Neue Betrugsvorwürfe gegen Mrs. Golf

Sexskandal erschüttert Sangha: Weitere Mönchsaustritte erwartet

Frau Golf wird von CIB-Beamten abgeführt, nachdem neue Betrugsvorwürfe im NOB-Skandal bekannt wurden. Foto: The Nation
Frau Golf wird von CIB-Beamten abgeführt, nachdem neue Betrugsvorwürfe im NOB-Skandal bekannt wurden. Foto: The Nation

PHICHIT: Die thailändische Polizei ermittelt in einem weitreichenden Skandal um die berüchtigte „Femme Fatale Golf“. Die Frau soll hochrangige buddhistische Mönche erpresst, Beamte des Nationalamts für Buddhismus (NOB) betrogen und in Geldwäsche verwickelt sein. Nach ihrer Festnahme drohen ihr laut „The Nation“ nun weitere Anklagen wegen Betrugs, während der Fall bereits zum Rücktritt zahlreicher Mönche geführt hat.

Die als „Femme Fatale Golf“ oder „Mrs. Golf“ bekannte Frau sieht sich mit weiteren strafrechtlichen Vorwürfen konfrontiert. Nach Angaben eines leitenden Polizeibeamten soll sie den Direktor des Nationalamts für Buddhismus (NOB) in der Provinz Phichit um 400.000 Baht betrogen haben.

Neue Anklage wegen Betrugs und Täuschung

Polizist Pol Col Anek Taosuparp, stellvertretender Kommandeur der Crime Suppression Division (CSD), erklärte am Mittwoch (16. Juli 2025), dass Golf wegen Betrugs und Täuschung angeklagt werde. Sie habe das Geld unter dem Vorwand geliehen, einen Beweis für eine angebliche sexuelle Begegnung mit dem monastischen Chef von Phichit liefern zu können.

Darüber hinaus wird Golf verdächtigt, in einem weiteren Fall einen stellvertretenden Abt in Yasothon erpresst zu haben. Während sich die CSD auf die strafrechtlichen Ermittlungen konzentriert, bearbeitet die Anti-Corruption Division parallel Vorwürfe der Veruntreuung von Tempelgeldern.

Festnahme nach Überweisung durch Ex-Abt

Am Dienstag (15. Juli 2025) war Golf von Ermittlern des Central Investigation Bureau (CIB) in ihrem Haus festgenommen worden, nachdem das Zentrale Strafgericht für Korruptions- und Amtsmissbrauchsfälle einen Haftbefehl erlassen hatte. Vorausgegangen war eine Überweisung in Höhe von 380.000 Baht durch den ehemaligen Abt des Wat Chujit Thammaram in Ayutthaya auf Golfs Konto. Die Verdächtige wurde anschließend im Hauptquartier des CIB inhaftiert. Sie muss sich unter anderem wegen gemeinschaftlicher Amtsverfehlung (§147 Strafgesetzbuch), Geldwäsche und Hehlerei verantworten.

Polizeiquellen zufolge war Golf früher mit einem Lokalpolitiker in Phichit verheiratet. Nach der Scheidung habe sie enge Beziehungen zu hochrangigen Mönchen gepflegt. Aufnahmen an den Wänden ihres Hauses sowie nächtliche Telefonate mit Geistlichen sollen dies untermauern.

Sexskandal um Ex-Abt und Erpressung

Die Affäre entwickelte sich zu einem handfesten Sexskandal im buddhistischen Klerus. Bekannt wurde dieser, nachdem „Chaokhun Arj“, der ehemalige Abt des Wat Tri Thotsathep in Bangkok, Ende Juni verschwand und sein Mönchsgelübde ablegte. Ermittlungen unter Leitung von Pol Maj Gen Jaroonkiat Pankaew ergaben, dass Golf von ihm kurz vor seinem Verschwinden Geld erpresste. Seit Mai 2024 soll sie mit ihm in einer Beziehung gestanden und über 7 Millionen Baht für angeblichen Kindesunterhalt gefordert haben.

Der Skandal hat weitreichende Folgen: Bislang haben zehn der 13 involvierten hochrangigen Mönche ihr Ordensgewand abgelegt, zuletzt am Mittwoch Phra Ratratana Sutee, der monastische Chef der Provinz Phitsanulok. Nach Angaben des stellvertretenden NOB-Direktors Booncherd Kittitharangkul vollzog er die Entlassung aus dem Mönchsstand in seiner Heimatprovinz Tak. Weitere Austritte aus dem Mönchsstand sind nicht ausgeschlossen.

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Tom​ 18.07.25 13:34
Katholische Kirche 2.0 ?
Fast täglich hört man von schweren Verfehlungen der Glaubensbrüder. Da passt es ins Bild, sich gerade Tag für Tag medial an einer einzelnen kriminellen Frau abzuarbeiten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Helmut Loehr 18.07.25 13:33
Leider gibt es so etwas
Diese Frau hat mit voller Absicht Mönche verführt, gefilmt und anschließend erpresst.
Das gleich mit sehr vielen hohen Mönchen.
Wie hat sie das gemacht hat. Da steht ein Plan dahinter. Ich denke sogar, dass hat sie nicht alleine gemacht. Es geht um viel Geld.
Thailand ist ein buddhistisches Land. Die Bürger sind fast alle sehr gläubig. So etwas ist nicht gut.

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