Städtetag fordert Mitsprache bei Galeria-Filialen

Passanten gehen an der Filiale von Galeria Karstadt in der Brandenburger Straße vorbei. Foto: Soeren Stache/dpa
Passanten gehen an der Filiale von Galeria Karstadt in der Brandenburger Straße vorbei. Foto: Soeren Stache/dpa

BERLIN: 33 Standorte der Warenhauskette Galeria stehen auf dem Prüfstand - der Deutsche Städtetag fordert vom Unternehmen jetzt, die betroffenen Kommunen in die Gespräche zur Zukunft der Filialen einzubinden. «Schon in der Vergangenheit hat sich das bewährt, um passende und individuelle Lösungen für die Standorte und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden», sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Christian Schuchardt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Jeder Standort stehe dabei vor individuellen Herausforderungen. Schuchardt forderte im Falle von Filialschließungen auch zügige und schlüssige Konzepte für eine Folgenutzung und warnte ansonsten vor einer «Abwärtsspirale» für die betroffenen Innenstädte.

Galeria hatte am Mittwoch angekündigt, 33 der 83 Standorte auf ihre Rentabilität zu prüfen und möglicherweise zu schließen. Unter anderem wolle der Konzern mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln.

Der Konzern, der rund 12.000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.