PATTAYA: Bei einer Sitzung des Provinzausschusses am Montag (27. Juli 2026) unter Vorsitz des Gouverneurs der Provinz Chonburi, Naris Niramiswong, präsentierte die Stadt Pattaya ihre „Best Practice“-Initiative zur Lösung von Problemen mit obdachlosen und schutzbedürftigen Menschen. Das Modell setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen städtischen Behörden, Sozialdiensten und weiteren zuständigen Stellen, um obdachlose Menschen sowie Personen ohne festen Aufenthaltsort im öffentlichen Raum gezielt zu unterstützen.
Auslöser für das Programm waren wiederholte Beschwerden von Bürgern über obdachlose Menschen, die öffentliche Flächen als Schlaf- und Aufenthaltsorte nutzten. Nach Angaben der Stadt beeinträchtigte dies das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, die öffentliche Ordnung sowie das touristische Erscheinungsbild Pattayas.
Regelmäßige Kontrollen im Stadtgebiet
An dem Programm beteiligt sind unter anderem die Sozialhilfeabteilung der Stadt, die Verwaltungsabteilung des Bürgermeisteramtes, das Schutzzentrum für obdachlose Menschen der Provinz Chonburi sowie der Ausschuss für die Entwicklung der Lebensqualität im Bezirk Bang Lamung. Die beteiligten Teams führen mindestens vier Kontrollgänge pro Monat durch, kontrollieren Strände und bekannte Brennpunkte zu Fuß, nehmen Hinweise aus der Bevölkerung entgegen und halten rund um die Uhr mobile Einsatzteams für Hilfsmaßnahmen bereit.
Nach Angaben der Stadt konnten dadurch zahlreiche schutzbedürftige Menschen in das gesetzlich vorgesehene Hilfesystem aufgenommen werden. Die Unterstützung umfasst unter anderem die Vermittlung in Betreuungseinrichtungen, Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation, berufliche Qualifizierung, Hilfe bei der Arbeitssuche und die Förderung einer nachhaltigen Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Mehr Sicherheit im öffentlichen Raum
Die Stadtverwaltung sieht darin einen mehrfachen Nutzen: Die Sicherheit im öffentlichen Raum werde erhöht, Probleme könnten systematisch gelöst und obdachlose Menschen dabei unterstützt werden, wieder ein eigenständiges Leben zu führen.
Gleichzeitig verwies Pattaya auf rechtliche Grenzen. Nach Artikel 22 des thailändischen Gesetzes zum Schutz obdachloser Menschen von 2014 dürfen Betroffene nicht gegen ihren Willen in Schutz- oder Betreuungseinrichtungen untergebracht werden. Die Behörden können daher lediglich freiwillige Hilfsangebote unterbreiten und Personen im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse aus öffentlichen Bereichen verweisen.
Programm wird dauerhaft fortgeführt
Die Stadt Pattaya kündigte an, das Programm gemeinsam mit allen beteiligten Behörden fortzuführen. Ziel sei es, die öffentliche Sicherheit weiter zu erhöhen, die Ordnung im Stadtgebiet zu verbessern und gleichzeitig die Lebensqualität obdachloser sowie hilfsbedürftiger Menschen nachhaltig zu stärken.