Neues aus der Wirtschaft am Donnerstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1399 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1399 (Mittwoch: 1,1383) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8772 (0,8785) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85665 (0,85973) britische Pfund, 184,19 (185,21) japanische Yen und 0,9200 (0,9234) Schweizer Franken fest.


Niederlage vor EuGH: Google muss EU-Rekordstrafe zahlen

LUXEMBURG: Google muss nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs eine Rekord-Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission in Höhe von 4,1 Milliarden Euro zahlen. Das Unternehmen habe Herstellern von Android-Smartphones und Mobilfunkanbietern illegale Beschränkungen auferlegt, um die Marktdominanz seiner Suchmaschine zu stärken, bestätigten die Richter in Luxemburg. Sie wiesen einen Einspruch des US-Technologiekonzerns gegen ein erstinstanzliches EU-Urteil zurück. Bei den beanstandeten Einschränkungen geht es um vorinstallierte Apps auf Android-Handys.


Spritpreise: Super im Tagesschnitt wieder über 2 Euro

MÜNCHEN: Erstmals seit Mai kostet Superbenzin der Sorte E10 im bundesweiten Tagesschnitt wieder mehr als 2 Euro. Am Mittwoch - direkt nach dem Ende des Tankrabatts - schlug ein Liter des Kraftstoffs im Schnitt mit 2,016 Euro zu Buche, wie der ADAC mitteilte. Das war der höchste Tageswert seit dem 5. Mai. Diesel blieb auch mit dem Ende des Steuerrabatts von 16,7 Cent pro Liter auf an die Tankstellen ausgeliefertes Benzin unter 2 Euro.


Weniger Streiks in deutschen Betrieben

DÜSSELDORF: Beschäftigte in Deutschland haben 2025 seltener und im Durchschnitt kürzer gestreikt als im Jahr zuvor. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung zählte 261 Konflikte und damit 25 weniger als im Vorjahr. An den Streiks beteiligten sich der Studie zufolge 552.000 Menschen, rund 360.000 weniger als 2024. Ein wichtiger Grund für den Rückgang ist die Normalisierung der Verbraucherpreise nach der Inflationskrise. Zuvor hatten die Gewerkschaften für besonders hohe Lohnerhöhungen gekämpft.


Halbleiterwerk von Infineon in Dresden eröffnet

DRESDEN: Der Chiphersteller Infineon hat eine Produktionsstätte in Dresden eröffnet. Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens. Das Werk kostete fünf Milliarden Euro, knapp eine Milliarde davon sind öffentliche Gelder. Das Werk entstand in drei Jahren Bauzeit und bringt 1.000 neue Arbeitsplätze mit sich. Infineon will hier Leistungshalbleiter herstellen, die unter anderem für Elektroautos, erneuerbare Energien, Rechenzentren und Industrieanlagen gebraucht werden.


Coca-Cola erhöht erneut die Preise

BERLIN: Die Getränke von Coca-Cola werden teurer. Das Unternehmen erhöht zum 1. September erneut seine Abgabepreise für den Handel und den Außer-Haus-Markt wie die Gastronomie. Die Preisanpassung liege über alle Produkte hinweg im einstelligen Prozentbereich, sagte der Geschäftsführer von Coca-Cola Europacific Partners Deutschland (CCEP), Florian Salzen. Als Begründung verwies er unter anderem auf Investitionen in Marken, Produktion und Logistik sowie in wettbewerbsfähige Löhne.


Bauern in Sorge: Hitze und Kosten belasten Weizenernte

RANGSDORF: Die deutschen Landwirte befürchten aufgrund der zurückliegenden Hitzephase mit Extremtemperaturen Ernteeinbußen bei Weizen. Die Ernteprognose sei in diesem Jahr sehr schwierig, weil es in der zweiten Junihälfte eine enorme Hitzeperiode gegeben habe, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, zum Ernteauftakt im brandenburgischen Rangsdorf südlich von Berlin.


Oberster Gerichtshof bestätigt Benkos erste Verurteilung

WIEN: Der Oberster Gerichtshof (OGH) Österreichs hat die erste Verurteilung des Immobilien-Investors René Benko bestätigt. Die Richterinnen und Richter wiesen die Berufung des Investors ab. Der Gründer des Unternehmens Signa war im Oktober 2025 wegen Schädigung seiner Gläubiger vom Landesgericht Innsbruck zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Dabei ging es um eine 300.000-Euro-Schenkung Benkos an seine Mutter, mit der er Vermögen beiseiteschaffte.


Panzerbauer KNDS legt Börsengang auf Eis

AMSTERDAM/MÜNCHEN: Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS lässt seine Börsenpläne überraschend ruhen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktschwankungen werde der Börsengang erst unter besseren Marktbedingungen fortgesetzt, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte die «Financial Times» berichtet, dass die Eigentümer Probleme hätten, Investoren von der geplanten Bewertung von mehr als 12 Milliarden Euro zu überzeugen.

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