Frau von Bolt-Fahrer belästigt

Fahrer soll Opfer bis zur Unterkunft gefolgt sein

Die Betroffene zeigt die bei der Polizei erstattete Anzeige. Rechts sitzt ein Reporter während des Gesprächs. Bild: TMN.TV
Die Betroffene zeigt die bei der Polizei erstattete Anzeige. Rechts sitzt ein Reporter während des Gesprächs. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Am Samstag (30. Mai 2026) gegen 22.19 Uhr wurde bekannt, dass eine junge Thailänderin während einer Fahrt mit einem über die Bolt-App gebuchten Fahrzeug sexuell belästigt worden sein soll. Die Betroffene legte der Polizei Beweismaterial vor und erstattete Anzeige auf der Polizeiwache Pattaya-City. Zudem veröffentlichte sie einen Warnhinweis in den sozialen Medien, der eine breite öffentliche Diskussion auslöste.

Die 27-jährige Frau schilderte, dass sie am Samstagmorgen (30. Mai 2026) gemeinsam mit zwei Freunden ein Fahrzeug über die Bolt-App bestellt habe, um von einem Unterhaltungslokal in Süd-Pattaya zu einem Hotel im Gebiet Pratumnak zu fahren.

Vorwürfe sexueller Belästigung

Nachdem ihre beiden Begleiter zuvor ausgestiegen waren, befand sie sich allein mit dem Fahrer im Fahrzeug. Sie habe sich bereit erklärt, einen Aufpreis zu zahlen, damit der Fahrer sie direkt bis zu ihrer Unterkunft bringe. Während das Fahrzeug an einer roten Ampel hielt, habe der Fahrer jedoch begonnen, sie sexuell zu belästigen. Nach ihren Angaben griff er ihr an die Beine, versuchte ihre Beine auseinanderzudrücken, machte anzügliche Bemerkungen über ein Tattoo an ihrem Oberschenkel und strich wiederholt über die tätowierte Stelle.

Ein von der Betroffenen aufgenommenes Video soll den mutmaßlichen Griff des Fahrers an ihren Oberschenkel zeigen. Bild: TMN.TV
Ein von der Betroffenen aufgenommenes Video soll den mutmaßlichen Griff des Fahrers an ihren Oberschenkel zeigen. Bild: TMN.TV

Darüber hinaus habe der Fahrer Handlungen vorgenommen, die den Eindruck erweckten, er nehme sexuelle Handlungen an sich selbst vor. Der Vorfall wurde nach Angaben der Frau auf einem Video festgehalten, das sie den Medien zur Einsicht übergab.

Aus Angst keine Gegenwehr

Die Betroffene erklärte, dass sie während des Vorfalls geschockt und verängstigt gewesen sei. Aus Angst vor möglichen Übergriffen habe sie weder um Hilfe gerufen noch laut protestiert und den Fahrer deshalb bis zum Hotel weiterfahren lassen.

Ein von der Betroffenen aufgenommenes Video soll den Fahrer während einer mutmaßlich anzüglichen Handlung im Fahrzeug zeigen. Bild: TMN.TV
Ein von der Betroffenen aufgenommenes Video soll den Fahrer während einer mutmaßlich anzüglichen Handlung im Fahrzeug zeigen. Bild: TMN.TV

Doch auch nach ihrer Ankunft sei die Situation nicht beendet gewesen. Nachdem sie ihr Zimmer betreten hatte, soll der Fahrer zunächst vor dem Gebäude gewartet haben. Anschließend habe er angerufen und behauptet, sie habe einen Lippenstift im Fahrzeug vergessen, den er zurückbringen wolle. Die Frau fühlte sich dadurch bedroht und rief ihre ältere Schwester zur Unterstützung in ihr Hotelzimmer.

Fahrer folgte bis zur Unterkunft

Wenig später erschien der Fahrer an der Zimmertür und brachte den Lippenstift zurück. Als die Schwester der Betroffenen den Mann fragte, weshalb er gekommen sei, habe dieser überrascht reagiert, sich umgehend entfernt, sei zu seinem Fahrzeug zurückgekehrt und davongefahren.

Der graue Honda Jazz soll nach Angaben der Betroffenen für die Fahrt eingesetzt worden sein. Bild: TMN.TV
Der graue Honda Jazz soll nach Angaben der Betroffenen für die Fahrt eingesetzt worden sein. Bild: TMN.TV

Bei der Überprüfung des Videomaterials wurde festgestellt, dass es sich um einen grauen Honda Jazz mit Bangkoker Kennzeichen handeln soll.

Beweise an die Polizei übergeben

Nach dem Vorfall erstattete die Frau Anzeige bei der Polizei von Pattaya und übergab die vorhandenen Beweise, um rechtliche Schritte gegen den Fahrer einzuleiten. Gleichzeitig veröffentlichte sie das Video als Warnung auf Facebook.

Eine Kameraaufnahme zeigt den Mann, als er später an der Unterkunft der Frau erschien. Bild: TMN.TV
Eine Kameraaufnahme zeigt den Mann, als er später an der Unterkunft der Frau erschien. Bild: TMN.TV

Später soll der Fahrer versucht haben, Kontakt mit der Betroffenen aufzunehmen, um eine außergerichtliche Einigung zu erreichen. Außerdem habe er sie gebeten, das Video aus den sozialen Medien zu entfernen. Nach Angaben der Frau meldete sich auch die Freundin des Fahrers bei ihr. Diese habe erklärt, dass ihr Partner bereits früher ähnliches Verhalten gezeigt habe. Bisher habe jedoch keine Betroffene Anzeige erstattet, da es keine Videoaufnahmen als Beweismittel gegeben habe.

Ein Reporter führt das Gespräch mit der Betroffenen und einer Angehörigen zum geschilderten Vorfall. Bild: TMN.TV
Ein Reporter führt das Gespräch mit der Betroffenen und einer Angehörigen zum geschilderten Vorfall. Bild: TMN.TV

Abschließend rief die 27-Jährige andere Frauen dazu auf, bei Fahrten mit App-basierten Fahrdiensten stets den Namen des Fahrers, das Kennzeichen, die Fahrzeugmarke und die Fahrzeugfarbe mit den Angaben in der App zu vergleichen, um die eigene Sicherheit zu erhöhen und ähnliche Vorfälle zu vermeiden.

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Plante HDV 01.06.26 15:10
Dominik Ecken 31.05.26 22:40
Ich kann ihre Meinung nicht teilen und glaube auch nicht, dass das Persönlichkeitsrecht eines Serientäters, wie sich ja herausstellte, wichtiger ist als die öffentlich dargestellte Warnung des Opfers. (Meine Meinung)
Dominik Ecken 31.05.26 22:40
Mutig
In Deutschland hätte die Frau jetzt ein Verfahren am Hals, wegen Verletzung des Prsönlichkeitsrechts...
Und das der Arm der europäischen DSGVO bis weit nach Asien reicht, sieht man ja auch an den Verpixelungen im "Farang".

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