Nachrichten aus der Wirtschaft am Freitag

Nachrichten aus der Wirtschaft am Freitag

China stemmt sich mit Milliardenhilfen gegen Corona-Abschwung

PEKING: Mit zusätzlichen Milliardenausgaben und neuen Schulden will China gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ankämpfen. Das kündigte Premierminister Li Keqiang am Freitag zum Auftakt des Pekinger Volkskongresses an. Vorgesehen ist demnach die zusätzliche Ausgabe von Staatsanleihen im Wert von einer Billion Yuan (rund 128 Mrd Euro), mit denen die Wirtschaft neuen Schwung erhalten soll.


Warten auf das Signal zur Teilverstaatlichung der Lufthansa

BERLIN/FRANKFURT: Das Startsignal für die milliardenschwere Rettung der Lufthansa verzögert sich. Zwar steht seit Mittwoch der grobe politische Rahmen für Kredite und Staatseinstieg unterhalb einer Sperrminorität, doch der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns konnte sich am Freitag noch nicht mit Details befassen. So konnte das Kontrollgremium auch nicht die für Kapitalmaßnahmen notwendige außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Für das Aktionärstreffen gilt laut Lufthansa eine Ladungsfrist von vier Wochen.


Deutlich mehr Autobahnen gebaut als Bahnstrecken

BERLIN: In Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich mehr neue Autobahnen oder Bundesstraßen gebaut oder erweitert worden als Bahnstrecken. Das geht aus Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Missverhältnis von Ankündigungen und Taten in der Verkehrspolitik werde immer größer.


Facebook-Chef: In zehn Jahren jeder zweite Mitarbeiter nicht im Büro

MENLO PARK: Facebook-Chef Mark Zuckerberg geht davon aus, dass die Corona-Krise einen langfristigen Wandel hin zur Arbeit außerhalb des Büros angestoßen hat. Er rechne damit, dass in zehn Jahren rund jeder zweite Beschäftigte des Online-Netzwerks so arbeiten werde, sagte Zuckerberg in einem Interview des Technologieblogs «The Verge» am Donnerstag. Zuvor hatte bereits unter anderem Twitter angekündigt, dass alle Mitarbeiter auch nach dem Ende der Krise ihre Jobs von Zuhause aus fortführen könnten, wenn ihre Aufgaben dies zulassen.


US-Techkonzern IBM kündigt Stellenstreichungen in Corona-Pandemie an

ARMONK: Der US-Techkonzern IBM hat einen umfassenden Abbau von Arbeitsplätzen in der Corona-Krise angekündigt. Die Entscheidung sei wohl für einige Beschäftigte eine einzigartige und schwierige Situation, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag (Ortszeit) in einer Stellungnahme. Das Unternehmen müsse in dem sehr wettbewerbsintensiven Markt flexibel bleiben, um jederzeit hochtalentierte Arbeitskräfte anwerben zu können, die Entscheidungen des Konzerns seien im Interesse des langfristigen Wohlergehens der Firma.


98 Prozent der Jugendlichen nutzen WhatsApp, Facebook & Co.

BONN: Kommunikationsdienste wie WhatsApp sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fast flächendeckend verbreitet. 98 Prozent der 16- bis 24-Jährigen nutzen Apps wie WhatsApp, Instagram oder Facebook Messenger, wie eine am Freitag veröffentlichte Befragung im Auftrag der Bundesnetzagentur zeigt. Dafür wurden Ende 2019, also vor der Corona-Krise, mehr als 2200 Menschen befragt.


Dax über 11.000 Punkte - Starke Wochenbilanz

FRANKFURT/MAIN: Der Dax hat am Freitag seine Verluste abgeschüttelt. Am frühen Nachmittag gewann das deutsche Leitbarometer 0,29 Prozent auf 11.098,00 Punkte. Vor dem Handelsstart in New York machten auch die US-Futures ihre Abschläge nahezu wett. Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte drehte am Freitag ebenfalls ins Plus mit zuletzt 0,48 Prozent auf 24.523,31 Zähler. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone ging es um 0,2 Prozent hoch. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,46 Prozent am Vortag auf minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 145,04 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,09 Prozent auf 173,19 Zähler zu. Der Euro gab nach, zeitweise rutschte die Gemeinschaftswährung unter 1,09 US-Dollar. Zuletzt kostete sie 1,0902 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag noch auf 1,1000 Dollar festgesetzt.

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