Frau soll Betrügern Konto überlassen haben

Betrüger erbeuteten mit Behördenmasche 50.000 Baht

Ermittler des Central Investigation Bureau (CIB) eröffnen der 39-jährigen Verdächtigen den gegen sie vorliegenden Haftbefehl in Bang Lamung. Bild: TMN.TV
Ermittler des Central Investigation Bureau (CIB) eröffnen der 39-jährigen Verdächtigen den gegen sie vorliegenden Haftbefehl in Bang Lamung. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Beamte des Central Investigation Bureau (CIB) haben in Bang Lamung eine 39-jährige Thailänderin festgenommen, die im Verdacht steht, ihr Bankkonto für einen Telefonbetrug zur Verfügung gestellt zu haben. Gegen die Frau lag ein Haftbefehl des Provinzgerichts Thanyaburi wegen gemeinschaftlichen Betrugs, der Eingabe falscher Computerdaten sowie der Bereitstellung eines Bankkontos zur Begehung von Cyberkriminalität vor.

Den Ermittlungen zufolge erhielt ein Geschädigter am 10. Juli 2025 einen Anruf von Betrügern, die sich als staatliche Beamte ausgaben. Sie behaupteten, der Name des Opfers sei in einen Geldwäschefall verwickelt worden. Zudem seien dessen Personalausweis und Bankkonto angeblich zur Eröffnung einer Glücksspiel-Webseite sowie zur Verbreitung pornografischer Inhalte missbraucht worden. Um die angeblichen Geldflüsse zu überprüfen, forderten die Anrufer das Opfer zur Überweisung von 50.000 Baht auf.

Festnahme nach der Geldüberweisung

Der Geschädigte überwies den geforderten Betrag auf das Konto der Verdächtigen. Nachdem der Betrug aufflog, erstattete er Anzeige bei der Polizeistation Khlong Sip Song in der Provinz Pathum Thani. Ermittler der Crime Suppression Division konnten den Aufenthaltsort der 39-Jährigen schließlich in Bang Lamung ermitteln und sie festnehmen. Bei ihrer Vernehmung bestritt die Verdächtige sämtliche Vorwürfe.

Nach der Festnahme wurde die Verdächtige von den Ermittlern vernommen, bevor sie zur weiteren Strafverfolgung an die zuständige Polizeidienststelle überstellt wurde. Bild: TMN.TV
Nach der Festnahme wurde die Verdächtige von den Ermittlern vernommen, bevor sie zur weiteren Strafverfolgung an die zuständige Polizeidienststelle überstellt wurde. Bild: TMN.TV

Das Central Investigation Bureau appellierte erneut an die Bevölkerung, Telefonanrufen angeblicher Behördenmitarbeiter mit besonderer Vorsicht zu begegnen. Staatliche Stellen fordern nach Angaben der Polizei grundsätzlich keine Geldüberweisungen zur Überprüfung von Ermittlungsverfahren. Vor finanziellen Transaktionen sollten Betroffene die Angaben stets direkt bei der zuständigen Behörde verifizieren.

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