Freispruch für Thanathorn

Gericht sieht keine Majestätsbeleidigung

Thanathorn Juangroongruangkit wurde vom Strafgericht im Verfahren wegen Majestätsbeleidigung freigesprochen. Archivbild: epa/Diego Azubel
Thanathorn Juangroongruangkit wurde vom Strafgericht im Verfahren wegen Majestätsbeleidigung freigesprochen. Archivbild: epa/Diego Azubel

EILMELDUNG – BANGKOK: Das Strafgericht Bangkok hat den thailändischen Oppositionspolitiker Thanathorn Juangroongruangkit am Donnerstag (28. Mai 2026) in einem Verfahren wegen Majestätsbeleidigung nach Paragraf 112 freigesprochen.

Hintergrund war eine Facebook-Liveübertragung aus dem Jahr 2021, in der Thanathorn die Beschaffung von Covid-19-Impfstoffen durch die damalige Regierung kritisiert hatte.

Verfahren wegen Aussagen zur Impfkrise

Die Staatsanwaltschaft hatte dem ehemaligen Vorsitzenden der Future-Forward-Partei und heutigen Vorsitzenden der Progressive Movement vorgeworfen, mit seinen Äußerungen sowohl gegen das Gesetz zur Majestätsbeleidigung als auch gegen das Computerkriminalitätsgesetz verstoßen zu haben. Im Mittelpunkt standen Aussagen über Verzögerungen bei der Impfstoffverteilung sowie Hinweise auf die Rolle der Monarchie bei der Impfstoffproduktion.

Gericht sieht keine Majestätsbeleidigung

Das Gericht kam jedoch zu dem Schluss, dass sich Thanathorns Kritik gegen das damalige Krisenmanagement der Regierung und den Ablauf der Impfkampagne gerichtet habe, nicht jedoch gegen die Monarchie selbst. Die Anklagepunkte wurden daher abgewiesen.

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