Ausländer verletzt fünf Einheimische in Hua Hin

Auch Rollstuhlfahrerin unter den Opfern der brutalen Attacke

Der Tatverdächtige im Hawaiihemd (Mitte) soll vor einem Cannabisgeschäft in Hua Hin mehrere Menschen angegriffen haben. Das Bild stammt aus einem Handyvideo einer Augenzeugin. Bild: Screenshot, Facebook/อยากดังเดี๋ยวจัดให้ รีเทิร์น part 7
Der Tatverdächtige im Hawaiihemd (Mitte) soll vor einem Cannabisgeschäft in Hua Hin mehrere Menschen angegriffen haben. Das Bild stammt aus einem Handyvideo einer Augenzeugin. Bild: Screenshot, Facebook/อยากดังเดี๋ยวจัดให้ รีเทิร์น part 7

HUA HIN: Ein ausländischer Mann hat am Abend des vergangenen Sonntags (26. Juli 2026) vor einem Cannabisgeschäft in Hua Hin in der Provinz Prachuap Khiri Khan mehrere thailändische Passanten angegriffen und dabei auch eine Rollstuhlfahrerin verletzt. Fünf Menschen wurden nach Angaben lokaler Medien verletzt und anschließend medizinisch behandelt.

Ein Video des Vorfalls, das am 27. Juli 2026 in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, zeigt, wie der Mann zunächst einen Angestellten des Cannabisgeschäfts sowie einen weiteren Mann schlägt, der offenbar schlichten wollte. Anschließend attackierte er einen Motorradfahrer und griff schließlich eine im Rollstuhl sitzende Frau an. Er riss ihr einen Blumenstrauß aus der Hand, schlug ihr ins Gesicht und brachte sie dadurch zu Fall.

Fünf Passanten stoppen den Täter

Eine 20-jährige Betreiberin eines nahegelegenen Nagelstudios, die den Vorfall filmte, erklärte gegenüber lokalen Medien, dass sie mit den Aufnahmen begonnen habe, nachdem sie einen lautstarken Streit bemerkt hatte. Ihren Angaben zufolge setzte der Mann sein aggressives Verhalten anschließend in einem nahegelegenen Restaurant fort. Erst fünf Passanten konnten ihn bis zum Eintreffen der Polizei der Hua Hin Police Station festhalten.

Ein Mitarbeiter des Cannabisgeschäfts berichtete, dass er nach Feierabend nach draußen gegangen sei, um nach dem Rechten zu sehen, als er ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen wurde. Der Mann sei zuvor bereits zweimal Kunde des Geschäfts gewesen und habe sich dabei unauffällig verhalten.

Religionsstreit als möglicher Auslöser

Nach Angaben des Mitarbeiters könnte ein Streit zwischen dem Tatverdächtigen und einem anderen ausländischen Kunden über religiöse Themen Auslöser der Eskalation gewesen sein. Diese Darstellung wurde von der Polizei bislang jedoch nicht bestätigt. Auch Berichte, wonach es sich bei dem Verdächtigen um einen Staatsangehörigen Katars handeln soll, wurden von den Ermittlern bislang weder bestätigt noch dementiert.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Angaben zur Identität des Tatverdächtigen oder zu möglichen Anklagepunkten lagen zunächst nicht vor.

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