Vier Palästinenser nach Angriff auf Soldaten in Gaza getötet

Palästinenser begutachten die Schäden nach einem israelischen Luftangriff auf ein Zeltlager für Vertriebene in Khan Younis. Foto: epa/Haitham Imad
Palästinenser begutachten die Schäden nach einem israelischen Luftangriff auf ein Zeltlager für Vertriebene in Khan Younis. Foto: epa/Haitham Imad

GAZA: Laut israelischen Medien haben sich in Rafah Dutzende bewaffnete Hamas-Mitglieder in Tunneln verschanzt. Auch deshalb gibt es immer wieder gewaltsame Vorfälle im Gazastreifen.

Weil Bewaffnete im Gazastreifen Schüsse auf israelische Soldaten gefeuert haben sollen, hat Israels Armee eigenen Angaben zufolge alle vier Angreifer getötet. Die Palästinenser seien zuvor aus einem Tunnel in Rafah im Süden des Gebiets gekommen, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Israelische Einsatzkräfte seien bei dem Vorfall nicht verletzt worden.

Im Gaza-Krieg gilt eigentlich seit dem 10. Oktober eine Waffenruhe. Israels Armee sprach von einem «eklatanten Verstoß» gegen die Vereinbarung. Von palästinensischer Seite gab es zunächst keine Angaben zu dem Vorfall.

Israels Armee will nach weiteren Bewaffneten in Tunneln suchen

Laut israelischen Medienberichten haben sich in der Gegend Dutzende bewaffnete Hamas-Mitglieder in Tunneln verschanzt. Verhandlungen über ihre Forderung nach freiem Geleit in Gebiete, die nicht von Israels Militär kontrolliert werden, blieben demnach bislang erfolglos. Israels Armee meldete in den vergangenen Monaten bereits die Tötung und Festnahme etlicher Bewaffneter aus Tunneln in Rafah.

Israels Armee teilte nun weiter mit: «Soldaten setzen ihren Einsatz in dem Gebiet fort, um alle Terroristen innerhalb der unterirdischen Tunnelroute aufzuspüren und auszuschalten.»

Immer wieder gibt es trotz der geltenden Waffenruhe teils tödliche Angriffe im Gazastreifen, beide Seiten werfen sich Verstöße gegen das Abkommen vor.

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