PATTAYA: Beamte der Einwanderungsbehörde der Provinz Chonburi haben am Samstag (30. Mai 2026) ein südkoreanisches Ehepaar festgenommen, gegen das eine internationale Fahndung der Interpol in Form einer sogenannten „Red Notice“ vorlag. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, Anleger in Südkorea mit Investitionen in Kryptowährungen und Immobilien betrogen und dabei einen Schaden von mehr als 1,7 Milliarden Won verursacht zu haben.
Die Festnahme erfolgte gegen 17.00 Uhr auf Anordnung der Führung der Einwanderungsbehörde Chonburi. Ermittler hatten zuvor Hinweise erhalten, dass sich die beiden Gesuchten in Pattaya aufhalten.
Festnahme bei Restaurant-Eröffnung
Nach Angaben der Behörden handelt es sich um einen 72-jährigen Mann und eine 52-jährige Frau, beide südkoreanische Staatsangehörige. Die Verdächtigen sollen sich in Pattaya niedergelassen und dort die Eröffnung eines koreanischen Restaurants an der Pattaya Third Road vorbereitet haben. Bei einer Kontrolle trafen die Beamten das Ehepaar vor Ort an, wo es Arbeiten zur Inbetriebnahme des Lokals überwachte. Die Ermittler legten den beiden die internationalen Haftbefehle vor und brachten sie anschließend zur weiteren Befragung zur Einwanderungsbehörde Chonburi.

Laut den Fahndungsunterlagen sollen die beiden als Führungskräfte eines Unternehmens in Südkorea Anleger dazu bewegt haben, in Immobilienentwicklungsprojekte und digitale Währungen zu investieren. Dabei hätten sie Renditen von zwei Prozent alle fünf Tage versprochen. Zahlreiche Personen sollen auf die Versprechen eingegangen sein. Der entstandene Gesamtschaden wird auf mehr als 1,7 Milliarden Won geschätzt.
Interpol fahndete weltweit nach Paar
Die südkoreanischen Behörden erließen daraufhin Haftbefehle und veranlassten über Interpol die internationale Fahndung. Anschließend baten sie die thailändischen Behörden um Unterstützung bei der Lokalisierung und Festnahme der Verdächtigen.

Bei der ersten Vernehmung räumten beide ein, die in den Interpol-Unterlagen genannten Personen zu sein. Sie erklärten, die Vorwürfe lägen bereits lange zurück und die Angelegenheit sei mit den Geschädigten außergerichtlich geregelt worden. Daher sei ihnen nicht bekannt gewesen, warum später dennoch Haftbefehle ausgestellt wurden. Zugleich erklärten sie ihre Bereitschaft, nach Südkorea zurückzukehren und sich dort dem Gerichtsverfahren zu stellen.
Festgenommene sollen ausgeliefert werden
Die beiden Verdächtigen wurden zunächst der Polizei von Nongprue übergeben. Anschließend sollen sie dem Gericht zur Anordnung der Untersuchungshaft vorgeführt werden. Parallel dazu werden die notwendigen Schritte für ihre Rückführung nach Südkorea vorbereitet.