Nachrichten aus der Wirtschaft am Dienstag

Foto: epa/Ronald Wittek
Foto: epa/Ronald Wittek

Musterverfahren um Schadenersatz gegen VW-Holding beginnt

STUTTGART: Im Streit um mögliche Schadenersatzansprüche von Aktionären der VW-Dachgesellschaft Porsche SE (PSE) im Zusammenhang mit dem Dieselskandal beginnt am Mittwoch (10 Uhr) am Oberlandesgericht Stuttgart das lange erwartete Musterverfahren. Die Kläger sind der Ansicht, dass die in Stuttgart sitzende PSE sie zu spät über die finanziellen Folgen der Affäre informiert hat. Die Holding weist die Vorwürfe zurück.

Im Kern soll nun grundsätzlich juristisch geklärt werden, welche Seite recht hat - dabei geht es auch um die besondere Rolle der PSE. Diese ist zwar Hauptaktionärin von VW, hat aber selbst kein eigenes operatives Geschäft. Das Verfahren dürfte sich nach Gerichtsangaben bis mindestens in den Winter hinein ziehen.


US-Notenbank berät über weiteren Kurs der Geldpolitik

WASHINGTON: Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) berät angesichts einer boomenden Wirtschaft und steigender Inflation über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. Am Leitzins, der bereits in der extrem niedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent liegt, dürfte sich am Mittwoch (20.00 Uhr MESZ) nichts ändern. Analysten rechnen auch nicht mit größeren Entscheidungen der Notenbank in Bezug auf bestehende Hilfsprogramme zum Ankauf von Wertpapieren. Mit Spannung wird bei der turnusgemäßen Sitzung allerdings die Einschätzung der Wirtschaftslage und der gestiegenen Inflationsrate erwartet.

Die US-Wirtschaft, die größte Volkswirtschaft der Welt, soll Schätzungen zufolge in diesem Jahr um rund 7 Prozent wachsen. Das wäre nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) das stärkste Wachstum seit einer Generation. Die Arbeitslosenquote ist mit 5,9 Prozent aber immer noch deutlich höher als vor der Corona-Pandemie. Anfang 2020 lag die Quote bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Experten gehen daher davon aus, dass die Notenbank an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten dürfte, um Konjunktur und Arbeitsmarkt noch weiter zu unterstützen.

Wegen der zuletzt stark gestiegenen Inflationsrate in den USA haben sich jedoch auch Stimmen gemehrt, die die Notenbank zum Drosseln ihrer Unterstützung ermuntern. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise im Juni etwa um 5,4 Prozent. Das war die höchste Rate seit August 2008. Notenbankchef Jerome Powell betonte jedoch bislang, die Inflation sei ein vorübergehendes Phänomen infolge der Wiedereröffnung nach der Hochphase der Pandemie.


Dax weiter im Minus - China bereitet Sorgen

FRANKFURT/MAIN: Der Dax hat am Dienstag seine Abschläge vom Wochenauftakt ausgeweitet. Verluste am Aktienmarkt in China, wo eine zunehmende staatliche Regulierung den Investoren Sorgen bereitet, hinterließen auch hierzulande in den Kursen ihre Spuren. Der deutsche Leitindex stand am Nachmittag 0,52 Prozent niedriger als am Vortag bei 15.537,28 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte sank zuletzt um 0,28 Prozent auf 34.990,27 Punkte. Der Euro kostete 1,1812 US-Dollar. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,49 Prozent am Vortag auf minus 0,50 Prozent.


Intel gewinnt Amazon und Qualcomm als Kunden für Auftragsfertigung

SANTA CLARA: Intel hat zwei erste namhafte Kunden für seine Dienste als Auftragsfertiger präsentiert. Es sind Amazons Cloud-Sparte AWS und der Chipkonzern Qualcomm, dessen Technik in zahlreichen Smartphones steckt. Dabei will AWS bei Server-Prozessoren aus eigener Entwicklung Intels Technik zum Montieren von Elementen des Chipsystems nutzen. Qualcomm setzt auf die erste neue Transistor-Architektur von Intel seit mehr als einem Jahrzehnt, die 2024 einsatzbereit sein soll.


