Nachrichten aus der Wirtschaft

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USA und China verkünden Teil-Einigung im Handelsstreit mit China

WASHINGTON/PEKING (dpa) - Die USA und China haben sich auf Details eines Teil-Handelsabkommens verständigt und damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abgewendet. Das schrieb US-Präsident Donald Trump am Freitag auf Twitter - rund zwei Monate, nachdem er erstmals von einer grundsätzlichen Einigung auf ein Teilabkommen mit Peking gesprochen hatte. Teil der Einigung ist demnach die Aussetzung einer neuen Runde von US-Strafzöllen auf chinesische Waren, die am Wochenende hätte in Kraft treten sollen. Auch die chinesische Regierung gab die Einigung am Freitag in Peking bekannt. Die USA hätten sich auch verpflichtet, bereits verhängte Zölle teilweise zurückzunehmen, sagte Chinas Vize-Handelsminister Wang Shouwen.


FRANKFURT/MAIN (dpa) - Der Deutsche Mieterbund rechnet auch nach Jahren des Immobilienbooms mit weiter steigenden Mieten. «Ich sehe noch keine Trendwende», sagte Präsident Lukas Siebenkotten. 2020 könnten die ortsüblichen Vergleichsmieten in Deutschland im Schnitt um 2,5 bis 3,5 Prozent zulegen: «Es mag eine Verlangsamung geben in manchen Städten, aber solange es Menschen gibt, die die steigenden Mieten bezahlen, geht es weiter nach oben.» Der Mieterbund-Präsident fordert von der Politik mehr Eingriffe - ähnlich wie in Berlin, wo ein Mietendeckel beschlossen wurde. «Hilfreich wäre es, wenn der Bund den Anstieg der Mieten über fünf Jahre gesetzlich auf die Inflationsrate begrenzen würde.» Begleitend müsse der Neubau angekurbelt werden, gerade bei Sozialwohnungen.


Fahrplanwechsel bringt Änderungen für Bahnkunden

BERLIN (dpa) - Zum Fahrplanwechsel an diesem Sonntag fällt für Bahnkunden im Fernverkehr die übliche Fahrpreiserhöhung in diesem Jahr aus. Schon zum Neujahrstag könnten Fahrkarten sogar zehn Prozent billiger werden - sofern Bundestag und Bundesrat vor Weihnachten die Mehrwertsteuer senken. «Wir halten Wort», sicherte ein Bahnsprecher zu. Im Nahverkehr jedoch steigen die Fahrpreise an diesem Sonntag durchschnittlich um 1,7 Prozent, Verbundtarife erhöhen sich teils noch stärker. Der neue Fahrplan bringt für Kunden auf einer Reihe von Strecken mehr Sitzplätze oder dichtere Fahrtakte, auch eine neue Intercity-Strecke ist im Angebot. Baustellen führen im neuen Fahrplan aber auch zu Einschränkungen für Reisende. Bahnkunden hatten im November mit zahlreichen Verspätungen zu kämpfen. Nur 72,2 Prozent der Fernzüge kamen pünktlich.


Ladenetz für E-Autos - Scheuer will Ausbau beschleunigen

BERLIN (dpa) - Vor einem Treffen mit Vertretern von Energieverbänden hat Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Notwendigkeit für einen zügigen Ausbau des Ladenetzes für E-Autos betont. «Wir müssen einen Weg finden, wie wir schneller zu diesen Ladesäulen kommen», sagte Scheuer am Freitag in Berlin. Dazu brauche es etwa kürzere Genehmigungszeiten. Die Förderprogramme habe die Bundesregierung auf den Weg gebracht, nun müsse die Umsetzung gelingen. Bis 2030 sollen eine Million Ladepunkte für zehn Millionen E-Fahrzeuge installiert sein. Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es 2020 einen deutlichen «Modernisierungs- und Beschleunigungsschub», sagte der Verkehrsminister.


