Dax nimmt Kurs auf Rekordhoch - Feuerpause, Ölpreis und SAP
FRANKFURT: Eine Angriffspause der USA im Krieg mit dem Iran hat am deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeeginn für Zuversicht gesorgt. Der Dax stieg am Montagnachmittag um 1,60 Prozent auf 25.501 Punkte und knüpfte dank der fallenden Ölpreise an den freundlichen Wochenschluss an. Auch nochmals deutliche Kursgewinne des Index-Schwergewichts SAP trieben an. Das vor drei Wochen erreichte Dax-Rekordhoch mit 25.900 Punkten kommt so wieder in die Nähe.
Historisches Börsendebüt für Chiphersteller CXMT in China
SHANGHAI: Der Hunger nach Computerchips im weltweiten Rennen um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz hat dem chinesischen Hersteller CXMT einen Traum-Börsenstart geebnet. Zum Handelsbeginn sprang das Papier des Halbleiterfertigers aus Ostchina um mehr als 470 Prozent in die Höhe. CXMT ist Spezialist in der Fertigung von DRAM-Speichern. Die Chips dienen in Computern oder Smartphones als temporäre Speicher von Daten. Sie sorgen dafür, dass die Geräte auf Höchstleistung arbeiten können, indem sie schnellen Datenzugriff ermöglichen, während auf den Geräten Anwendungen laufen.
Toyota steigt bei Brennstoffzellen-Firma Cellcentric ein
KIRCHHEIM UNTER TECK: Toyota steigt bei dem Brennstoffzellen-Hersteller Cellcentric ein. Der japanische Autokonzern wird gleichberechtigter Partner und Anteilseigner. Dazu wurde eine verbindliche Vereinbarung zwischen Daimler Truck, Volvo, Cellcentric und Toyota unterzeichnet worden, wie die Partner gemeinsam mitteilten. Cellcentric entwickelt, produziert und vermarktet Brennstoffzellensysteme für schwere Lastwagen.
Viele Kanadier meiden Reisen in die USA
OTTAWA: Viele Kanadier meiden seit dem zweiten Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump laut kanadischen Behörden Reisen in die benachbarten USA. Die Vereinigten Staaten seien lange Zeit Kanadas wichtigstes internationales Reiseziel gewesen, «nach dem Regierungswechsel in den USA Anfang 2025 und der Einführung der «America First»-Politik änderten sich die Reisepläne der Kanadier jedoch abrupt», hieß es von Kanadas Statistikbehörde. Im Jahr 2025 reisten 7,1 Millionen Menschen weniger in die USA als 2024. Das sei ein Rückgang um 23,5 Prozent.
Ifo-Geschäftsklima verbessert sich erneut
MÜNCHEN: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli den dritten Monat in Folge von den Dämpfern infolge des Iran-Kriegs erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um 0,9 Punkte auf 86,6 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. «Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch», kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis der monatlichen Umfrage unter 9.000 Unternehmen.
Spritpreise geben etwas nach
MÜNCHEN: Der stark sinkende Ölpreis kommt bisher nur minimal bei den Autofahrern an. Am Montagvormittag deuteten die Preise leicht nach unten, wie der ADAC mitteilt. Davor waren die Preise bereits über das Wochenende etwas niedriger. «Der rückläufige Ölpreis scheint also langsam bei den Kraftstoffpreisen anzukommen», sagt ein Sprecher des Verkehrsclubs. Auch Zahlen beim Portal Tankerkönig zeigten am Montagvormittag eine leicht rückläufige Tendenz. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags kostete Super E10 laut ADAC 2,157 Euro pro Liter, Diesel 2,21 Euro.
Probleme China und Naher Osten: Audi kappt die Prognose
INGOLSTADT: Audi kappt seine Prognose. Angesichts eines immer schwieriger werdenden Marktes in China und der Eskalation im Nahen Osten erwartet der Autobauer im laufenden Jahr weniger Umsatz und Rendite, wie er am Montag mitteilte. Der Gewinn im zweiten Quartal sank um rund 21 Prozent auf 563 Millionen Euro nach Steuern. Die Zahlen betreffen Audi als Teilkonzern von Volkswagen - schließen also Lamborghini, Bentley und Ducati ein. Audi erwartet jetzt nur noch Umsätze zwischen 58 und 63 Milliarden Euro.
Porsche streicht weitere 5.000 Stellen
STUTTGART: Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche streicht bis 2035 weitere 5.000 Stellen in der Region Stuttgart. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in nahen Weissach. Im Gegenzug wird die Standortsicherung um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert. Entlassungen sind in dieser Zeit ausgeschlossen, wie das Unternehmen und der Gesamtbetriebsrat mitteilten. Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen - vor allem über natürliche Fluktuation, demografische Effekte, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge.
Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1389 US-Dollar
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1389 (Freitag: 1,1377) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8780 (0,8789) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85524 (0,85388) britische Pfund, 186,37 (186,38) japanische Yen und 0,9284 (0,9302) Schweizer Franken fest.