Verband: Deutlich mehr Glasfaser-Anschlüsse in Deutschland

BERLIN: Die Versorgung mit schnellem Glasfaser-Internet in Deutschland hat sich deutlich verbessert. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl verfügbarer Anschlüsse von 6,4 auf 8,3 Millionen, wie der Branchenverband Breko am Dienstag berichtete. Glasfaser habe damit einen Marktanteil von 17,7 Prozent erreicht, während schnelles Internet über Kabel und VDSL-Kupferleitungen weiterhin viel mehr verbreitet sei. Zum Jahr 2024 rechnet der Verband mit 26 Millionen verfügbaren Glasfaser-Anschlüssen. Davon dürften dann 10 Millionen von der Deutschen Telekom und 16 Millionen von ihren Wettbewerbern kommen, hieß es.


Urlaubsgeld nur für knappe Hälfte der Tarifbeschäftigten

WIESBADEN: Nur knapp die Hälfte der Tarifbeschäftigten in Deutschland (47 Prozent) kann in diesen Wochen mit einem Urlaubsgeld rechnen. Laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes fließen bei ihnen im Schnitt 1525 Euro in die Urlaubskasse. Das sind 0,6 Prozent oder 9 Euro mehr als im Vorjahr, wie das Amt am Dienstag berichtete. Mit 1570 Euro ist die durchschnittliche Zahlung im Westen wesentlich höher als im Osten, wo 1104 Euro gezahlt werden.


Versicherer: Schäden durch Flut von bis zu 5,5 Milliarden Euro

BERLIN: Die deutschen Versicherer rechnen infolge der Flutkatastrophe in Deutschland mit noch höheren Schäden als bisher. «Wir gehen jetzt von versicherten Schäden zwischen 4,5 Milliarden und 5,5 Milliarden Euro aus», sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, laut Mitteilung am Dienstag in Berlin. Vergangene Woche hatte der Verband eine Größenordnung von 4 bis 5 Milliarden Euro genannt, die aber nur Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen umfasste. In der neuen Schätzung sind nun auch Schäden aus anderen betroffenen Bundesländern enthalten, darunter Bayern und Sachsen.


DIHK: Anzeichen für Erholung auf dem Ausbildungsmarkt

BERLIN: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht deutliche Anzeichen dafür, dass der Abwärtstrend auf dem Ausbildungsmarkt gestoppt ist. Es zeichne sich eine Aufholjagd ab, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin zuversichtlich, dass sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Sommer weiter verbessert. Das geht aber nur Schritt für Schritt.» Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt sei nach wie vor eine Herausforderung, sagte Adrian. «Mit Stand Ende Juni liegen wir aber mit insgesamt rund 147.000 registrierten IHK-Ausbildungsverträgen im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistungen um 1,4 Prozent über dem Vorjahr.»


525-Millionen-Beihilfe für Ferienflieger Condor genehmigt

BRÜSSEL: Deutschland darf den Ferienflieger Condor mit einer staatlichen Beihilfe von 525,3 Millionen Euro unterstützen. Die Entscheidung der EU-Kommission vom Dienstag war nötig geworden, weil das Europäische Gericht im Juni eine frühere Genehmigung der Brüsseler Behörde über Beihilfen im Umfang von 550 Millionen kassiert hatte. Die EU-Kommission hatte ihre Zustimmung demnach nicht ausreichend begründet. Nun teilte die Behörde mit, sie habe das Urteil berücksichtigt und grünes Licht gegeben. Hilfen, die über den tatsächlich entstandenen Schaden hinausgehen, sollen inklusive Zinsen zurückgezahlt werden.


IWF: Industrieländer tragen starkes Wachstum der Weltwirtschaft

WASHINGTON: Die Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Krise setzt sich dank eines starken Wachstums in den Industrieländern fort und wird 2022 weiter an Fahrt gewinnen. Die globale Wirtschaft soll in diesem Jahr weiterhin um 6 Prozent wachsen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervorging. Für kommendes Jahr erwartet der IWF ein globales Wachstum von 4,9 Prozent, eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte gegenüber der vorigen Prognose vom April.


