Macron kündigt Milliarden für Afrika an

​Frankreich setzt auf Investitionen statt Entwicklungshilfe

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron trifft Kenias Präsidenten William Ruto beim Africa Forward Summit in Nairobi. Foto: EPA/Daniel Irungu
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron trifft Kenias Präsidenten William Ruto beim Africa Forward Summit in Nairobi. Foto: EPA/Daniel Irungu

NAIROBI: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron wirbt in Kenia für mehr Investitionen auf dem afrikanischen Kontinent. Am Ende des ersten von zwei Gipfeltagen hat er gute Nachrichten.

Der französische Präsident Emmanuel Macron beim Gipfeltreffen «Africa Forward» Investitionen in Höhe von 23 Milliarden Euro auf dem Kontinent angekündigt. 14 Milliarden Euro kommen von französischen Geldgebern, 9 Milliarden Euro von Investoren aus Afrika, wie Macron in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sagte.

Die Investitionen könnten mehr als 250.000 direkte Arbeitsplätze in Frankreich und Afrika schaffen, so Macron. Er dankte den vor Ort vertretenen Unternehmen und lobte die «sehr konkreten» Ergebnisse.

Das Geld soll laut französischen Medienberichten, die sich auf den Élysée-Palast beriefen, vor allem in die Energiewende, die Digitalisierung und die Landwirtschaft fließen. Den Angaben nach sollen sich private sowie öffentliche Akteure aus Frankreich beteiligen.

Beim «Africa Forward Summit» wurden 30 Staats- und Regierungschefs sowie UN-Generalsekretär António Guterres erwartet. Vor Ort waren etwa Nigerias Präsident Bola Ahmed Tinubu, Senegals Staatsoberhaupt Bassirou Diomaye Faye, Junta-Chef Brice Oligui Nguema aus Gabun und Aziz Akhannouch, Regierungschef des Königreichs Marokko.

Die Veranstaltung hat zum Ziel, ein neues Partnerschaftsmodell zwischen Afrika und Frankreich zu entwickeln und wirbt für mehr Investitionen statt klassischer Entwicklungshilfe. Im Mittelpunkt stehen Direktinvestitionen, Beteiligungen, Kredite, Bürgschaften und Zuschüsse für Projekte. Der Gipfel soll zudem den von Macron angekündigten Paradigmenwechsel in Frankreichs Afrikapolitik symbolisieren, weg von kolonial geprägten Beziehungen hin zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe.

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