Strafen unter Taliban-Herrschaft

Sicherheitsleute der Taliban stehen in einer Straße Wache. Foto: epa/Samiullah Popal
Sicherheitsleute der Taliban stehen in einer Straße Wache. Foto: epa/Samiullah Popal

KABUL: Wegen des Vorwurfs von Ehebruch sind in Afghanistan zwei Personen mit jeweils 35 Peitschenhieben bestraft worden. Die Strafe sei am Donnerstag in der Hauptstadt Kabul ausgeführt worden, teilte das Oberste Gericht mit. Es ist der zweite bekannte Fall von Auspeitschungen innerhalb einer Woche. Von einer öffentlichen Auspeitschung war nicht die Rede.

Am Dienstag war ein Mann wegen mutmaßlicher homosexueller Handlungen in der westlichen Provinz Farah ausgepeitscht worden.

Die Taliban hatten im August 2021 erneut die Macht in Afghanistan übernommen. Sie führen das Land äußerst autoritär. Seit Ende 2022 haben die Islamisten mit öffentlichen Bestrafungen und auch Hinrichtungen wiederholt für internationale Kritik gesorgt.

Erst am vergangenen Wochenende versprach der oberste Talibanführer Haibatullah Achundsada die vollständige Einführung der Scharia in Afghanistan. In einer Audiobotschaft erwähnte er ausdrücklich Strafen für Ehebruch wie Steinigung und öffentliche Auspeitschungen.

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Ingo Kerp 30.03.24 12:50
Alles was sich die Steinzeit-Taliban vom Westen erhofft hatten wie, Hilfe, Unerstützung, Anerkennung etc., alles ist ausgeblieben aus verständlichen Gründen. Jetzt legt man jede Rücksicht ab und wendet sich dem zu, was in deren wirren Koepfen als gerecht erscheint und läßt ein Land in Scharia-Gesetzen vegetieren und darben.