Vatikan: Prozess zu verlustreichem Immobiliendeal gestartet

ROM: Weil der Vatikan mit dem Kauf einer Luxusimmobilie in London einen Millionenverlust gemacht hat, sind seit Dienstag in der Vatikanstadt neun Männer und eine Frau vor Gericht. Erstmals sitzt auch ein Kardinal auf der Anklagebank. Die Beschuldigten müssen sich unter anderem wegen Veruntreuung, Geldwäsche und Betrug im Zusammenhang mit dem Immobiliendeal im Londoner Stadtteil Chelsea verantworten.

Ermittler kamen dem verlustreichen Geschäft im Sommer 2019 auf die Schliche. Das Istituto per le Opere di Religione(IOR), auch Vatikanbank genannt, wurde bei finanziellen Aktivitäten misstrauisch. Die Behörden ermittelten daraufhin. Die Akten in der Sache umfassen mehrere Hundert Seiten. Ein Aufreger ist zudem der Vorwurf, dass Geld aus dem Peterspfennig, der Kollekte für den Vatikan, für die Deals verwendet worden sein soll. Insgesamt soll ein dreistelliger Millionenbetrag für das Geschäft ausgegeben worden sein.

Gegen Kardinal Giovanni Angelo Becciu erhob die Justiz Anklage wegen Veruntreuung und Amtsmissbrauch. Der 73-Jährige bestritt die Vorwürfe: Er sei das Opfer einer ausgeheckten Machenschaft zu seinem Schaden, hieß es in einer Mitteilung Anfang Juli. Becciu hatte im Zuge des Skandals seine Ämter verloren. Zuvor war er unter anderem Substitut des mächtigen Staatssekretariats im Vatikan - eine zentrale Position in der Kurienverwaltung. In seine Zuständigkeit fielen auch finanzielle Angelegenheiten. Neben Becciu sitzen außerdem frühere Bedienstete vatikanischer Behörden sowie Finanzmanager und eine Sicherheitsberaterin auf der Anklagebank.


Stada vertreibt rezeptfreie Arzneien von Sanofi

FRANKFURT/MAIN: Der Pharmakonzern Stada verkauft künftig rund 50 Arzneimarken des französischen Branchenriesen Sanofi in Europa. Ab November werde Stada ein Portfolio rezeptfreier Medikamente von Sanofi in 20 Ländern vertreiben und vermarkten, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bad Vilbel mit. Darunter sind Skandinavien, die Niederlande, Irland, Bulgarien, das Baltikum und mehrere Balkanländer. Stada werde seine Präsenz dort nutzen, um die Mittel gegen Allergien, Schmerzen, Erkältungen, Verdauungsstörungen sowie Vitamine, Mineralien und Nahrungsergänzungsmittel zu verkaufen, hieß es. Finanzielle Angaben zu dem Deal wurden nicht gemacht.

Stada hatte erst Ende Juni in einem separaten Deal angekündigt, die Rechte an 16 rezeptfreien Markenprodukten von Sanofi in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Spanien zu erwerben. Der Deal soll rund 120 Millionen Euro schwer sein.

Viele Pharmakonzerne ziehen sich aus dem relativ stabilen, aber eher margenschwachen Geschäft mit rezeptfreien Arzneien zurück und konzentrieren sich auf die Forschung an innovativen Therapien, die bei Erfolg hohe Gewinne versprechen. Sanofi etwa will sich verstärkt auf Krebstherapien, Immunkrankheiten und Impfstoffe ausrichten. Stada indes baut seine Position bei rezeptfreien Medikamenten aus und zählt nach eigenen Angaben dort zu den fünf größten Anbietern in Europa.

Seit der Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven 2017 hat Stada mehr eine Milliarde Euro für Übernahmen ausgegeben. Der Umsatz war auch dank der Zukäufe 2020 kräftig gestiegen, der Gewinn unter dem Strich aber wegen hoher Einmaleffekte und Rückstellungen eingebrochen. Stada setzt neben rezeptfreien Markenartikeln auf Nachahmer-Medikamente und Spezial-Pharmazeutika.


