Billige Online-Ware: EU führt neue Bearbeitungsgebühr ein
BRÜSSEL: Im Kampf gegen die Flut kleiner Pakete aus Onlinekäufen aus Drittstaaten führt die EU eine neue Bearbeitungsgebühr ein. Ab 1. November soll die neue Abgabe für jedes im Internet bestellte und in die EU eingeführte Produkt gelten und von den nationalen Behörden erhoben werden. Darauf einigten sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Länder in Brüssel, wie beide mitteilten.
Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1517 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1517 (Donnerstag: 1,1539) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8682 (0,8666) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86720 (0,86515) britische Pfund, 184,16 (184,19) japanische Yen und 0,9178 (0,9151) Schweizer Franken fest.
Umfrage: Beschäftigte täuschen Engagement vor
NÜRNBERG/BERLIN: In deutschen Büros täuschen Beschäftigte gezielt Produktivität vor, um Führungskräften zu imponieren. Die Jobseite Indeed und das Meinungsforschungsinstitut Appinio haben in einer Umfrage 1.000 hybrid arbeitende Beschäftigte befragt. Zwei Drittel gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten Maßnahmen ergriffen zu haben, um produktiver oder engagierter zu wirken, als sie tatsächlich waren.
Musks X scheitert mit Klage gegen abtrünnige Werbekunden
AUSTIN: Elon Musks Online-Plattform X ist mit einer Klage gegen mehrere große Werbekunden gescheitert, die Anzeigen vom Twitter-Nachfolgedienst abzogen. Unter anderem habe X den Vorwurf unfairen Wettbewerbs nicht belegen können, entschied eine Richterin in Texas und wies die Klage ab. Musks Plattform war im August 2024 vor Gericht gezogen. Ihre Vorwürfe richteten sich gegen bekannte Unternehmen wie den Konsumgüter-Riesen Unilever, den Lebensmittel-Konzern Mars und den Spielzeughersteller Lego sowie gegen eine Vereinigung von Werbetreibenden.
Behörde: Kein Anhaltspunkt für Tesla-Vorwurf gegen IG Metall
GRÜNHEIDE/FRANKFURT (ODER): Die Ermittlungen des Brandenburger Landeskriminalamts haben nach Vorwürfen des US-Elektroautobauers Tesla gegen die IG Metall keine Belege für eine illegale Abhöraktion ergeben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) mit. «Im Ergebnis der dortigen Untersuchungen ergaben sich keine Anhaltspunkte für aufgezeichnete und/oder gespeicherte Aufnahmen auf dem Notebook.» Es gebe auch «keine Daten, die darauf hindeuten könnten, dass das Mikrofon zur Tatzeit eingeschaltet war».
Ifo: Stellenabbau etwas langsamer, aber keine Trendwende
MÜNCHEN: Der Stellenabbau bei Unternehmen in Deutschland hat sich nach Angaben des Ifo-Instituts etwas verlangsamt. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im März im Vergleich zum Vormonat leicht auf 93,4 Punkte. «Die Unternehmen planen zwar etwas seltener, Stellen zu streichen. Es ist aber noch zu früh, um von einer echten Trendwende zu sprechen», sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.
Lufthansa einigt sich mit Bodenpersonal - Streiks abgewendet
FRANKFURT/MAIN: Bei der Lufthansa sind Streiks einer weiteren Berufsgruppe abgewendet. Das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi einigten sich auf einen neuen Tarifabschluss für die rund 20.000 Bodenbeschäftigten. Danach erhalten die Mitarbeiter Gehaltssteigerungen von insgesamt rund 4,6 Prozent in zwei Stufen, wie beide Seiten mitteilten.
Mehr Fahrgäste: Nachfrage bei der Bahn weiter hoch
BERLIN: Trotz der hohen Unpünktlichkeit und den zahlreichen Problemen bei der Deutschen Bahn ist die Nachfrage im Schienenverkehr weiter hoch. Der bundeseigene Konzern verzeichnete über alle Verkehrssparten hinweg im vergangenen Jahr rund 1,93 Milliarden Fahrgäste. Das waren 3,4 Prozent mehr als im Jahr davor und so viele wie seit Jahren nicht. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.
Bundesrat segnet Spritpreispaket ab
BERLIN: Einen Tag nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat dem Maßnahmenpaket gegen hohe Spritpreise zugestimmt. Damit kann schon zum Osterreiseverkehr Schluss sein mit den Spritpreisänderungen teils im Stundentakt an deutschen Tankstellen. Künftig dürfen die Preise nur noch einmal täglich erhöht werden, und zwar um 12.00 Uhr mittags.
Millionenförderung für grenzüberschreitende Projekte
DRESDEN/ÚSTÍ NAD LABEM: Weitere knapp 13 Millionen Euro fließen in gemeinsame Projekte von Sachsen und Tschechien. Was mit dem Geld etwa im Musikinstrumentenbau und bei der Erdbebenforschung geplant ist.
Sachsen und Tschechien haben finanzielle Unterstützung für 14 weitere grenzüberschreitende Projekte beschlossen. Dabei handelt es sich um fast 13 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Gefördert wird etwa ein gemeinsames Weiterbildungsangebot im Musikinstrumentenbau. Geplant seien Workshops, Projektwochen und digitale Lernangebote, informierte das Ministerium für Landesentwicklung in Dresden. Ziel sei es, dem Fachkräftemangel in der traditionsreichen Branche entgegenzuwirken und junge Menschen zusätzlich zu qualifizieren.
Ein anderes Projekt mehrerer Universitäten und Institute in Tschechien und Deutschland will die Nutzung von Geothermie im Vogtland und Westböhmen verbessern und die Erdbebenaktivitäten in der Region genauer überwachen. «Vorgesehen sind unter anderem seismische und gravimetrische Messungen sowie der Aufbau eines gemeinsamen Erdbebenkatalogs», heißt es.
Für das Programm Interreg Sachsen-Tschechien stehen den Angaben zufolge insgesamt rund 190 Millionen Euro für die Jahre 2021 bis 2027 zur Verfügung. Gefördert werden Projekte zu Innovation, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit, Bildung, Kultur, Tourismus sowie partnerschaftliche Zusammenarbeit. Über die Förderung entscheidet ein Ausschuss mit Vertretern beider Länder.