Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1394 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1394 (Montag: 1,1406) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8776 (0,8767) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86178 (0,86215) britische Pfund, 185,08 (184,62) japanische Yen und 0,9224 (0,9222) Schweizer Franken fest.
Kaum Frühjahrsschwung am Arbeitsmarkt
NÜRNBERG: Auch im Juni bleibt die Frühjahrsbelebung am deutschen Arbeitsmarkt schwach: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni im Vergleich zum Mai um 15.000 auf 2,936 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote ging im gleichen Zeitraum um 0,1 Punkte auf 6,2 Prozent zurück, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Im Vergleich zum Juni 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 22.000. «Am Arbeitsmarkt ist kaum Veränderung zu sehen. Die Arbeitslosigkeit sinkt nur wenig», sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles.
Inflationsrate sinkt im Juni auf 2,3 Prozent
WIESBADEN: Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juni mit dem Tankrabatt und fallenden Ölpreisen nicht mehr so schnell gestiegen. Die Inflationsrate beträgt im Vergleich zum Vorjahresmonat 2,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Daten berichtet. Der Preisdruck auf Verbraucher hat damit nachgelassen. Im Mai waren die Verbraucherpreise noch um 2,6 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen und im April sogar um 2,9 Prozent - die höchste Rate seit Januar 2024. Von Mai auf Juni ließen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent nach.
Spritpreise ziehen vor Ende des Tankrabatts deutlich an
MÜNCHEN: Im Juni galt noch der Tankrabatt, doch an den Zapfsäulen ist es schon am Dienstag teurer geworden: Zur Mittagszeit - nur dann dürfen die Preise steigen - ging es bei Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 24 Cent pro Liter nach oben, bei E10 um 20,3 Cent, wie der ADAC mitteilt. Das ist nur knapp weniger als die bisherigen Rekordsprünge. Nach dem Mittagssprung, um 12.15 Uhr, war E10 um 3,3 Cent teurer als zur selben Zeit am Montag, Diesel um 3,5 Cent. Bis 14.00 Uhr weitete sich die Differenz bei E10 auf 5,4 Cent aus, bei Diesel auf 6,7 Cent.
Bahn muss Fernverkehrs-Trassen stärker für Konkurrenz öffnen
BERLIN: Die Deutsche Bahn muss künftig Wettbewerbern im Fernverkehr mindestens ein Viertel der Kapazitäten auf hochbelasteten Strecken überlassen. Das geht aus einem Beschluss der Bundesnetzagentur hervor, den die Behörde veröffentlicht hat. Die zuständige Bahn-Infrastrukturtochter DB InfraGo muss künftig demnach 25 bis 40 Prozent der Kapazitäten auf solchen Strecken an andere Unternehmen als die Fernverkehrssparte der Bahn vergeben. Profitieren sollen davon die Fahrgäste, weil sich die Bundesnetzagentur von mehr Wettbewerb im Fernverkehr niedrigere Ticketpreise verspricht.
Vermögen legen zu - 2,6 Millionen Millionäre in Deutschland
ZÜRICH: Die weltweiten Privatvermögen sind 2025 deutlich gestiegen, vor allem in Europa, im Nahen Osten und Afrika. Die Gesamtsumme stieg um 10,8 Prozent, berichtet die Schweizer Bank UBS. Mehr als die Hälfte des globalen Privatvermögens sei in den USA und China konzentriert. Die Vermögen oberhalb von 5 Millionen seien besonders stark gewachsen. Weltweit stiegen fast eine Million Menschen zu Millionären (in US-Dollar) auf, fast die Hälfte davon in den USA, gefolgt von China, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich. In Deutschland gab es im vergangenen Jahr nach der Berechnung der UBS rund 2,6 Millionen Dollar-Millionäre, ein Prozent mehr als 2024.
Viele Verbraucher fürchten Angriffe auf Stromversorgung
BERLIN: Fast drei Viertel der Bevölkerung in Deutschland halten die heimische Stromversorgung für anfällig gegenüber Sabotage, physischen Attacken oder Cyberangriffen. Das ergab eine repräsentative Meinungsumfrage des Digitalverbands Bitkom. Lediglich 26 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Deutschland gut auf einen längeren Stromausfall vorbereitet sei. Die persönliche Situation wird allerdings besser eingeschätzt: 47 Prozent der Befragten sagten, dass sie sich selbst auf einen längeren Stromausfall gut vorbereitet fühlen.
Mehr Neubauten mit Kühlungsanlagen
WIESBADEN: Angesichts steigender Temperaturen werden in Deutschland anteilig mehr Neubauten mit Kühlungsanlagen ausgestattet. Bei Wohngebäuden hat sich der Anteil binnen zehn Jahren von 1,9 auf 4,3 Prozent verdoppelt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Deutlich höher ist der Anteil bei Bürogebäuden: 37,8 Prozent der 2025 fertiggestellten Büro- und Verwaltungsgebäude hatten Kühlungsanlagen. Auch hier ist der Anteil gestiegen - von 30,9 Prozent im Jahr 2015. Als Grund für die deutlich höhere Quote nennen die Statistiker Vorschriften zum Arbeitsschutz und die Fürsorgepflicht von Arbeitgebern gegenüber ihren Beschäftigten.
Büros zu Wohnraum: Investoren können Fördergeld beantragen
BERLIN: Wohnen in umgebauten Büros: Bauherren können ab Mittwoch (1. Juli) bis zu 30.000 Euro Fördergeld pro neuer Wohneinheit in bislang leerstehenden Gewerbeimmobilien beantragen. «Wir stellen 300 Millionen Euro bereit, um ungenutzten Büro- und Gewerbeimmobilien eine zweite Chance zu geben», sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) in Berlin. Die Förderung fließt als Zuschuss, der Deckel liegt bei 300.000 Euro je Investor. Hubertz hatte das neue Förderprogramm «Gewerbe zu Wohnen» schon im April angekündigt, nun ist es startklar.