Explosion in Chemiebetrieb - Polizei: Mehrere Verletzte

LEVERKUSEN: Bei der Explosion in einem Chemieunternehmen in Leverkusen sind am Dienstag mehrere Menschen verletzt worden.

Das teilte die Kölner Polizei am Vormittag auf Twitter mit. Die Situation vor Ort sei derzeit noch unübersichtlich. «Wir sind mit vielen Polizeikräften vor Ort und klären die Situation.» Zugleich bat die Polizei, den Bereich großräumig zu meiden und die Straßen für Einsatzkräfte frei zu halten. Zuvor waren bereits die Autobahnen in unmittelbarer Nähe am viel befahrenden Kölner Ring voll gesperrt worden.


Sagrotan-Hersteller Reckitt Benckiser rutscht in die Verlustzone

LONDON: Der geplante Verkauf des chinesischen Babynahrungsgeschäft hat den britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser im ersten Halbjahr tief in die Verlustzone rutschen lassen. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von rund 1,7 Milliarden britischen Pfund (fast 2 Mrd Euro), nach einem Gewinn von gut 1 Milliarde Pfund ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. So hatte das Unternehmen bei der Ankündigung des Verkaufs von IFCN China Anfang Juni eine Sonderbelastung von rund 2,4 Milliarden Pfund angekündigt, vor allem wegen Abschreibungen auf den Firmenwert und immaterielle Anlagegüter. Die Aktien sackten am Dienstag im frühen Handel um fast zehn Prozent ab.

Operativ belasteten negative Währungseffekte und die zunehmend steigenden Rohstoffkosten das Ergebnis. So sank das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis um fast 12 Prozent auf 1,4 Milliarden Pfund, währungsbereinigt lag das Minus bei 5 Prozent. Die Umsätze sanken um 2,7 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Pfund. Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe verzeichnete der Sagrotan-Hersteller hingegen ein Plus von 3,7 Prozent. Dabei flaute das Wachstum im zweiten Quartal im Vergleich zum Jahresauftakt ab. In den operativen Zahlen ist IFCN China nicht enthalten.

Für das laufende Jahr geht Reckitt Benckiser von weiter steigenden Rohstoffkosten aus. Es werde Zeit brauchen, die Belastungen durch eine höhere Produktivität sowie Preissteigerungen aufzufangen, hieß es. Das dritte Quartal werde sich im Vergleich zum Vorjahr abschwächen, auch wegen einer hohen Vergleichsbasis. So hatte Reckitt Benckiser im vergangenen Jahr von einer hohen Nachfrage nach Hygieneprodukten im Zuge der Corona-Pandemie profitiert.


BASF-Mehrheitsbeteiligung Wintershall Dea verdient deutlich mehr

KASSEL: Die BASF-Mehrheitsbeteiligung Wintershall Dea hat im zweiten Quartal dank kräftig gestiegener Öl- und Gaspreise operativ deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Zudem profitierte der Öl- und Gaskonzern von höheren Produktionsmengen und niedrigeren Investitionen. Im zweiten Quartal legte der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Explorationskosten (Ebitdax) auf 636 Millionen Euro zu. Das waren zwar 140 Prozent mehr als im Vorjahr, allerdings hatte die Corona-Pandemie mit den starken Einschränkungen im täglichen Leben das Unternehmen da besonders stark getroffen.

Unter dem Strich stand Gewinn von 52 Millionen Euro nach einem Verlust von 703 Millionen Euro im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte wies das Unternehmen einen Überschuss von 168 (Vorjahr: 87) Millionen Euro aus.

Der Umsatz betrug 1,5 Milliarden Euro nach 685 Millionen Euro im von der Corona-Krise geprägten Vorjahresquartal. Aufgrund der deutlich besseren Finanzlage schütteten die Kasseler für das zweite Quartal 100 Millionen Euro an die Gesellschafter BASF und Letter One aus. Letter One ist eine Beteiligungsgesellschaft, in der der russische Oligarch Michail Fridman seine Dea-Anteile gebündelt hat. Im ersten Quartal war bereits eine Zahlung von 500 Millionen Euro an die Anteilseigner gegangen.


