Nachrichten aus der Wirtschaft am Mittwoch

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Eon steigt bei norwegischer Horisont Energi ein

ESSEN: Der Essener Energiekonzern Eon baut sein Geschäft mit sauberer Energie und der Dekarbonisierung in der Industrie aus und steigt dazu beim norwegischen Anbieter Horisont Energi ein. Beide Unternehmen wollen bei der Entwicklung eines «europaweiten Dienstleistungsangebots für die Abscheidung, den Transport und die Speicherung von Kohlendioxid (CCS)» sowie der Produktion von sauberem Wasserstoff und Ammoniak kooperieren, wie sie am Mittwochabend mitteilten. Eon werde dazu auch einen Anteil von 25 Prozent an Horisont Energi erwerben. Die Privatplatzierung solle bis Ende Januar 2022 abgeschlossen sein. Hintergrund des Zusammengehens ist der angestrebte Wandel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in Europa.

Mit der Vereinbarung werde eine langfristige strategische Zusammenarbeit mit Eon eingegangen, die durch eine 25-prozentige Beteiligung des Unternehmens untermauert werde, sagte der Vorstandschef von Horisont Energi, Bjørgulf Haukelidsæter Eidesen. Dies werde Horisont und Eon in die Lage versetzen, eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung von Schlüsselindustrien in Europa zu spielen und gleichzeitig CCS und sauberes Ammoniak zu etablieren und zu kommerzialisieren. Der Ansatz von Eon sei es, ein umfassendes Angebot für Dekarbonisierungsaktivitäten «als Teil unserer Wachstumsstrategie» zu schaffen, betonte Vorstand Patrick Lammers.

Eon wird den Angaben zufolge die Verantwortung für die Kohlendioxidabscheidung und -verflüssigung übernehmen, während Horisont Energi für den Transport und die Speicherung des Kohlendioxids zuständig sein werde. Beide Unternehmen entwickelten auch ein Geschäft, das auf Beseitigung von Kohlendioxid basiere. Mit Blick auf entsprechende Pläne der EU-Kommission hieß es, beide Unternehmen wollten Geschäftsmodelle für die Herstellung und den Vertrieb von sauberem Ammoniak entwickeln. Das 2019 gegründete Unternehmen Horisont Energi mit Hauptsitz in Sandnes werde «saubere Energie» sowie CO2-Transport- und -Speicherdienste anbieten sowie Gas in Ammoniak und Wasserstoff umwandeln, hieß es weiter.


Litauens Regierung erhöht Druck auf belarussisches Unternehmen

VILNIUS: Litauens Regierung erhöht angesichts internationaler Sanktionen den Druck auf ein belarussisches Unternehmen. Am Mittwoch wurde die staatliche Eisenbahn angewiesen, die bestehenden Verträge mit dem Düngemittelhersteller Belaruskali zu beenden. Das Unternehmen exportiert einen Großteil seiner Produktion über Litauen.

Die Transitlieferungen waren zuletzt trotz geltender US-Sanktionen weiter fortgesetzt worden. Grund dafür waren laut Eisenbahn Vorauszahlungen aus bestehenden Verträgen. Die Geschäftsverbindung stehe nicht im Einklang mit den nationalen Sicherheitsinteressen des baltischen EU-Landes, teilte die Staatskanzlei in Vilnius nun mit. Vom 1. Februar an seien die Verträge mit dem Unternehmen ungültig. Der Bahnchef teilte mit, dass sein Unternehmen bereit sei, dem Regierungsbeschluss nachzukommen.

Litauen gilt international als einer der größten Fürsprecher der Demokratiebewegung im benachbarten Belarus. Die Regierung in Vilnius setzt sich für scharfe Sanktionen gegen die autoritäre Führung von Machthaber Alexander Lukaschenko in Minsk ein.


Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1370

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Mittwoch gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1370 (Dienstag: 1,1336) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8795 (0,8822) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83338 (0,83475) britische Pfund, 131,19 (130,95) japanische Yen und 1,0486 (1,0502) Schweizer Franken fest.


