GAZA: Der Gazastreifen ist strikt abgeriegelt. Vor allem Kranke und Verletzte hoffen auf eine Ausreise über Rafah. Für sie könnte es nun einen Ausweg geben.
Der seit fast einem Jahr geschlossene Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen soll am Sonntag wieder begrenzt für den Personenverkehr öffnen. Damit könnten nach langer Wartezeit wieder Palästinenser über Rafah aus dem Kriegsgebiet aus- und unter bestimmten Bedingungen auch einreisen.
Israels zuständige Cogat-Behörde sowie die Armee hatten den Schritt am Freitag angekündigt. Hilfslieferungen sollen aber unverändert über andere Grenzübergänge nach Gaza kommen.
Rafah gilt als wichtigstes Tor des Gazastreifens zur Welt außerhalb des strikt abgeriegelten Küstengebiets. Er ist der einzige Grenzübergang, der nicht nach Israel führt. Israels Militär kontrolliert derzeit aber auch die palästinensische Seite des Übergangs. Die Armee hatte während der Offensive im Gazastreifen im Mai 2024 auf palästinensischer Seite die Kontrolle übernommen.
Wie viele Menschen künftig jeden Tag in das Gebiet einreisen beziehungsweise es verlassen können, ist unklar.
Rund 20.000 kranke Palästinenser warten nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen derzeit auf eine Ausreise zur Behandlung nach Ägypten. Darunter seien 440 akute Notfälle, bei denen es um das Überleben gehe. Zudem stünden rund 4.000 Krebspatienten sowie 4.500 Kinder auf einer Dringlichkeitsliste.
Mit Öffnung des Grenzübergangs Rafah ist die erste Phase des Nahost-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump abgeschlossen.