KOH PHANGAN: Die thailändischen Behörden haben am Montag (24. April 2023) einen thailändischen Staatsangehörigen und einen Deutschen wegen Drogenschmuggels nach Koh Phangan in der südlichen Provinz Surat Thani festgenommen. Die Verhaftung erfolgte, nachdem die Beamten in aus Deutschland gelieferten Duftkerzen versteckte Drogen gefunden hatten.
Der Staatssekretär des Office of Narcotics Control Board (ONCB), Wichai Chaimongkon, teilte den Medien am Mittwoch (26. April 2023) Einzelheiten zu den Verhaftungen des 28-jährigen Thailänders und des 25-jährigen Deutschen mit.
Nach Angaben von Khun Wichai entdeckte ein Beamter der Airport Interdiction Task Force (AITF) am 20. April 2023 ein verdächtiges Paket, das aus Deutschland an ein Resort auf Koh Phangan geschickt wurde. Khun Wichai erklärte, dass noch am selben Tag eine Untersuchung des Falles eingeleitet wurde.

In dem Paket fanden die Beamten Duftkerzen in Form von Lotosblüten. Bei einer weiteren Untersuchung entdeckten sie 1.370 Ecstasy-Tabletten, die in den Kerzen versteckt waren.
Am folgenden Tag verhafteten die Behörden der Zollbehörde und der Polizeistation von Phangan die beiden Verdächtigen auf Koh Phangan, nachdem sie sie zur Abholung des Pakets gelockt hatten.
Nach weiteren Durchsuchungen der Unterkünfte der Verdächtigen beschlagnahmten die Beamten weitere Drogen, darunter 1,3 Gramm MDMA, 442 Gramm Magic Mushrooms, 0,5 Gramm Ketamin und vier Schusswaffen.

Konkrete Anklagen gegen die Verdächtigen wurden von der Polizei zwar nicht erhoben, doch werden sie wahrscheinlich wegen Verstoßes gegen Abschnitt 15 des Betäubungsmittelgesetzes wegen Herstellung, Einfuhr und Ausfuhr von Drogen angeklagt werden. Im Falle einer Verurteilung droht ihnen eine lebenslange Haftstrafe und eine Geldstrafe zwischen 1 und 5 Millionen Baht.
Khun Wichai berichtete, dass der Drogenschmuggel aus europäischen Ländern in Thailand ein wachsendes Problem darstellt. In neun Fällen von Drogenschmuggel aus europäischen Ländern wurden 26.095 Ecstasy-Tabletten beschlagnahmt. Die Drogen wurden aus den Niederlanden, Deutschland und Spanien eingeführt.
Nach Aussage von Khun Wichai konzentrierten sich die Drogenbanden darauf, beliebte Designerdrogen wie Ecstasy und Kokain nach Thailand zu schmuggeln, die dann in Vergnügungslokalen, Nachtclubs und Bars in touristischen Gegenden verkauft werden. Khun Wichai warnte auch die Betreiber von Vergnügungsstätten, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um eine Bestrafung zu vermeiden, wenn Drogen in ihren Lokalen entdeckt werden.