GAZA: Im Gaza-Krieg sollen im Rahmen einer von den USA vorangetriebenen Vereinbarung derzeit die Waffen schweigen. Vereinzelt gibt es aber weiter Tote. Nun sollen zwei Kinder Opfer geworden sein.
Seit sieben Wochen herrscht eine fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Islamistenorganisation Hamas - nun hat es erneut zwei tödliche Zwischenfälle im Süden des Gazastreifens gegeben. Israels Armee habe bei einem Drohnenangriff in dem Ort Bani Suheila zwei Kinder getötet, hieß es aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen. Krankenhausangaben zufolge sollen die beiden Brüder acht und elf Jahre alt gewesen sein.
Israels Armee teilte mit, sie habe «zwei Verdächtige» in einem von ihr kontrolliertem Gebiet aus der Luft angegriffen und getötet, die «vor Ort verdächtige Aktivitäten» ausgeführt und sich israelischen Soldaten genähert hätten. Die beiden seien für die Einsatzkräfte eine unmittelbare Bedrohung gewesen, hieß es weiter. Ob es sich bei den Getöteten um Kinder handelte, sagte die Armee nicht.
Israels Armee: ein Toter bei weiterem Vorfall
Das israelische Militär meldete zudem einen weiteren Vorfall, bei dem am Morgen eine Person ebenfalls die «gelbe Linie» betreten und sich dort Soldaten genähert haben soll. Hinter diese Linie hat sich die israelische Armee als Teil der vereinbarten Waffenruhe zurückgezogen. «Nach der Identifizierung schalteten die Soldaten den Terroristen aus, um die Bedrohung zu beseitigen», teilte die Armee mit. Von palästinensischer Seite gab es zu diesem Vorfall zunächst keine Angaben.
Seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober gibt es immer wieder Tote im Gazastreifen. Seitdem sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 350 Palästinenser ums Leben gekommen.
Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.