Dax pendelt um 16.000 Punkte

FRANKFURT/MAIN: Der Dax ist am Mittwoch um die Marke von 16.000 Punkten gependelt. Die wie erwartet ausgefallenen Daten zur US-Inflation beruhigten Anleger nur kurz, nachdem einige einen noch deutlicheren Preisauftrieb befürchtet hatten. Der deutsche Leitindex legte am Nachmittag um 0,34 Prozent auf 15.996,17 Punkte zu. Der MDax gewann 0,90 Prozent auf 34.958,00 Zähler, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 0,81 Prozent. Der Euro wurde am Nachmittag mit 1,1409 Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1336 (Montag: 1,1318) Dollar festgelegt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,18 Prozent am Vortag auf minus 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 143,46 Punkte. Der Bund-Future baute am frühen Nachmittag seine Gewinne aus und kletterte um 0,27 Prozent auf 170,34 Punkte.


Steigende Risiken: Banken sollen wieder Kapitalpuffer anlegen

BERLIN: Wegen steigender Risiken auf dem Finanzmarkt sollen die deutschen Banken wieder zusätzliche Kapitalpuffer anlegen. Das sei eine präventive Maßnahme, derzeit sei der Finanzsektor nach wie vor sehr widerstandsfähig, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch am Mittwoch. Der Chef der Finanzaufsicht Bafin, Mark Branson, betonte: «Mit Blick auf die Finanzstabilität ist es jetzt Zeit, in den Präventionsmodus zu wechseln.» Zu diesem Schluss sei der Ausschuss für Finanzstabilität gekommen.


Deutschland-Tourismus unter Niveau des Corona-Krisenjahres 2020

WIESBADEN: Der Deutschland-Tourismus steuert in der Corona-Pandemie auf ein weiteres Verlustjahr zu. Trotz eines deutlichen Anstiegs der Übernachtungszahlen im November fiel die Bilanz der ersten elf Monate 2021 schlechter aus als im Vergleichszeitraum des Corona-Krisenjahres 2020. Von Januar bis November 2021 verbuchten Hotels, Pensionen, Campingplätze und Co. 293 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 0,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.


Rückschlag für Facebook: Richter lässt US-Kartellklage zu

WASHINGTON: Die Wettbewerbsklage der US-Regierung zur Zerschlagung von Facebook ist im zweiten Anlauf von einem Gericht in Washington angenommen worden. Die erste Version hatte Richter James Boasberg im vergangenen Sommer mit Verweis auf eine unzureichende Argumentation abgewiesen. Bei der nachgebesserten Klage sah er den Vorwurf unfairen Wettbewerbs besser begründet, wie aus Dokumenten des Gerichts hervorgeht. Die Federal Trade Commission (FTC)) wirft Facebook unter anderem eine Monopolstellung bei Online-Netzwerken vor. Auch habe Facebook den Chatdienst WhatsApp und die Fotoplattform Instagram gekauft, um dieses Monopol auf unlautere Weise zu schützen.


Arbeitgeber lehnen Rechtsanspruch auf Homeoffice ab

BERLIN: Die Arbeitgeber lehnen einen Rechtsanspruch auf Homeoffice ab. Der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, sagte: «Der Staat schafft mit neuen Vorschriften kein Vertrauen, sondern setzt die Sicht der Ministerialbürokratie über die sich fortentwickelte betriebliche Praxis.» Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kündigte an, die Koalition werde moderne Regeln für mobiles Arbeiten in Deutschland und einen Rechtsanspruch auf Homeoffice schaffen.


Anspruch auf Mietanpassung im Lockdown für Geschäftstreibende möglich

KARLSRUHE: Einzelhändler können auf Mietminderungen hoffen, wenn ihre Geschäftsräume wegen der Corona-Pandemie im Lockdown geschlossen bleiben mussten. Allerdings gibt es keine pauschale Regelung wie eine Aufteilung der Kosten je zur Hälfte auf Mieter und Vermieter. Es müssten immer sämtliche Umstände des Einzelfalls berücksichtigt werden, entschied der Bundesgerichtshof am Mittwoch in Karlsruhe (Az. XII ZR 8/21). Mieter können also nicht immer eine Anpassung der Miete verlangen. Komplizierte Prozesse dürften folgen.


Von der Leyen: Wir werden Atomkraft und Gas brauchen

BRÜSSEL: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Plan verteidigt, Atomkraft und Gas als umweltfreundlich zu kennzeichnen. «Wir werden sie brauchen, solange es nicht genügend erneuerbare Energien gibt», sagte von der Leyen in einem Interview der «Zeit» (Donnerstag). Sie stehe mit voller Überzeugung hinter dem Vorschlag der EU-Kommission, Gas und Atomkraft in die sogenannte Taxonomie aufzunehmen.

