Nestlé legt zu - Wassergeschäft künftig mit Partner

Grafik: DER FARANG
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VEVEY: Der Nahrungsmittelriese profitiert von höheren Verkaufsmengen und Preisen. Zugleich holen die Schweizer für ihr Wassergeschäft einen Investor ins Boot - und treiben so den Umbau voran.

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé hat sein Wachstumstempo aus eigener Kraft im ersten Halbjahr 2026 wegen Preissteigerungen und höherer Absatzmengen gesteigert. Dem standen allerdings negative Wechselkurseffekte gegenüber. Während der Umsatz aus eigener Kraft in den sechs Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um 3,6 Prozent zulegte, ergab sich nominal ein Umsatzminus von 2,5 Prozent auf 43,1 Milliarden Franken (46,4 Mrd Euro), wie das Unternehmen mitteilte.

Zudem hat Nestlé eine Lösung für sein Wassergeschäft gefunden: Der Nahrungsmittelriese bildet dafür ein Gemeinschaftsunternehmen namens Peranel mit der US-Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity. Der Deal bewertet das Geschäft mit Marken wie Perrier und San Pellegrino mit 4,9 Milliarden Euro. Beide Partner werden je die Hälfte am Joint Venture halten. Peranel solle mehr als 30 Marken und Produkte umfassen, die in 120 Ländern verkauft würden.

Teil des Konzernumbaus unter dem neuen Nestlé-Chef

Mit dem Teilverkauf nimmt Nestlé den Angaben zufolge 2,8 Milliarden Franken ein. Nestlé hatte bereits angekündigt, sich vom Wassergeschäft trennen zu wollen. Dieses war schon länger ein Sorgenkind. Die Auslagerung in ein Gemeinschaftsunternehmen ist Teil des Konzernumbaus unter dem neuen Nestlé-Chef Philipp Navratil.

Der Konkurrent von Danone und Unilever profitierte zuletzt insgesamt vom Wachstum in aufstrebenden Märkten und einer größeren Nachfrage nach Kaffee und Heimtiernahrung. Zudem beschleunigte sich das organische Wachstum im zweiten Quartal etwas im Vergleich zum Jahresauftakt.

Auf der Profitabilität lasteten anhaltend hohe Kosten für Kaffee und Kakao, hinzu kamen die US-Zölle sowie höhere Investitionen in Werbung. Unter dem Strich verdiente Nestlé mit knapp 3,5 Milliarden Franken sogar fast ein Drittel weniger als vor einem Jahr.

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