Ifo: Industrie erwartet steigende Exporte - Stimmung etwas schlechter

MÜNCHEN: Ungeachtet der andauernden Corona-Krise und des Chipmangels gehen die meisten Branchen der deutschen Industrie von weiter steigenden Exporten in den nächsten Monaten aus. Zwar hat sich laut Münchner Ifo-Institut die Stimmung unter den ausführenden Unternehmen im Juli etwas verschlechtert, doch insgesamt laufe die Exportwirtschaft nach wie vor sehr gut. Der Ifo-Index der Exporterwartungen sank von 25 auf 24,5 Punkte, einen nach wie vor hohen Wert. Vor einem Jahr war der Index noch im Minus gewesen.

Laut Ifo erwarten nahezu alle Branchen einen Anstieg der Exporte, insbesondere Elektroindustrie, Maschinenbau und Nahrungsmittelindustrie. Die Autoindustrie rechnet demnach mit moderaten Zuwächsen.


Eurokurs legt etwas zu

FRANKFURT/MAIN: Der Euro hat am Dienstag nach anfänglichen Verlusten etwas zugelegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1815 US-Dollar. Am Morgen war sie noch unter 1,18 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1810 (Montag: 1,1787) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8467 (0,8484) Euro.

Insgesamt hielten sich die Kursausschläge in Grenzen. Am Nachmittag wurde der Dollar durch eher schwache Daten aus der US-Industrie etwas belastet. So blieben die Aufträge für langlebige Güter im Juni hinter den Erwartungen zurück. Ein besser als erwartet ausgefallenes Verbrauchervertrauen im Juli stützte den Dollar nicht.

Zunächst war der Euro durch die trübe Stimmung an den Aktienmärkten belastet worden. Die Märkte sorgen sich um die Entwicklung in China. Hier befürchten Investoren eine zunehmende staatliche Regulierung. Nach der Technologiebranche hatte sich die Führung am Wochenende private Bildungseinrichtungen vorgenommen und damit Anlegern das Risiko einer Kapitalanlage im Land vor Augen geführt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85503 (0,85468) britische Pfund, 129,98 (130,05) japanische Yen und 1,0806 (1,0826) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1801 Dollar gehandelt. Das waren gut vier Dollar mehr als am Vortag.


Eurokurs weiter bei 1,18 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag stabil gezeigt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung wie am Vorabend zu 1,18 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1787 Dollar festgesetzt.

An den Finanzmärkten halten sich die Anleger nach jüngsten starken Kursverlusten an den Börsen in China weiter mit Käufen zurück und setzen auf Anlagen, die als vergleichsweise sicher gelten. So konnte der japanische Yen am Morgen erneut zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen.

Am Nachmittag könnten Konjunkturdaten aus den USA für Impulse am Devisenmarkt sorgen. Dabei dürften vor allem Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter, zum Beispiel Möbel, im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Zudem richten sich die Blicke bereits auf wichtige geldpolitische Beschlüsse der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Trotz einer vergleichsweise hohen Inflation in den USA gehen Experten davon aus, dass die amerikanischen Währungshüter noch keine geldpolitische Trendwende vollziehen werden.


Tesla-Rekordgewinn: Erstmals über eine Milliarde Dollar im Quartal

PALO ALTO: Der US-Elektroautobauer Tesla hat erstmals mehr als eine Milliarde Dollar in einem Vierteljahr verdient. Das Unternehmen von Elon Musk verzehnfachte den Überschuss im zweiten Quartal im Jahresvergleich auf 1,1 Milliarden Dollar (rund 900 Mio Euro). Dabei trug der Handel mit Abgaszertifikaten, der traditionell die Bilanz aufbessert, weniger zu dem Rekordgewinn bei als sonst. Den Ausschlag gab vielmehr, dass Tesla mehr als doppelt so viele Autos auslieferte wie ein Jahr zuvor. Tesla betonte, der Bau des ersten Werks in Europa in Grünheide bei Berlin liege im Plan.

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