Eine Liebeserklärung an den Monsun

In der Regenzeit präsentiert sich Thailand von seiner schönsten Seite

Von den Einheimischen wird ein kräftiger Monsunschauer oft als eine willkommene Abkühlung geschätzt. Foto: visoot/Adobe Stock
Von den Einheimischen wird ein kräftiger Monsunschauer oft als eine willkommene Abkühlung geschätzt. Foto: visoot/Adobe Stock

BANGKOK: Kalt, grau und feucht, wahrlich ungemütlich. So beschreiben viele Leserinnen und Leser einen typischen Regentag in ihrer fernen Heimat. Anders in Thailand: Während der Begriff „Regenzeit“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz meistens negativ besetzt ist, schwärmen Kenner des Königreichs von den vielfältigen Vorzügen der Monsunzeit.

In den Monaten Juni bis Oktober ist Regenzeit in Thailand, eine Jahreszeit, die von hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von ca. 32°C geprägt wird. Doch nicht nur hinsichtlich der Temperatur unterscheidet sich die nasse Jahreszeit in Thailand von ihrem Pendant in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zwar ziehen dann auch hierzulande häufig schwere Schauer über das Königreich, doch Dauerregen mitteleuropäischen Zuschnitts fällt nur selten. Meistens ergießt sich der Himmel nur für ein bis zwei Stunden, während für den Rest des Tages mit viel Sonnenschein gerechnet werden darf – einschließlich saftiger Sonnenbrände.

Grüne Jahreszeit ideal zum Reisen

Anders als in der unwirtlichen Heimat herrschen in Thailand auch in der Regenzeit angenehme, tropische Temperaturen. Foto: Uladzimir / Adobe Stock
Anders als in der unwirtlichen Heimat herrschen in Thailand auch in der Regenzeit angenehme, tropische Temperaturen. Foto: Uladzimir / Adobe Stock

Thailand-Kenner bezeichnen deshalb die Monsunzeit oft als die „grüne Jahreszeit“. Dann nämlich präsentiert sich die tropische Flora und Fauna dank häufiger Niederschläge besonders prachtvoll und üppig. Besonders im ländlich geprägten thailändischen Nordosten („Isaan“) könnte der Unterschied zur Trockenzeit nicht größer sein: Wo vor wenigen Monaten noch verdorrte Felder sowie vertrocknete rote Erde das Landschaftsbild bestimmten und Lateritstaub die Luft der „Staubkammer des Landes“ erfüllten, erstrahlt die Natur nun – soweit das Auge reicht – in sattem Grün. Die regenreichen Monate sind deshalb ideal für einen spannenden Roadtrip abseits ausgetretener Touristenpfade, da sich der Nordosten dann von seiner schönsten Seite präsentiert.

Dass Thailandkenner Ausflüge am liebsten in den Monsunmonaten unternehmen, liegt – zumindest in Vor-Corona-Zeiten – besonders auch daran, dass zur Regenzeit deutlich weniger Touristen nach Thailand reisen, weshalb dann selbst in den stets ausgebuchten Urlauberhochburgen problemlos ein Zimmer zu bekommen ist. Häufig sogar zum stark reduzierten Übernachtungspreis, Rabatte von bis zu 40 Prozent auf den regulären Übernachtungspreis sind keine Seltenheit. 

Dem Regen hinterherreisen

Fruchtbarer Monsun: Der Nordosten des Landes erstrahlt in der Regenzeit in sattem Grün, perfekt zum Reisen! Foto: eskstock / Adobe Stock
Fruchtbarer Monsun: Der Nordosten des Landes erstrahlt in der Regenzeit in sattem Grün, perfekt zum Reisen! Foto: eskstock / Adobe Stock

Da der Zeitpunkt der Regenzeit in Thailand regional unterschiedlich ist, sollte man etwas Flexibilität im Reisegepäck mitbringen. Und wer möchte, könnte ihr sogar hinterherreisen: Ist auf Phuket Land unter angesagt, aalen sich wiederum auf Koh Samui die Urlauber in der Sonne. Während es in Bangkok, Zentral- und Nordthailand am stärksten zwischen September und Oktober regnet, verzeichnet der Südosten im Dezember sowie der Südwesten im März und September die meisten Niederschläge. An der Ostküste, einschließlich Pattaya, erstreckt sich die Regenzeit von Juni bis Oktober.

Besonders Pattaya erweist sich während des Monsuns als ideales Reiseziel. Und das nicht nur wegen den vielfältigen überdachten Einkaufs-, Freizeit- und Vergnügungsmöglichkeiten. Denn im Vergleich zu anderen Landesteilen kühlt es hier selbst in der regnerischen Jahreszeit kaum ab, so dass man auch nachts T-Shirt und Shorts tragen kann. Ein plötzlicher Wolkenbruch wird von Pattaya-Residenten deshalb oft als eine willkommene Tropen-Dusche geschätzt – und nicht als ein Ärgernis empfunden. Und wenn die Straßen des Seebads nach einem kräftigen Regenschauer mal wieder komplett unter Wasser stehen, gilt dies für viele Besucher als exotisches Urlaubserlebnis in den Tropen!

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Tondidi 27.06.21 20:20
Verkehrte Regenzeit
Hmmmmm - 2019 und 2020 waren im suedl. Isan katastrophal trocken. In 2021 kam der April, der eigentliche heisseste und trockenste Monat im Jahr - mit mind. 14 Regentagen. Dann etwas Regen im Mai, und seitdem strahlend blauer Himmel. Die Felder doerren vor sich hin, die Wasserspeicher jedweder Art erreichen das kritische Niveau - und in anderen Gegenden gibts sintflutartigen Regenfaelle. Die schoene Monsunzeit des Artikels scheint der Vergangenheit anzugehoeren.
Alles aendert sich und vergeht - ein Blick in den Spiegel und auf die ueberschwemmten Strassen sind unbestechliche Zeitzeugen.
Und doch - letzteres kann problemlos als exotisches Abenteuer verkauft werden (-:::

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