Mit der Taxonomie will die Kommission festlegen, welche Geldanlagen als klimafreundlich gelten sollen, um die Klimawende voranzubringen. Von der Leyen sagte, dass die Meinungen der Mitgliedstaaten über Erdgas und Nuklearenergie auseinandergingen. Allerdings erkenne der Vorschlag nur Gaskraftwerke an, die sehr strenge Regeln befolgen, sowie Kernkraftwerke mit modernster Technologie und einem Plan, um den Atommüll zu verringern. Anleger könnten zudem klar erkennen, ob ein umweltfreundliches Finanzprodukt Atomkraft oder Gas enthalte, sagte von der Leyen.

Umweltschützer haben den Entwurf trotz der Auflagen scharf kritisiert - angesichts der ungelösten Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle und der CO2-Emissionen bei Gas.


US-Inflation steigt auf höchsten Stand seit 1982

WASHINGTON: Der Preisauftrieb in den USA hat sich im Dezember von hohem Niveau aus weiter beschleunigt. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,0 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das ist die höchste Inflationsrate seit dem Jahr 1982. Analysten hatten diese Entwicklung erwartet. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. Hier war ein Ülus von 0,4 Prozent prognostiziert worden.


Österreichs Ex-Finanzminister Blümel wird Fondsanbieter-Chef

WIEN: Kurz nach seinem Rücktritt als Österreichs Finanzminister hat sich Gernot Blümel den Chefposten bei einem international tätigen Anbieter von Investmentfonds gesichert. Der 40-jährige Vertraute des konservativen Ex-Kanzlers Sebastian Kurz wird die Superfund Gruppe ab März leiten, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wien ankündigte.

Superfund ist auf Privatanleger ausgerichtet und setzt auf automatisierte Computer-Handelssysteme. Blümel soll die internationale Expansion des Unternehmens forcieren.

Blümel hatte sich Anfang Dezember gemeinsam mit dem unter Korruptionsverdacht stehenden Kurz aus der Politik zurückgezogen. In der Affäre um angeblich mit Steuergeld bezahlte geschönte Meinungsumfragen steht Blümel anders als Kurz nicht im Fokus der Staatsanwaltschaft. Allerdings laufen gegen den ehemaligen Finanzminister Korruptionsermittlungen wegen seines Kontakts zu einem Glücksspielunternehmen. Blümel und Kurz bestreiten alle Vorwürfe.

Auch Kurz wechselt in die Finanzwelt. Der 35-Jährige wird im ersten Quartal beim US-Fonds Thiel Capital beginnen. Der milliardenschwere Internet-Investor Peter Thiel zählte zu den wenigen einflussreichen Unterstützern des früheren US-Präsidenten Donald Trump im Silicon Valley.


Britischer Gasversorger: Hohe Energiepreise könnten Jahre andauern

LONDON: Der größte britische Gasversorger geht davon aus, dass der aktuelle Anstieg der Energiepreise nicht nur eine kurzfristige Belastung darstellt. «Der Markt legt nahe, dass die hohen Gaspreise die nächsten 18 Monate bis zwei Jahre bleiben werden», sagte der Chef des British-Gas-Eigentümers Centrica, Chris O'Shea, am Mittwoch der BBC. Es gebe keinen Anlass anzunehmen, dass sich der Trend zeitnah umkehren werde.

Aktuellen Schätzungen der Branche zufolge drohen britischen Haushalten mehr als 50 Prozent höhere Rechnungen für Strom und Gas als bisher. Der Anstieg der Gaspreise hat vor allem mit der hohen Nachfrage zu tun. Nach den Corona-Lockdowns hat die Weltwirtschaft wieder mehr Fahrt aufgenommen. Gleichzeitig setzen viele Länder auf Gas als Brückentechnologie auf dem Weg hin zu erneuerbaren Energien.

Wie auch Verbraucherschützer und die Opposition schlug O'Shea als Gegenmaßnahme unter anderem vor, die Mehrwertsteuer auf Strom- und Gasrechnungen vorübergehend auszusetzen.


Ölpreise nach Höhenflug stabilisiert

SINGAPUR: Die Ölpreise haben sich nach ihrem Höhenflug am Dienstag stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittwoch 83,62 US-Dollar. Das waren 10 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2 Cent auf 81,24 Dollar.

Die Ölpreise hatten am Dienstag von der wieder gestiegenen Risikofreude an den Kapitalmärkten profitiert. Anleger setzten darauf, dass die US-Notenbank mit ihren geldpolitischen Maßnahmen die hohe Inflation in den Griff bekommen kann, ohne den konjunkturellen Aufschwung zu gefährden. Damit würde auch die Nachfrage nach Öl als Schmiermittel der Weltwirtschaft weiter anziehen.

