Farangs sollen Chinesen ersetzen

Chinesische Touristen auf einer Elefantentour in Chiang Mai. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Chinesische Touristen auf einer Elefantentour in Chiang Mai. Foto: epa/Rungroj Yongrit

CHIANG MAI: Während Chiang Mais Tourismuskonzil Noppadol Jaripak Anfang November eine 70- bis 80-prozentige Auslastung der insgesamt 50.000 Hotelzimmer in der Nordprovinz während der touristischen Hochsaison prophezeite, können viele Unternehmer im Gastgewerbe die Euphorie der Tourismusbehörden nicht teilen.

Sie beklagen einen deutlichen Einbruch ihrer Einnahmen durch das Ausbleiben chinesischer Besucher, die in den Vorjahren wie auf Ameisenrouten in die Nordmetropole strömten und hoffen, dass westliche Urlauber die Lücke schließen werden. Viele Hoteliers und Gästehausbesitzer beklagen, dass sie sich gezwungen sehen, ihre Zimmer zu stark reduzierten Preisen anzubieten, was in der Regel viele Farangs anzieht, die dafür vergleichsweise längere Aufenthalte buchen.

Doch auch Betreiber von Straßenküchen und Restaurants bekommen den Einbruch chinesischer Touristenzahlen zu spüren und monieren, dass die Situation in Chiang Mai genauso katastrophal sei wie auf Phuket. Viele würden jetzt zwei Jobs ausführen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Zwar werden ihnen die zur touristischen Hochsaison eintreffenden westlichen Urlauber einen warmen Geldsegen bescheren, doch wie es danach weitergeht, ist für viele ungewiss.

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Norbert Neyer 11.12.18 11:01
GENAU die vielen Kleinigkeiten auf vielen Sektoren
Lieber Thomas - genau so sieht es aus -- Die einen sagen - Wem es hier nicht passt; der kann ja gehen- Die anderen sagen - Die vielen Kleinigkeiten bringen das Faß zum überlaufen - Die Schläfer wundern sich über Rückgänge - Und andere sagen zur Thaistrategie -- Hochmut kommt vor den Fall -- und Sie fallen bereits !!
Detlev Neufert 11.12.18 11:00
Wie wäre es denn mal mit innehalten? Vor zehn Jahren hat kein Hotelier oder Strassenrestaurantist sich über fehlende Touristenzahlen beklagt. Und wie niedrig lagen die damals! Da hatte jeder sein Auskommen. Jetzt hat der Gierteufel auch dieses wunderschöne Land im Griff. So blöd es klingt, aber diese gute Zeit in Chiang Mai kann mir niemand nehmen.
Thomas Thoenes 10.12.18 21:05
Ziemlich viele Dinge sind da mies gelaufen in
letzten Jahren. Wenn Thailand stabil bei den Farangs mit stabilem Urlaubsverhalten und stabiler Währung als Haupttourist geblieben wäre, würden sich die Dinge wohl um einiges positiver darstellen. Thailand hat zu stark auf unstabile Dinge wie den Rubel, das chinesiche Urlaubsverhalten usw. gesetzt und die Farangs durch sinnlose Gebote und Verbote zum Umdenken bewogen. Vietnam und Kambodscha reiben sich die Hände und profitieren. Das geht schon am Flughafen los. Wenn du in Thailand durch den Zoll gehst fühlst du dich direkt unwillkommen. Unfreundliche Gesichter die sich etwas in gebrochenem Englisch in den Bart murmeln wenn du in die Kamera gucken sollst. Wobei "direkt" bei 2-3 Stunden Warteschlange nicht das richtige Wort ist. Am Urlaubsort gehts dann direkt weiter. Rauchverbot am Strand der vor Müll kaum zu sehen ist, 3000 Baht Strafe für stehen am Ende eines Baht Busses, Meerwasser das eher an eine Kloake erinnert, Alkoholverkaufsverbot am Strand, Taxi Abzocke an allen Ecken und und und. Wer fliegt dafür 9000 Km? In Kambodscha bist du trotz benötigtes Visum in 10-20 Minuten durch den sehr freundlichen Zoll und landest an Traumstränden die täglich geharkt und gesäubert werden. Das Wasser ist Glasklar und das eiskalte Bier am Strand kostet 60 Cent. Zu dem du dir dann gerne eine Zigarette rauchen darfst und die Kippe kannst du später in dem bereit gestellten Aschenbecher entsorgen. Das alles gabs in Thailand auch mal so. Also back to the roots.
Norbert Neyer 10.12.18 10:43
Quitungen fuer die gesammte Thailandwirtschaft !!
Ja ich gebe dem Stefan vollkommen recht - und es wird schlimmer kommen !! Die hohen Herren haben es nur noch nicht richtig erkannt ! Durch die Beschneidungen der Moeglichkeiten auf allen Sektoren . Gewerbe , Gastronomie , Kleinindustrie, Arbeitsmoeglichkeiten (Workpemids);Touristen mit kleinem Geldbeutel, Strenge Ueberwachungen , Spielereien (zb. Pattaya soll eine Familiestadt werden) Geht die wirtschaft in Stufen "den Bach" runter. Wir haben da noch glück das wirwenig in den Experimentier-bereich Pattaya arbeiten. Ein grosser Tei unserer Kunden und Bekannten sagt -- Thailand wird zunehmend unaktraktiv wir interessieren uns schon lange fuer Vietnam,Cambodia , Laos, und andere Nachbarländer die uns gute Voraussetzungen liefern und uns mit offenen Armen empfangen. Ca. 10 % haben eine Umsiedlung bereits vollzogen. Da sollten sich bestimmte Leute mal Gedanken drueber machen.Der letzte Gespraechspartner (kleine Pension mit Bar) Sagte wem es hier nicht mehr gefaellt der sollte gehen (Alter Farangspruch) und das machen wir gerade - die meisten seiner Stammgaeste gehen laut Umfrage mit. Thaiaierways klagt ueber erhebliche Umsatzeinbussen -- Also nicht nachdenken- schoen weiter schlafen ! -- Best Gruesse vom Insider Norbert (IRG)
Ernst Schwartz 10.12.18 00:15
AirBnB
Die Auslastungs-Zahlen der Behörde waren vielleicht Anzahl erwarteter Übernachtungen total, und die vielen AirBnB Übernachtungen wurden nicht beachtet. Vom GM eines grossen Hotels in Chiang Mai weiss ich, dass sie viel an Privatvermieter verlieren.