PATTAYA: Ein mutmaßlicher Drogenhändler hat sich nach seiner Festnahme in Banglamung über ein ungewöhnliches Detail beschwert: Statt der bestellten 2.000 Yaba-Pillen soll ihm der Lieferant weitere 400 Tabletten kostenlos beigelegt haben. Nach eigenen Angaben könnte ihm dieser „Bonus“ nun eine noch schwerere Strafe einbringen.
Am vergangenen Mittwoch (3. Juni 2026) führten Ermittler der Polizeiwache Banglamung im Rahmen des Programms „Weiße Gemeinschaft ohne Drogen“ sowie einer Kampagne zur Wiederherstellung sicherer Wohngebiete in der Gemeinde Takhian Tia im Bezirk Banglamung, Provinz Chonburi, eine Anti-Drogen-Operation durch. Dabei nahmen sie den 45-Jährigen, bekannt als „Nan Rong Po“, wegen Drogenhandels fest. Als Beweismittel wurden 2.400 Methamphetamin-Pillen (Yaba) sichergestellt.
Polizei observiert Verdächtigen
Den Ermittlungen zufolge hatten Informanten die Polizei darauf hingewiesen, dass Anan in Drogengeschäfte verwickelt sei. Die Beamten observierten den Verdächtigen daraufhin über einen längeren Zeitraum.

Schließlich wurde er auf einem Motorrad des Typs Yamaha Fino in der Soi Rong Po im Dorf Moo 3 in Takhian Tia angetroffen. Die Polizei stoppte ihn und führte eine Kontrolle durch.
Yaba-Bestellung per Line-App
Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler auf seinem Mobiltelefon Hinweise auf den Kauf von Yaba über die Messenger-App Line. Die Bestellungen liefen über ein Konto mit dem Namen „Ich bin’s, wer sonst“. Der Verdächtige gestand, zehn Beutel mit insgesamt rund 2.000 Yaba-Pillen für 19.000 Baht bestellt zu haben. Anschließend habe er die Koordinaten eines Verstecks in der Nähe des Landamts von Banglamung erhalten.

Der Verdächtige führte die Beamten anschließend zu dem vereinbarten Versteck. Dort fanden sie zehn Plastikbeutel mit insgesamt 2.400 Yaba-Pillen, die am Fuß eines Schildmastes verborgen waren. Die Drogen wurden beschlagnahmt und als Beweismittel sichergestellt.
400 Pillen mehr als bestellt
Als die Beamten die Drogen später auf der Polizeiwache Banglamung genau nachzählten, stellte sich heraus, dass sich nicht 2.000, sondern insgesamt 2.400 Pillen in den Beuteln befanden. Diese Entdeckung überraschte den Verdächtigen offenbar selbst. Gegenüber Reportern beklagte er sich verärgert darüber, dass ihm der Lieferant 400 zusätzliche Pillen ohne sein Wissen beigelegt habe.

„2.000 Pillen sind schon schlimm genug. Und dann geben sie mir noch 400 extra dazu. Das bringt mich nur noch mehr in Schwierigkeiten“, sagte Anan und äußerte seinen Ärger über den Lieferanten.
Anklage nach Drogenfund erhoben
Die Polizei erhob daraufhin Anklage gegen den Verdächtigen und übergab ihn gemeinsam mit den sichergestellten Beweismitteln an die Ermittlungsbehörden zur weiteren rechtlichen Verfolgung.