PHUKET: Die Zahl der ausländischen Touristen, die im Juli die Ferieninsel Phuket besuchen wollten, hat sich um mehr als die Hälfte reduziert. Ausländer strichen ihre Reisepläne, weil das staatliche Centre for Economic Situation Administration (CESA) beschlossen hatte, dass Urlauber zwei Wochen auf Phuket verbringen müssen, bevor sie weiterreise können.
Unter der zuvor angekündigten Sandbox-Regelung waren vollständig geimpfte Ausländer von der Quarantäne befreit, mussten aber sieben Tage in Phuket verbringen, bevor sie andere Provinzen besuchen konnten. Das CESA verdoppelte jedoch die Mindestaufenthaltsdauer auf der Insel Phuket auf 14 Tage. Nach Angaben des Ministers für Tourismus und Sport, Phiphat Ratchakitprakarn, haben mehr als 50 Prozent der 29.700 Ausländer, die zugesagt hatten, nach Phuket zu kommen, ihre Pläne storniert, nachdem das CESA ihre Aufenthaltsbedingung geändert hatte.
Das Sandbox-Programm zur Wiedereröffnung der Ferieninsel für geimpfte ausländische Touristen ab Juli steht vor einem zögerlichen Genehmigungsprozess, da die Regierung immer noch darum kämpft, die Balance zwischen der öffentlichen Gesundheit und der Tourismusindustrie zu finden.
Premierminister Prayut Chan-o-cha bekräftigte, dass der Sandbox-Plan am 1. Juli beginnen wird, nachdem er am 4. Juni vom staatlichen Centre for Economic Situation Administration (CESA) im Prinzip genehmigt wurde. Der Plan muss jedoch noch vom Centre for Covid-19 Situation Administration (CCSA) bestätigt werden, das am 18. Juni eine Sitzung anberaumt hat, bevor er am 22. Juni dem Kabinett zur endgültigen Genehmigung vorgelegt wird. Laut Yuthasak Supasorn, Gouverneur der staatlichen Tourismusbehörde (TAT), ist der letzte Schritt die Veröffentlichung in der „Royal Gazette“ in der letzten Juniwoche.
In den letzten Wochen wurde das Einreiseverfahren für ausländische Urlauber grundlegend überarbeitet, wie z.B. die Verlängerung des obligatorischen Aufenthalts in Phuket von 7 auf 14 Tage sowie die Forderung nach drei Covid-Abstrichtests. Das hat zu einer wachsenden Besorgnis und Unzufriedenheit im privaten Sektor geführt, weil die zusätzlichen Maßnahmen Touristen in der Anfangsphase entmutigen könnten.
Doch Yuthasak besteht darauf, dass die strengeren Kontrollmaßnahmen notwendig seien, da kein Tourist infiziert werden sollte, während er auf der Insel unterwegs ist. „Wir sollten akzeptieren, dass ein Zustrom von Touristen im dritten Quartal unwahrscheinlich ist. Das Sandbox-Programm wurde als Testlauf eingerichtet, was bedeutet, dass es ein allmählicher Prozess ist, bei dem wir die besten Praktiken bestimmen, damit andere Reiseziele diesem Beispiel folgen können", so der Gouverneur. Yuthasak. „Es ist besser, am Anfang selektiv vorzugehen, als zu riskieren, dass wir unseren Ruf verlieren."