Neues aus der Wirtschaft am Dienstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1367 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1367 (Montag: 1,1389) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8797 (0,8780) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85550 (0,85524) britische Pfund, 186,32 (186,37) japanische Yen und 0,9319 (0,9284) Schweizer Franken fest.


Neuer E-Lkw mit Komponenten aus China und Europa

STEYR: In Österreich hat die Serienproduktion eines E-Lastkraftwagens begonnen, der aus chinesischen und europäischen Teilen besteht. Der Etopas 600 sei für ein Gesamtzuggewicht von 42 Tonnen ausgelegt und habe eine Reichweite von rund 600 Kilometern, teilte die Firma Superpanther mit. Sie ist ein 2022 in China gegründetes Nutzfahrzeugunternehmen. Eines der ersten Exemplare des E-Lkw ging an das Logistikunternehmen DHL.


Mehr Firmen bieten weniger Ausbildungsplätze an

BERLIN: Angesichts schwacher Konjunktur steigt die Zahl der Firmen, die ihr Ausbildungsplatz-Angebot verringern. Zugleich fällt es Betrieben häufig schwer, Lehrstellen mit passenden Bewerbern zu besetzen, wie aus der DIHK-Umfrage hervorgeht. Demnach wollen 13 Prozent (2025: 15 Prozent) in diesem Jahr mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr anbieten, 29 Prozent weniger (2025: 26 Prozent) und 58 Prozent (2025: 59 Prozent) gleich viele.


Flughafencheck: München am sichersten

FRANKFURT/MAIN: München ist in den Augen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wieder der sicherste Flughafen in Deutschland. Entscheidend für die Rückkehr auf den ersten Platz sei der nunmehr dauerhafte Betrieb von Lichtanlagen an Zufahrten der Start- und Landebahnen. Ganztägig beleuchtete Stopp-Leisten im Boden sind in den Augen der Piloten ein wichtiges Mittel, um Zusammenstöße zu vermeiden.


Ferienhäuser häufiger online gebucht

WIESBADEN: Ferienhäuser und -wohnungen werden in Deutschland immer häufiger über Online-Plattformen gebucht. Im vergangenen Jahr vermittelten allein die Internet-Anbieter AirBnB, Booking und Expedia 68,3 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 13,0 Prozent mehr als im Jahr zuvor und 83,4 Prozent mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Die Buchungen haben sich seitdem also nahezu verdoppelt.


6,6 Millionen neue Elektroautos - Markt wächst langsamer

MÜNCHEN: Weltweit werden immer mehr Elektroautos zugelassen, die Wachstumsgeschwindigkeit lässt aber nach. In einer Untersuchung von 43 wichtigen Märkten kommt die Unternehmensberatung PwC für das erste Halbjahr auf rund 6,6 Millionen Neuzulassungen rein batteriebetriebener Stromer. Das ist zwar ein Plus von 9 Prozent zum Vorjahreszeitraum, es geht aber bei weitem nicht mehr so schnell nach oben wie früher.


Bundesbank: Mini-Wachstum im Frühjahr trotz Iran-Krieg

FRANKFURT/MAIN: Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr ein Mini-Wachstum geschafft. «Trotz des Gegenwinds durch den Krieg im Nahen Osten dürfte das reale BIP im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt etwas zugelegt haben», heißt es im Monatsbericht. Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht das Statistische Bundesamt am Donnerstag (30.7.). Volkswirte rechnen mit 0,1 Prozent Plus zum Vorquartal.


Nvidia und Tech-Riesen gründen KI-Sicherheitsallianz

SANTA CLARA: Der führende Hersteller von KI-Chips, Nvidia, und fast 40 weitere Technologieunternehmen haben eine KI-Sicherheitsallianz ins Leben gerufen. Dem Bündnis gehören unter anderem Microsoft, IBM, SAP, Dell, Palantir sowie der Konzern SpaceXAI an. Die führenden Entwickler geschlossener KI-Modelle, namentlich Google, OpenAI und Anthropic, sind nicht Teil der Initiative. Die Gründung der Allianz erfolgt nach einer Testpanne, die die Gefahren unkontrollierbarer KI-Agenten verdeutlichte.


Gewinn bei Mercedes-Benz um 13,5 Prozent gestiegen

STUTTGART: Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im zweiten Quartal dieses Jahres um 13,5 Prozent gestiegen. Von April bis Juni kletterte das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilte. Zuletzt hatte der Dax-Konzern im zweiten Quartal 2023 ein Plus erzielt. Der Umsatz ging hingegen um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 32 Milliarden Euro zurück.


«Sie sind alle Diebe» - Libanesen protestieren gegen Finanzkrise

BEIRUT: Viele Menschen im Libanon haben ihre gesamten Ersparnisse durch die andauernde Wirtschaftskrise im Land verloren. Zuletzt ebbten die Proteste ab. Nun brennt es erneut vor den Banken.

Dutzende Bankkunden haben in der libanesischen Hauptstadt Beirut gegen die anhaltende Wirtschaftskrise und die damit einhergehenden Beschränkungen beim Zugriff auf ihre Ersparnisse protestiert. Einige Demonstranten legten Feuer vor Bankfilialen, wie Augenzeugen berichteten.

Seit Ende 2019 steckt der Libanon in der schlimmsten Wirtschafts- und Finanzkrise seiner Geschichte. Viele Libanesen haben Konten in der US-Währung. Doch dem Land mangelt es an Devisen. Die Banken haben daher strenge Limits für Abhebungen in Fremdwährungen veranlasst. Die Menschen kommen deshalb nicht mehr an ihre Ersparnisse in Dollar heran. Die Krise wird auf jahrzehntelange Korruption in Politik und Wirtschaft zurückgeführt.

«Wir haben heute einen Warnprotest vor drei Banken durchgeführt, nachdem unsere Einlagen seit sieben Jahren eingefroren sind», teilten die Organisatoren des Protests mit. Einer der Demonstranten, Ali Rizk, kritisierte lautstark die politische Führung. «Wo sind die Abgeordneten? Was tut die Regierung für uns? Wie leben wir? Wir sterben jeden Tag hundertmal», rief er. «Sie sind alle Diebe, alle», fügte er hinzu.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.