Zudem hatte das American Petroleum Institute (API) für die vergangene Woche einen Rückgang der landesweiten Rohölvorräte gemeldet. Anleger interpretierten dies als ein Zeichen der Angebotsknappheit am Ölmarkt. Auch dies stützte die Ölpreise.


Ifo: Kurzarbeit in Deutschland steigt kräftig

MÜNCHEN: Die Zahl der Beschäftigen in Kurzarbeit in Deutschland ist nach Angaben des Ifo-Instituts deutlich gestiegen. Im Dezember legte sie auf 879.000 zu, wie die Münchner Wirtschaftsforscher mitteilten. Im November hatte die Zahl bei 712.000 gelegen. Damit stieg der Anteil der Kurzarbeiter von 2,1 Prozent auf 2,6 Prozent der Beschäftigen. Das Gastgewerbe verzeichnete ein Plus von 75.000 auf 126.000, im Einzelhandel stieg die Zahl von 23.000 auf 53.000. Besonders verbreitet ist Kurzarbeit in der Autobranche mit 166.000 Beschäftigten. In der Industrie insgesamt wuchs die Zahl von 381.000 auf 390.000 Beschäftigte.


Euro stabil vor Inflationsdaten aus den USA

FRANKFURT/MAIN: Der Euro hat sich am Mittwoch vor wichtigen Konjunkturdaten aus den USA nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1374 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1336 (Montag: 1,1318) Dollar festgelegt.

Der Euro hatte bereits am Dienstag von der wieder gestiegen Zuversicht an den Finanzmärkten profitiert. Anleger interpretierten jüngste Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell zur Geldpolitik als Zeichen von konjunktureller Stärke. Dieser hatte angesichts der guten Wirtschaftsentwicklung und der hohen Inflationsrate für die Zeit ab März eine Anhebung des Leitzinses signalisiert.

Am Nachmittag werden neue Inflationsdaten aus den USA veröffentlicht. Experten rechnen damit, dass die Verbraucherpreise im Dezember erneut stark angezogen haben.


China: Erzeugerpreise steigen weiter - aber langsamer

PEKING: In China hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise nach einem 26-Jahres-Hoch im Oktober verlangsamt. Auch das Plus bei den Verbraucherpreisen fiel im Vergleich zum Vormonat etwas geringer aus. Dies erhöht nach Einschätzung von Experten den Spielraum für die Notenbank, den Leitzins erstmals seit April 2020 zu senken.

Der Preisindex für die Hersteller legte im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Prozent zu, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking berichtete. Experten hatten mit einem Plus von etwas mehr als 11 Prozent gerechnet. Im November warten die Preise für Erzeuger noch um 12,9 Prozent und im Vormonat sogar um 13,5 Prozent gestiegen. Das Plus im Oktober war das höchste seit 26 Jahren. Auch die Verbraucherpreise zogen zum Jahresende etwas weniger stark an: Sie seien im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen - nach einem Plus von 2,3 Prozent im November.

Chinas Regierung hatte zuletzt mit einigen Maßnahmen wie Eingriffen an den Rohstoffmärkten versucht, den Anstieg der Erzeugerpreise einzudämmen. Die Daten vom November und Dezember zeigen zumindest erste Erfolge der Schritte.


US-Bank Citigroup gibt Privatkundengeschäft in Mexiko auf

NEW YORK: Die US-Großbank Citigroup setzt ihren Schrumpfkurs mit dem Rückzug aus dem Privatkundengeschäft in Mexiko fort. Der Schritt erfolge im Rahmen der laufenden strategischen Neuausrichtung zur Verschlankung des Konzerns, teilte Citi am Dienstag (Ortszeit) in New York mit. Mexiko bleibe aber weiterhin einer der wichtigsten Märkte für institutionelle Großkunden, betonte das Unternehmen.

Die Citigroup hatte 2001 für rund 12,5 Milliarden Dollar Mexikos damals zweitgrößte Bank Grupo Financiero Banamex-Accival übernommen, die später wegen Betrugsvorwürfen in den Fokus von Ermittlern geriet. Der US-Finanzriese will sich auf den Heimatmarkt konzentrieren und hatte vergangenes Jahr bereits angekündigt, das Privatkundengeschäft in 13 Ländern aufzugeben, darunter China, Russland und Indien.

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