Goldhändler erwarten Kursverluste

Zinssorgen drücken den Goldpreis weiter nach unten

Händler beobachten die Entwicklung des Goldpreises aufmerksam. Experten halten einen Rückgang auf bis zu 64.000 Baht pro Baht-Gewicht für möglich. Foto: epa/Narong Sangnak
Händler beobachten die Entwicklung des Goldpreises aufmerksam. Experten halten einen Rückgang auf bis zu 64.000 Baht pro Baht-Gewicht für möglich. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Der internationale Goldpreis könnte nach Einschätzung des thailändischen Goldhändlerverbands (Gold Traders Association, GTA) in diesem Marktzyklus auf bis zu 4.200 US-Dollar je Feinunze fallen. Dies würde den Preis für Goldbarren in Thailand auf rund 66.000 Baht pro Baht-Gewicht drücken.

GTA-Präsident Jitti Tangsithpakdi erklärte, dass der Goldpreis zur Wochenmitte auf ein Zweimonatstief von 4.387 US-Dollar je Unze gefallen sei. Vorausgegangen waren drei aufeinanderfolgende Handelstage mit Kursverlusten. Hintergrund seien zunehmende Erwartungen, dass die US-Notenbank Federal Reserve in der zweiten Jahreshälfte die Leitzinsen erneut anheben könnte.

Iran-Krieg schürt neue Zinssorgen

Auslöser für diese Entwicklung seien unter anderem die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Iran. Die dadurch gestiegenen Ölpreise schürten Sorgen vor einer höheren Inflation und erschwerten die Einschätzung der weiteren Zinspolitik. Nach Angaben von Jitti rechnen Marktteilnehmer inzwischen damit, dass die Federal Reserve ihren Leitzins noch in diesem Jahr um 0,25 Prozentpunkte anheben könnte, um einem durch höhere Energiekosten verursachten Inflationsanstieg entgegenzuwirken.

Die nächste Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh ist für Mitte Juni angesetzt. Jitti verwies darauf, dass Warsh von US-Präsident Donald Trump ursprünglich mit dem Ziel ausgewählt worden sei, die Kreditkosten zu senken. Der Konflikt im Iran könne jedoch zu einem Umdenken bei der Zinspolitik führen.

Goldpreis könnte weiter nachgeben

Steigende Zinsen gelten grundsätzlich als Belastungsfaktor für Gold, da festverzinsliche Anlagen dadurch attraktiver werden. Gold wirft selbst keine laufenden Erträge ab und wird vor allem als Absicherung gegen Inflation genutzt. Noch pessimistischer äußerte sich Siriluck Pakotiprapha, stellvertretende Leiterin der Analyseabteilung des Terminhandelshauses Hua Seng Heng Futures. Sie hält einen Rückgang des Goldpreises bis auf 4.100 US-Dollar je Unze für möglich. Nach ihren Angaben könnte Gold nach den jüngsten US-Militärschlägen im Iran weiter unter Verkaufsdruck geraten.

Die neuen Angriffe richteten sich gegen eine militärische Einrichtung, die nach Einschätzung der US-Regierung eine Bedrohung für amerikanische Streitkräfte und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus dargestellt habe. Als Reaktion erklärten die iranischen Revolutionsgarden, einen US-Luftwaffenstützpunkt angegriffen zu haben. Die Ölpreise stiegen daraufhin um mehr als drei Prozent.

Ölpreis bleibt Risiko für Goldmarkt

Höhere Rohölpreise könnten die Inflation zusätzlich anheizen und damit eine länger anhaltende Phase hoher Zinsen begünstigen. Hua Seng Heng, das größte Goldhandelshaus Thailands, sieht die nächste wichtige Unterstützungsmarke für Gold bei 4.100 US-Dollar je Unze.

Sollte der Goldpreis die Marke von 4.300 US-Dollar nicht halten können, sei ein Rückgang bis zum vorherigen Tief von 4.100 US-Dollar möglich. In diesem Fall könnte der Preis für Goldbarren in Thailand nach Einschätzung von Hua Seng Heng auf bis zu 64.000 Baht pro Baht-Gewicht sinken.

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Phanchai Siam 01.06.26 12:54
Toller Zeitpunkt um nachzukaufen
Grundsätzlich hat Gold die 200er EMA im daily getoucht.

Somit erstmal kein ganz so schlechter Zeitpunkt um ggf nachzukaufen.
Haben sich auch andere Investoren die letzten Tage gedacht, wenn man schaut wie die Preise sich in den letzten Handelstagen bewegt haben.

Man kauft ja auch, wenn es günstig ist und nicht wenn teuer

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