktivitäten, die dazu führte, dass Nordkorea die Einladung annahm. In Panmunjom wurde 1953 ein Waffenstillstand zur Beendigung des Korea-Kriegs (1950-53) vereinbart. Er gilt immer noch, ein Friedensvertrag kam nie zustande.

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