Experte: Bei Schweinepest-Ausbreitung kaum Auswirkungen auf Preise

BERLIN/DAMME (dpa) - Nach der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Polen sehen Experten eine wachsende Gefahr, dass die Tierseuche auch nach Deutschland kommt. In China hat die dort grassierende Krankheit die Fleischpreise deutlich in die Höhe getrieben und damit die Lebenshaltungskosten insgesamt. Das ist nach Expertensicht für Deutschland nach jetzigem Stand nicht wahrscheinlich. Auf die Verbraucherpreise dürfte sich ein Ausbruch der Schweinepest hierzulande eher wenig auswirken, schätzt Tim Koch von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI). Wegen der hohen Hygienestandards und Sicherheitsauflagen in deutschen Schweineställen sei ein Übergreifen der für Menschen ungefährlichen Krankheit auf Hausschweine eher unwahrscheinlich.


Gebäckhersteller kämpfen mit US-Zöllen - stabiles Weihnachtsgeschäft

HANNOVER/AACHEN (dpa) - Die US-Strafzölle auf Lebensmittel aus Europa treffen auch die deutschen Gebäck- und Süßwarenhersteller. Ob Verbraucher am Ende mehr bezahlen müssen, ist aber noch unklar. Das wichtige Weihnachtsgeschäft sei nach der Einführung der Abgaben Ende Oktober insgesamt noch relativ gut gelaufen, heißt es aus der Branche. Anbieter wie Bahlsen oder Lambertz rechnen jedoch mit erheblichen Auswirkungen im neuen Jahr - auch wenn sie die Folgen höherer Importpreise in den USA bisher nicht genau beziffern können.


Paketbranche will ihre Zustell-Prognosen verbessern

BONN (dpa) - Deutschlands Paket-Branche will mit einer besseren Datenauswertung ihre Zustell-Prognosen verbessern. Derzeit sind die Zeitfenster noch relativ großzügig angelegt - dementsprechend lang ist die Wartezeit für Endkunden, die zu Hause auf ein dringendes Paket warten. Je nach Paketdienstleister liegt das Zeitfenster bei einer bis 12 Stunden. Alle Marktteilnehmer - ob Deutsche Post DHL, Hermes oder DPD - arbeiten an Verbesserungen. So will der Marktführer DHL nächstes Jahr sein Zeitfenster von aktuell zwei bis vier Stunden auf 60 bis 90 Minuten senken. Die Konkurrenten DPD und UPS sind schon weiter.


Agrarchemie-Firmen wollen in Europa langfristig Glyphosat verkaufen

BRÜSSEL/BERLIN (dpa) - Bayer und andere Glyphosat-Hersteller haben ein Zulassungsverfahren gestartet, um das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel auch nach 2023 in der EU zu verkaufen. Ein entsprechender Antrag sei bereits am Donnerstag bei der EU-Kommission und anderen EU-Institutionen eingereicht worden, heißt es auf der Webseite einer Firmengruppe, die sich für das Produkt starkmacht - die «Glyphosate Renewal Group». Zu ihr gehören neben dem Leverkusener Agrarchemiekonzern unter anderem Syngenta aus der Schweiz, Albaugh aus den USA und Nufarm aus Australien. Das Bundeskabinett hatte erst im September ein Agrarpaket auf den Weg gebracht, das ein Verbot von Glyphosat bis Ende 2023 vorsieht.


Dax mit Gewinnen dank Aussicht auf Zolldeal und Johnson-Wahlsieg

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Positive Nachrichten zum Zollstreit zwischen den USA und China sowie der Wahlausgang in Großbritannien haben die deutsche Börse zum Wochenschluss angetrieben. Der Dax gewann zuletzt 1,03 Prozent auf 13.357,31 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg er um 1,37 Prozent auf 27.889,57 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx rückte um 1,1 Prozent vor auf sein höchstes Niveau seit Mai 2015. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,33 Prozent am Donnerstag auf minus 0,26 Prozent. Der Euro stieg in der Spitze bis an die Marke von 1,12 US-Dollar. Zuletzt wurde dann mit 1,1169 Dollar wieder etwas weniger für ihn bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1137 Dollar festgesetzt.

