Containerschiff sinkt vor Phuket

Hafenamt warnt vor treibenden Containern in der Andamanensee

Der Containerfrachter liegt nach dem Unglück stark zur Seite geneigt in der Andamanensee vor Phuket, zahlreiche Container gingen über Bord. Foto: Newshawk Phuket
Der Containerfrachter liegt nach dem Unglück stark zur Seite geneigt in der Andamanensee vor Phuket, zahlreiche Container gingen über Bord. Foto: Newshawk Phuket

PHUKET: Nach dem Untergang eines Containerfrachters in der Andamanensee hat das regionale Hafenamt Phuket eine offizielle Warnung für die Schifffahrt herausgegeben.

In dem betroffenen Seegebiet südwestlich von Phuket treiben Container an der Wasseroberfläche oder liegen knapp darunter, darunter auch Ladung mit Gefahrgut. Die Behörden rufen Kapitäne und Besatzungen aller Schiffstypen zu erhöhter Vorsicht und zur Umfahrung des Gebiets auf.

Frachter sinkt nahe Koh Kaew Noi

Nach Angaben des Hafenamts ereignete sich der Vorfall am Samstag (7. Februar 2026) gegen 15.30 Uhr. Das Frachtschiff mit einer Bruttoraumzahl von 4.339 Tonnen sank in der Andamanensee südwestlich der Insel Koh Kaew Noi im Unterbezirk Rawai, Bezirk Mueang Phuket. Die gemeldete Position liegt bei 7 Grad 42 Minuten 42 Sekunden nördlicher Breite und 98 Grad 16 Minuten 51,60 Sekunden östlicher Länge.

Ersten Erkenntnissen zufolge war das Schiff von Malaysia nach Bangladesch unterwegs. An Bord befanden sich insgesamt 290 Container, darunter 14 Container mit Gefahrgut. Nach Behördenangaben sind bereits mehrere Container gesunken, während andere treibend oder knapp unter der Wasseroberfläche umherdriften. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Ladung über ein größeres Seegebiet verteilt hat, was ein erhebliches Risiko für die Schifffahrt darstellt.

Hafenamt ruft zur Umfahrung auf

Zur Vermeidung weiterer Seeunfälle forderte das regionale Hafenamt Phuket alle Kapitäne, Schiffsführer und Besatzungen auf, bei der Navigation in diesem Bereich besondere Vorsicht walten zu lassen. Schiffe sollen die betroffene Route nach Möglichkeit meiden oder großräumig umfahren.

Derzeit sind mehrere Einsatzschiffe im Unglücksgebiet im Einsatz, darunter die Marineschiffe Hua Hin und Panyi sowie die Boote T.114 und T.272. Ihre Aufgaben umfassen die Kennzeichnung treibender Container mit Warnsignalen sowie Maßnahmen zur Eindämmung möglicher Ölverschmutzungen. Die Behörden empfehlen, den betroffenen Seeabschnitt bis zur weiteren Klärung der Lage nach Möglichkeit nicht zu befahren.

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