Kein Gesetz über Handschlagspflicht

 Justizministerin Simonetta Sommaruga. Foto: epa/Christian Bruna
Justizministerin Simonetta Sommaruga. Foto: epa/Christian Bruna

BASEL (dpa) - Das Schweizer Parlament will Schülern nicht per Gesetz vorschreiben, ihren Lehrerinnen die Hand zu geben. Der Nationalrat lehnte am Dienstag den Vorstoß einer Abgeordneten der konservativen Volkspartei (SVP) ab. «Die Kantone können beurteilen, was nötig und sinnvoll ist», sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga.

In der Schweiz ist ein Handschlag zur Begrüßung im Unterricht üblich. Zwei muslimische Schüler hatten im vergagenen Jahr jedoch den Handschlag mit ihrer Lehrerin verweigert und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Die Schüler aus Syrien hatten argumentiert, ihre Religion verbiete ihnen Körperkontakt mit dem anderen Geschlecht. Nach anfänglicher Toleranz beharrte die Schulbehörde darauf, dass der Handschlag in der Schule zur einheimischen Kultur gehöre. Wer gegen die Regeln verstoße, müsse mit einer Strafe rechnen.

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Leserkommentare

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Zil Zelini 08.10.17 18:18
In...
Ländern mit einer ordentlichen Justiz würde sich der/die Justizminister/in bei austickenden Muslimen fünf Minuten Sendezeit reservieren lassen und sagen: “Was ihr in euren Ländern macht, ist eure Sache, aber hier lebt ihr nach unseren Regeln. Wenn also einer von euch meint, hier einen Sonderweg zu fahren oder gewalttätig auffällt, dem wird zuerst die Sozialhilfe gestrichen und anschliessend wird die gesamte Familie konsequent ausgewiesen. Überlegt euch gut, was ihr macht. Wir respektieren eure Gebräuche in euren Ländern, ihr respektiert unsere Gebräuche in unseren Ländern. Guten Abend.”
Jürgen Franke 29.09.17 22:11
Obwohl in Europa ein Handschlag zur normalen
Begrüßung gehört, sollte hieraus kein Politikum gemacht werden, da insbesondere ein Handschlug von Jugendlichen aus hygienischen Gründen nicht immer angebracht ist. Die Begrüßungszeremonie in Thailand finde ich erheblich angenehmer.
Norbert Kurt Leupi 27.09.17 23:18
Handschlag / Herr Friedrich Kostal
Es tut sich was ,Herr Kostal !Der Kt.Zürich hat abgestimmt und am Sonntag beschlossen , das z.B. Flüchtlinge mit dem Status F keine Sozialhilfe mehr bekommen! Sie erhalten nur noch Asyl-Vorsorge - einen wesentlich kleineren Betrag ! Somit ist nur noch der Kanton Basel-Stadt, in dem vorläufig Aufgenommene noch Sozialhilfe erhalten : aber auch hier wird von der FDP-Fraktion interpelliert , man wartet auf eine Antwort der Regierung ,warum BS noch " einen Sonderzug " fährt ! " Warten wir bis der Zug kommt - die Schienen sind schon gelegt " !
P.I.N.O MAERZ 27.09.17 23:01
wer sich
nicht integriert, soll doch zurück in sein Heimatland gehen und ich hoffe das der staat das bald auch mal durchsetzt. denn wer hier in Europa in ruhe und frieden leben will und kann, muss auch unsere kultur anerkennen...
Friedrich Kostal 27.09.17 21:47
Handschlag : ja oder nein
Ich habe davon gehört, dass sich 2 "Rotzlöffel" das Recht herausgenommen haben, der Klassenlehrerin den Handschlag zu verweigern obwohl es in der Schweiz schon mehr oder weniger zur Kultur gehört und im Grunde alle Schüler dieses tun. Mir stellt sich die Frage, warum sich diese Personen in Länder begeben, in denen Sie sich niemals einleben können, wenn es schon beim Handschlag scheitert. Was tun sie, wenn ihnen die Vorgesetzte oder noch schlimmer die Chefin zur Einstellung oder zum Geburtstag gratuliert? Wenn solche Leute meinen, sie müssen sich wegen Scharia oder Koran ausgrenzen, dann sollte man sie auffordern, dorthin zu gehen, wo sie so leben können wie sie es gewohnt sind, nämlich in ein arabisch geprägtes Land! Vermutlich wird denen dieses Angebot ganz sicher nicht schmecken, denn dort - ganz gleich wo es sein wird - bekommen sie nicht das , was man ihnen in der Schweiz in die Tasche steckt! Was mich ganz besonders ärgert ist die Tatsache, dass die sich plötzlich auf Menschenrechte berufen und gegen den Staat klagen und das alles auf unsere Kosten. Und zu allem Übel wird dann den Forderungen, die sie erheben, noch nachgegeben. Ich würde diese Personen zu jeder Zeit und überall ignorieren und zwar so lange, bis sie erkennen, dass sich ihre Situation nur verbessert, wenn sie willens sind, sich zu integrieren.