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Hermann Hunn 19.12.19 23:59
Wie dumm darf man sein?
Herr Bütler, ich überlasse es Ihrer allseits geschätzten Kompetenz, dem Verkäufer von Syngenta (Verwaltungsrat/Geschäftsleitung/Kader) jedwelche Schulnoten betreffend Dummheit zu attestieren. Unter dem Aspekt „Verantwortung" war der Verkauf an Chem-China wohl keine Heldentat, mussten Sie doch während Ihrer beruflichen Laufbahn gegen den Wahnsinn in China ankämpfen und „Synthesen von Syngenta in die Schweiz zurückholen". Ganze Landstriche entgingen so einer möglichen mortalen Vergiftungsgefahr. Eigentlich müssten die Erdenbewohner ihnen für diesen selbstlosen Einsatz die Füsse waschen und einen oder gar mehrere goldenen Orden/Pokale verleihen. Betrachtet man den Verkauf von Syngenta jedoch unter dem finanziellen Blickwinkel, kann ich ihnen nur beipflichten: Goldgier pur. Dass Sie diesen Verkauf mit den Worten „nur eine Pestizidfirma" (!) verniedlichen, ist irritierend. Damals wurden 43 Milliarden US$ bezahlt. Mit dieser Summe reiht sich dieser Deal praktisch unter die „Top 10" der vergangenen 3 Jahre ein, zumal ausnahmsweise „in Cash" bezahlt wurde. Als Vergleich: mit dieser Summe könnte man heute die 400 auf Halde liegenden Boeing 737max-8 locker zum Katalogpreis aufkaufen.
Hermann Hunn 18.12.19 16:02
Der Lötzinn der Baseler Gift-Bruderschaft ...
... ist vielfältig. In meinem Posting steht nicht, dass Syngenta für das im Trinkwasser vorgefundene Ethyldimethylcarbamat verantwortlich zeichnet, vielmehr hat dieser Vorfall generell die Angst vor Entschädigungsprozessen geschürt und der zu erwartende Geldsegen liess dem Bluts-Bruder den Speichel aus dem Mund fliessen. Korrekt ist, dass das im Trinkwasser gefundene Gift aus einem Produktionsverfahren der Firma Bayer stammt. Die Baseler Polit-Clique äussert sich lapidar, dass gutes Trinkwasser eine Fiktion sei. Der „Gift-Zinn", der den anderen Blutsbruder im Verbund zusammen hält, heisst Paraquat oder Gramoxone. Vietnam hat dieses Gift ab 2019 (?) verboten und China will ab 2020 ebenfalls ein komplettes Verbot erlassen. Auf der Website von Syngenta Global findet man heute noch Gramoxone, Touchdown und Reglone (Wirkstoffe: Diquat/Paraquat?) auf der Produkteliste, mitsamt den Ländern (u.a. Thailand!), in denen dieser Stoff „legal (!)" gehandelt wird. Die Frage sei erlaubt, wieso man den einen Blutsbruder als Verantwortlichen für die Trinkwassermisere beschuldigt und den anderen Blutsbruder von aller Schuld weisswaschen will und wie erklärt sich der Spruch „hat absolut nichts mit Syngenta zu tun ... nach China verkauft"? Gilt das auch für die Gifte im Mae Takhrai Nationalpark? Da liest man hier im Farang von allen erdenklichen Gift-(wünschen?), die dort gut versteckt sind, und es darf wohl vermutet werden, dass das Zeugs (welch glücklicher Zufall!) allein von Chem-China stammt?
Hermann Hunn 15.12.19 12:18
Agrarchemiefirma oder „vom Regen in die Traufe"
Wie wahr, der Tanz um das Goldene Kalb. (Gift)Blutsbrüder bis, dass der Tod sie scheidet! Aus Angst unter anderem vor Entschädigungsprozessen, hervorgerufen durch Ethyldimethylcarbamat im Baseler Trinkwasser welches bei der Produktion von Pestiziden anfällt, hat einer der „Giftbrüder" schnell "seine Firma" den Chinesen verkauft. Das eigene Trinkwasserproblem löst man allenfalls durch Wohnsitzwechsel. Vom Regen in die Traufe oder dumm gelaufen, wenn in den ausgewählten Staaten die Anwendung von Giftstoffen äusserst lasch gehandhabt wird. Als Ersatzausrede und wider besseres Wissen zieht man die „Notbremse" und unterstellt Krebsopfer den angeblich dafür Verantwortlichen, welche „präzisere Methoden austüfteln um den Tabak besser unter das Volk zu bringen".