Gastanker treibt «unkontrolliert auf See»

Foto: Freepik/Svstrelkov
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TRIPOLI: Auf dem Mittelmeer droht eine ökologische Katastrophe. Ein Abschleppversuch eines stark beschädigten Gastankers ist am Morgen gescheitert.

Vor der libyschen Küste treibt nach Behördenangaben ein manövrierunfähiger Flüssigerdgastanker derzeit unkontrolliert im offenen Mittelmeer. Eine Abschleppoperation des Tankers sei gescheitert, teilte die libysche Hafen- und Seeverkehrsbehörde unter Berufung auf das libysche Such- und Rettungskoordinationszentrum mit. Das Schiff treibe nun «unkontrolliert auf See».

Das russische Gastankschiff «Arctic Mategaz» war Anfang März vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Kiew hat den Vorfall offiziell nicht kommentiert. Die 30 Mann starke Besatzung wurde gerettet. Das Schiff ist seitdem führerlos.

Gefährliche Wetterbedingungen

Den libyschen Behördenangaben zufolge sei der Schleppvorgang heute am frühen Morgen aufgrund schlechter Wetterbedingungen gescheitert. Das Schleppboot sei unter den «gefährlichen» Wetterbedingungen nicht in der Lage gewesen, den Tanker erneut zu sichern. Alle Schiffe und Marineeinheiten wurden aufgefordert, das Gebiet zu meiden.

Libyens staatlicher Ölkonzern wollte den beschädigten Tanker zunächst in einen Hafen schleppen lassen und beauftragte dafür eine Spezialfirma. Später entschied sie jedoch, das Schiff in internationale Gewässer zu verlegen. Hintergrund war offenbar starker öffentlicher Druck, da viele Menschen vor den erheblichen Risiken durch die große Menge an Flüssiggas und Diesel an Bord in Küstennähe warnten.

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