BANGKOK: Das Department of Special Investigation (DSI) wird die Ermittlungen des Central Investigation Bureau (CIB) zu einem Sexskandal innerhalb der thailändischen Mönchsgemeinschaft unterstützen.
Dies kündigte der amtierende Premierminister Phumtham Wechayachai am Montag (14. Juli 2025) an. Er betonte, dass entschlossen gegen Mönche vorgegangen werde, deren Verhalten das Vertrauen der Öffentlichkeit in den buddhistischen Klerus erschüttern könnte.
Von Finanzprüfung zum Sexskandal
Die Einbindung des DSI erfolge aufgrund der hohen Sensibilität des Falls für religiöse Gefühle, erklärte Phumtham. Die Ermittlungen waren ins Rollen gekommen, nachdem Behörden im Zuge einer Untersuchung zu Unregelmäßigkeiten bei Tempelfinanzen das Haus einer Frau namens „Sika Golf“ durchsuchten. Statt finanzieller Unterlagen stießen die Beamten auf zahlreiche Bilder und Videos, die sexuelle Handlungen mehrerer hochrangiger Mönche mit der Frau zeigten.
DSI unterstützt, CIB bleibt federführend
„Der Fall wird nicht an das DSI übertragen. Es wird lediglich mit nachrichtendienstlicher Unterstützung helfen, während das CIB die Ermittlungen leitet“, stellte Phumtham klar. Ziel sei es, den Sachverhalt schnell aufzuklären und den Imageschaden für die buddhistische Geistlichkeit zu begrenzen.
Verdacht auf illegales Online-Glücksspiel
Parallel prüft die Cyber Crime Investigation Division 1 mögliche Verbindungen von „Ms Golf“ zu illegalem Online-Glücksspiel. Nach Angaben ihres Leiters Pol Maj Gen Siriwat Deepor soll die Frau hohe Summen gesetzt haben – teilweise bis zu 500.000 Baht pro Spiel. Die Ermittler warten derzeit auf ihre Kontoauszüge, um direkte Transaktionen mit Glücksspielplattformen zu überprüfen. Bestätigen sich die Hinweise, droht ihr Anklage wegen Verstoßes gegen das Glücksspielgesetz. Finanzielle Verbindungen zwischen den beteiligten Mönchen und Glücksspielseiten wurden bislang nicht festgestellt.
Debatte um Glaubenskrise und Reformen
Unterdessen warnte Senator Parinya Wongcherdkwan in einer Senatssitzung vor einer „Glaubenskrise“ und erklärte provokant, Thailand brauche „100 weitere Frauen wie Ms Golf“, um korrupte Mönche zu entlarven und die Religion zu reinigen. Suchart Tanchareon, Minister im Büro des Premierministers und Mitglied des Obersten Sangha-Rates, wies diesen Ansatz zurück. Fehlverhalten sei das Problem Einzelner, nicht des Buddhismus, betonte er. Zugleich räumte er ein, dass das Nationale Amt für Buddhismus bislang zu passiv agiert habe, und forderte ein proaktives Vorgehen – etwa durch engere Zusammenarbeit mit Gemeinden, um Missstände frühzeitig zu erkennen.