Drei Provinzen, drei Faszinationen

Udon Thani, Nong Khai und Bueng Kan – Der Isaan als Ganzjahresziel

Hin Sam Wan – die „Drei Wal-Felsen“ – gehören zu den beeindruckenden Naturwundern in der Provinz Bueng Kan. Foto: Pond Thananat/Adobe Stock
Hin Sam Wan – die „Drei Wal-Felsen“ – gehören zu den beeindruckenden Naturwundern in der Provinz Bueng Kan. Foto: Pond Thananat/Adobe Stock

THAILAND: Die Thailändische Tourismusbehörde (TAT) setzt verstärkt auf den Nordosten des Landes als Reiseziel für alle Jahreszeiten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Regenzeit, in der sich die Region in ein sattgrünes Naturparadies verwandelt und zugleich ihre spirituelle und kulturelle Vielfalt entfaltet.

Kanokwan Dungsrikaew, Direktorin des TAT-Büros in Udon Thani, das für die Provinzen Udon Thani, Nong Khai und Bueng Kan zuständig ist, betont: „Jede der drei Provinzen hat ihren eigenen Charakter und tief verwurzelte spirituelle wie kulturelle Traditionen. Es ist eine Reise zu drei Provinzen und drei unterschiedlichen Faszinationen.“

Wo Geschichte auf Spiritualität trifft

Udon Thani ist reich an historischen Stätten. Das Ban Chiang Archaeological Site, UNESCO-Weltkulturerbe, gilt als eine der bedeutendsten prähistorischen Ausgrabungsstätten Südostasiens. Auch der Phu Phrabat Historical Park mit seinen bizarren Felsformationen und religiösen Relikten führt Besucher tief in die Vergangenheit. Spirituelle Höhepunkte finden sich im Wat Kham Chanod, der als mystischer Ort des Naga-Kults verehrt wird.

Mystische Phänomene am Mekong

Mystik und Natur verbinden sich in Nong Khai, wo die geheimnisvollen Naga-Feuerbälle jedes Jahr aus dem Mekong aufsteigen – ein Spektakel, das seit über zwei Jahrzehnten Gläubige wie Wissenschaftler gleichermaßen fasziniert. Die Lage gegenüber von Vientiane macht die Stadt zu einem lebendigen Knotenpunkt für grenzüberschreitende Begegnungen. In Sangkhom wiederum locken Flusspanoramen, dichte Wälder und ruhige Uferlandschaften Naturfreunde an.

Naturwunder und spirituelle Ruhe

Bueng Kan hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp entwickelt. Das imposante Hin Sam Wan – die „Drei Wal-Felsen“ – bietet atemberaubende Ausblicke. Im Tham Naka, auch als Naga-Höhle bekannt, erleben Besucher eine mystische Atmosphäre, die besonders nach der Pandemie großen Zuspruch fand. Am Tham-Phra-Wasserfall erwarten Reisende nicht nur natürliche Felsterrassen, sondern auch ein in den Fels gemeißeltes Buddha-Bild.

Erlebnisse zwischen Ritualen und Festivals

Neben Natur und Kultur rückt die TAT auch Veranstaltungen und spirituelle Erfahrungen in den Vordergrund.

Wat Pho Chai, Nong Khai: Besucher haben das ganze Jahr über die Möglichkeit, an traditionellen Tänzen zu Ehren von Luang Por Phra Sai teilzunehmen oder diese mitzuerleben. Kostüme und Anleitungen stellt der Tempel bereit.

Pilgerfahrt zu vier heiligen Stupas (9. September 2025, Nong Khai): In einem Tag werden vier Stupas besucht, die symbolisch die Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer repräsentieren.

Illuminierte Tuk-Tuk-Touren: 14 geschmückte Fahrzeuge führen nachts zu Wahrzeichen wie Wat Pho Chai oder den Doppel-Naga-Statuen.

Jum-Jum-Ban-Chiang-Festival, Udon Thani (September): Zeitgenössische Kunst- und Handwerksprojekte feiern das 5.000 Jahre alte Erbe von Ban Chiang und verbinden Tradition mit moderner Kreativität.

Ob geheimnisvolle Feuerbälle, UNESCO-Welterbe oder spirituelle Höhlen – der Nordosten Thailands präsentiert sich als vielseitiges Ganzjahresziel. Gerade während der Regenzeit zeigt sich die Region von ihrer lebendigsten Seite: grün, mystisch und reich an kulturellen Begegnungen.

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Norbert Schettler 29.08.25 20:11
Psst, nicht so viel Werbung
Sonst wird es hier auch noch so voll. Nein, nein, da muss ich meinen Vorrednern beipflichten, es ist schon sehr angenehm hier.
Pivat Märkl 29.08.25 17:17
Schön, Hr. Jahner...
... dass Sie die leidigen Botschaften über Politik , Krieg u. Tod mit den Attraktionen in Nationalparks im Speziellen u. die vielseitige Natur Thailands mit unendlich vielen Sehenswürdigkeiten im Allgemeinen, öfter etwas auflockern.

Vielleicht könnte der ein oder andere "Sturkopf" dadurch überzeugt werden, ihre Diskriminierungskampagne wenigstens einmal zu vergessen, um die Schönheiten Thailands genießen zu können.
Ja, sogar Buddha - Gläubige könnten beim Besuch wunderschöner Tempel durch "Tambun" ihr Karma verbessern, um im nächsten Leben als was Höheres geboren zu werden.
Ingo Kerp 29.08.25 12:00
Es ist definitiv mehr als interessant, das gesamte Gebiet des Isaan zu erkunden, da es einiges bietet, was es weltweit dort nur einmal gibt. Touristen müssen sich wohl daran gewoehnen, das im Isaan wenig bis kaum eine andere Sprache als thai gesprochen wird und im für den Farang schlimmsten Fall ein Dialekt, der auch noch laotisch durchsetzt ist. Abgesehen davon muß man auch das Isaan-Food vertragen, das mehr als scharf ist. Dennoch, eine Rundreise ist der Isaan immer wert.

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