Lichtblick am trüben Corona-Himmel

Inländische Touristen wollen Phuket in der „Nach-Corona-Ära“ besuchen

Nicht nur bei ausländischen Touristen, auch bei thailändischen Reisenden ist der Aussichtspunkt auf Phukets Phromthep Cape beliebt. Foto: day2505 / Adobe Stock
Nicht nur bei ausländischen Touristen, auch bei thailändischen Reisenden ist der Aussichtspunkt auf Phukets Phromthep Cape beliebt. Foto: day2505 / Adobe Stock

PHUKET: Das Lokalbüro der thailändischen Tourismusbehörde (TAT) in Phuket wagt einen Blick in die Zukunft. Um in Erfahrung zu bringen, ob „die Perle der Andamanensee“ im Zuge der Corona-Krise bei inländischen Touristen an Beliebtheit eingebüßt hat, befragten die Tourismusexperten 606 Thailänderinnen und Thailänder zu ihren Urlaubsplänen in der „Nach-Corona-Ära“. Im Fokus stand natürlich die Frage, ob sie nach der Aufhebung der Covid-19-Beschränkungen eine Reise nach Phuket geplant hätten.

Sich ausgiebig durch Phukets lokale Küche zu schlemmen, ist bei thailändischen Besuchern einfach ein Muss.  Foto: PR Image Factory / Adobe Stock
Sich ausgiebig durch Phukets lokale Küche zu schlemmen, ist bei thailändischen Besuchern einfach ein Muss. Foto: PR Image Factory / Adobe Stock

Das Ergebnis lässt die von der Pandemie schwer getroffene Touristeninsel optimistisch dem Ende der Corona-Krise entgegenblicken. Mit 90,8 Prozent antwortete die Mehrheit der Befragten, dass sie vorhätten, Phuket zu besuchen.

Beliebtes Reiseziel für Familien

Etwa die Hälfte der Umfrage­teilnehmer gab an, dass sie einen Familienurlaub auf Thailands größter Insel in Betracht ziehen würden, weitere 20 Prozent sagten, dass sie Phuket zusammen mit Freunden oder als Pärchen besuchen möchten.

Strände und Kultur entdecken

Eine Fahrt mit einem der unzähligen Tuk-Tuks durch die Altstadt von Phuket Town ist bequem und beliebt bei Selfie-Fans. Foto: boophuket / Adobe Stock
Eine Fahrt mit einem der unzähligen Tuk-Tuks durch die Altstadt von Phuket Town ist bequem und beliebt bei Selfie-Fans. Foto: boophuket / Adobe Stock

Die TAT fragte die Phuket-Besucher in spe auch nach ihren persönlichen Top-Fünf-Sehenswürdigkeiten, die sie bei einem Aufenthalt unbedingt besuchen möchten: 84,4 Prozent nannten Strände und Inseln, 66,5 Prozent die Altstadt von Phuket-Town, 60,3 Prozent Touristenattraktionen wie das Phromthep Cape und den Karon Viewpoint, 42,7 Prozent buddhistische Tempel wie das Wat Chalong und 13,7 Prozent Touristenshows wie Phuket Fantasea und Siam Niramit.

Durch die lokale Küche schlemmen

An lokalen Delikatessen unbedingt probieren möchten die befragten thailändischen Touristen Dim Sum (84,8 Prozent); Nam Phrik Kung Siap, auf Deutsch geräucherte Garnelenpaste mit Chili-Dip (56,5 Prozent); Kaeng Pu Bai Chaphlu, auf Deutsch Betelblätter und Krebse in Kokosnuss-Curry (52,6 Prozent); Khanom Chin bzw. Reisnudeln, die auf Phuket besonders gut munden sollen (44,4 Prozent) und Mu Hong, auf Deutsch geschmorter Schweinebauch (41,1 Prozent).

Die im sino-portugiesischen Stil erbaute Altstadt von Phuket Town begeistert auch immer mehr Thai-Traveller. Foto: fototrips / Adobe Stock
Die im sino-portugiesischen Stil erbaute Altstadt von Phuket Town begeistert auch immer mehr Thai-Traveller. Foto: fototrips / Adobe Stock

Im Rahmen der Notstandsgesetzgebung wurden auf Phuket zusätzlich zu den landesweiten Beschränkungen, wie beispielsweise der nächtlichen Ausgangssperre, weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen, nachdem die Insel als Hochrisikogebiet eingestuft wurde. So wurden Bereiche der Insel mit hohem Infektionspotential wie Patongs Nightlife- und Entertainment-Spots vorübergehend geschlossen, bevor die gesamte Inselprovinz einen Monat lang komplett von der Außenwelt abgeriegelt wurde.

Lockerung der Beschränkungen

Während auf Anordnung der Provinzregierung zwischenzeitlich die Beschränkungen für bestimmte Geschäftsbereiche und Aktivitäten unter Beachtung strenger Sicherheits- und Hygieneregeln gelockert wurden, bleibt Phukets internationaler Flughafen noch bis zum 31. Mai geschlossen.

Weitere Informationen des TAT-Büros auf Phuket können hier aufgerufen werden, tagesaktuelle Neuigkeiten zur Corona-Situation auf dem Eiland auf Facebook

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Wolfgang Traugott 24.05.20 13:54
Besser als nichts
Die TAT hat ja irgndwo die Aufgabe, Optimismus und positive Vibes zu verbreiten, auch wenn das manchmal etwas weltfremd wirkt. Ich lebe auf Phuket und der Insel täte etwas Tourismus natürlich ohne Zweifel gut. Es ist ja schön mal nicht im Stau zu stehen, aber so menschenleer und öde wie jetzt ist es auch nicht das Wahre. Die Thais werden nicht die Summen ausgeben, wie die Farangs, aber zumindest werden wieder Arbeitskräfte gebraucht. Die Armmut, die man hier sieht, tut weh, auch wenn jeder versucht zu helfen, gehen halt schön langsam die Lebensmittelspenden zu Ende. Die, die gblieben sind, sind halt meistens nicht die ganz Reichen. Und gleiches gilt auch anderswo. Fast jeder im Land braucht einen Tapetenwechsel, und den wird es wohl nur irgendwo anders in Thailand geben. Ich will ja auch irgendwohin auf Urlaub!
Thomas 24.05.20 13:50
Puket, nein Danke
War da noch nie, und wird auch nicht passieren, wie auch keine der bekannten Inseln. Zusatzkosten Fähre und eben bei 2. Welle evtl. Abschottung. Zudem sind da einige ruhigere Strände wo auch Menschen zumindest etwas Einkommen haben wollen. Und dieses Jahr noch ? Pustekuchen. Plastikwanne 500 ltr aufstellen, füllen und gut ist es. Keine Fahrtkosten, Unterbringung und so weiter. Sonst reicht einmal die Woche ein (vielleicht wieder) geöffneter Pool oder eben ein Wildbach. Das hat doch jahrzehntelang auch gereicht.
Thomas Thoenes 24.05.20 11:57
Na siehste, geht doch.
Wenn von den Befragten 606 Menschen rund 90% nach Phuket reisen klingelt die Kasse. Da können die Einwohner von Phuket ja schon mal einen neues Auto ordern. So wäre das mit der Autoindustrie auch schon geklärt.
Norbert Schettler 24.05.20 09:37
Über die TAT
kann man ja sagen was man will, die Blicke in die Zukunft sind immer wieder interessant.