Hotels senken Preise wegen Flaute

​Tourismus schwächelt: Weniger Gäste aus China und Asien erwartet

Thailands Hotels kämpfen 2025 mit Preisdruck und sinkender Auslastung – weniger Gäste, mehr Zimmerkapazität. Foto: jly un/Unsplash
Thailands Hotels kämpfen 2025 mit Preisdruck und sinkender Auslastung – weniger Gäste, mehr Zimmerkapazität. Foto: jly un/Unsplash

BANGKOK: Die thailändische Hotelbranche steht in diesem Jahr unter wachsendem Preisdruck, nachdem die Zimmerpreise in den vergangenen vier Jahren nahezu verdoppelt wurden.

Laut einer Analyse der Ratingagentur Tris sind die Rückgänge vor allem auf einen deutlichen Einbruch der Touristenzahlen aus China und weiteren asiatischen Kernmärkten zurückzuführen.

Tourismus erwartet Minus von 5,6 Prozent

Im aktuellen Branchenbericht prognostiziert Tris für 2025 rund 33,1 Millionen internationale Ankünfte, was einem Minus von 5,6 Prozent gegenüber 35,5 Millionen Besuchern im Vorjahr entspricht. Besonders betroffen sind neben China auch Malaysia und Südkorea, die traditionell zu Thailands wichtigsten Quellmärkten zählen. Von Januar bis August wurden 21,9 Millionen ausländische Gäste registriert – 7,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, teilte das Tourismus- und Sportministerium mit.

Indien steigt zu Top-5-Märkten auf

Den Rückgängen steht allerdings ein starkes Wachstum der indischen Besucher gegenüber: Indien zählt inzwischen zu den Top-5-Märkten, unterstützt durch ein breites Netz direkter Flugverbindungen aus mehr als 15 Städten nach Bangkok und Phuket.Auch Langstreckenmärkte entwickeln sich positiv: Die Ankünfte aus den USA stiegen um 7,4 Prozent, aus Europa sogar um 15,6 Prozent, wodurch Thailand erneut als eines der beliebtes­ten Sommerreiseziele auf der Buchungsplattform Agoda hervorgehoben wurde.

Hotels reagieren mit sinkenden Preisen

Trotz dieser Entwicklungen sehen Analys­ten auch politische Risiken: Eine Eskalation des laufenden Grenzkonflikts zwischen Thailand und Kambodscha könnte sowohl den Inlands- als auch den internationalen Tourismus belasten. Während die Auslastungsquoten im Jahr 2024 ein Hoch seit der Pandemie erreichten und teilweise über dem Vorkrisenniveau lagen, wird für 2025 ein Rückgang erwartet. Viele Hotels reagieren mit Preissenkungen, um ihre Marktanteile zu sichern. Tris prognostiziert daher, dass die Auslastungsraten stagnieren oder leicht zurückgehen könnten. Besonders betroffen sind Luxushotels in Bangkok, die verstärkt auf verdeckte Sonderaktionen und selektive Rabatte setzen, um in der Nebensaison wettbewerbsfähig zu bleiben.

Weniger Touristen aus China erwartet

Der Rückgang der chinesischen Besucherzahlen ist besonders gravierend. Tris rechnet für dieses Jahr nur noch mit 4,6 Millionen chinesischen Gästen, verglichen mit 6,7 Millionen im Vorjahr – ein Minus von rund 35 Prozent in den ersten sieben Monaten. Die Rating­agentur verweist darauf, dass viele chinesische Reisende alternative Destinationen bevorzugen: Japan verzeichnete ein Wachstum von 70 Prozent im Jahresvergleich, Vietnam sogar 78 Prozent. Sollte sich der Trend auch nach der chinesischen „Labour Week“ im Oktober fortsetzen, könnte dies auf einen dauerhaften Wandel der Reisepräferenzen hindeuten.

Mehr Hotelzimmer drücken die Einnahmen

Auch die Finanzexperten von Maybank Securities (Thailand) teilen diese Einschätzung. Sie erwarten für das dritte Quartal 2025 einen Rückgang des Umsatzes pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwar sei dies eine leichte Verbesserung gegenüber dem Rückgang von 5 Prozent im zweiten Quartal, doch bleibe der Trend negativ. Gründe seien schwache Nachfrage auf Kurzstreckenmärkten, ein Anstieg des Hotelangebots in Bangkok um 7 Prozent im Jahresvergleich sowie zusätzliche Kapazität durch neue und renovierte Häuser.

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Mary 14.09.25 09:30
Gut so
Die Preise wurden in letzter Zeit auch extrem erhöht, zT bis 50 %. Somit eine Korrektur in die richtige Richtung..
Harald Mom 13.09.25 15:55
Echt?
Dabei haben sich im vorjahr die propheten überschlagen und vorausgesagt wie viel hundert milliarden bht generiert würden. Vielleicht war man halt doch zu frech und hat die preisspirale immer weiter angezogen?

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