Wilde Elefanten überfallen Durian-Plantage

Archivbild: epa/Barbara Walton
Archivbild: epa/Barbara Walton

HUA HIN: Immer wieder drängen in der Provinz Prachuap Khiri Khan, zu der auch Hua Hin gehört, wilde Elefanten in die Obstplantagen von Farmern vor und verursachen großen Schaden. So auch in der Durian-Plantage von Weeraphat P., 71, im Dorf Ban Rai Sanrak, wo die hungrigen Dickhäuter einen Schaden von mehreren zehntausend Baht verursachten.

Gegenüber der Presse klagte Khun Weeraphat, dass die Tiere etwa zehn seiner Durianbäume beschädigt und etwa 30 Durianbäume gefressen hatten.

Seine Plantage, die sich über etwa 50 Rai erstreckt, befindet sich in der Nähe von Pala-U an der Grenze zum Kaeng-Krachan-Nationalpark – ein Gebiet, das für Konfrontationen zwischen wilden Elefanten und lokalen Bauern bekannt ist.

Khun Weeraphat führte fort, dass bereits einen Monat zuvor Elefanten sechs weitere seiner Bäume beschädigt hätten. Nach diesem Vorfall stellte er sechs Arbeiter ein, die in dem Gebiet patrouillieren sollten, um die Elefanten von seinen Obstbäumen fernzuhalten. Er merkte an, dass die meisten lokalen Landwirte Arbeiter beschäftigen, um die Elefanten von ihrem Land zu vertreiben, die Elefanten sich nicht jedoch nicht einfach von Menschen einschüchtern lassen.

Der Landwirt beklagte auch, dass sich die schlechte Wirtschaftslage negativ auf sein Geschäft auswirkt. Zwar sei die diesjährige Durian-Ernte gut gewesen, aber den Menschen fehle es einfach an Kaufkraft.

Zuvor hatte Hua Hins Bürgermeister Polkrit Phuangvalaisin erklärt, dass in Zusammenarbeit mit der Huai Suat Yai Subdistrict Administrative Organization Maßnahmen ergriffen würden, die auf die Unterstützung und Entschädigung der betroffenen Durian-Farmer abzielen, deren Lebensunterhalt durch die Zerstörung ihrer Ernten durch wilde Elefanten beeinträchtigt wurde.

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Andreas Hamm 10.07.22 14:17
Nun einige schwere Schicksalsschläge in den letzten Jahren haben mir gezeigt auf was es ankommt. Habe Bilanz gezogen, mein altes Leben in Deutschland aufgegeben und lebe jetzt hier in Thailand glücklich und zufrieden. Habe zu essen,trinken, Kleidung und ein Dach über dem Kopf Die Menschen die mir wichtig sind und die Frau die ich liebe in meiner Nähe, unsere Hunde als treue Weggefährten. Und es geht mir besser denn je. Bewirtschaften unsere Reisfelder und leben ohne Saus und Braus. Ohne das schneller, weiter, höher, besser. Herz was willst du mehr? In der nächsten Sekunde kann das Leben vorbei sein. Und dann, mitnehmen kann man eh nichts. Das letzte Hemd hat keine Taschen
Helmut Fritz 10.07.22 10:00
@Sylten
Wunderbar formuliert, dem ist absolut nichts hinzuzufügen!!!!
Hit the Lights 10.07.22 09:50
Andreas Hamm
Es tut gut zu wissen, dass es Leute, wie Sie gibt, die intuitiv wissen worauf es im Leben, hier auf der Erde, in unserem kurzen Erdenleben, wirklich ankommt. Freue mich, inmer, wenn ich Leute kennenlerne, die in diese Richtung denken.
Andreas Hamm 10.07.22 09:10
@ hit the lights und Thomas Sylten:
Besser kann man es nicht formulieren. Die grenzenlose Gier des Menschen nach Besitz, Vorteil, Macht und Geltung ist schier unerschöpflich. Doch man bedenke den bekannten Satz:
Die Natur braucht den Menschen nicht - aber der Mensch die Natur.
Die paar Jährchen die es die Menschheit im Vergleich zum Bestehen der Erde gibt ist wie ein Wimpernschlag im Verlauf der Zeit. Und genauso schnell wenn nicht noch schneller kann es mit der Menschheit auch wieder vorbei sein.
Hit the Lights 10.07.22 02:50
Ist halt alles nicht so leicht. Es stellt sich die Frage: Was wollen wir, wohin soll der Weg führen? Es gibt halt schon (zu) viele Menschen heutzutage, die alle Platz, Resourcen, Rohstoffe und die meisten fruchtbaren Flächen für die eigene Lebensmittelproduktion brauchen. Entweder wir (der Mensch) reguliert die Bevölkerungszahl und den Verbrauch (Stichwort nachhaltiges bis zum veganen Leben, um Resourcenverbrauch zu minmieren, was auch etwas Verzicht bedeuten könnte), oder der Lebensraum für andere Tiere wird (in Freiheit) bald nicht mehr existieren. Dafür müssten jedoch Faktoren wie Gier überwunden werden, sowie das Denken an ewiges Wirtschaftswachstum in Form von Besitz.
Derk Mielig 09.07.22 23:40
@Sylten
Das juckte mir schon den ganzen Tag in den Fingern. Danke für diese Einordnung.
Thomas Sylten 09.07.22 23:20
Es sind nicht die Elefanten, die in Farmland eindringen: Es sind jedes Jahr mehr Farmer, die in Elefantenland eindringen. Die Elefanten freuen sich halt wenn da plötzlich leckere Durians wachsen. Und kommen nicht im Traum darauf sich dafür bei so einem aufgeregten Nacktaffen (aus ihrer Sicht) zu entschuldigen: Das Land war schon immer da, und sie auch. Neu sind nur die Farmer und ihre Durians..
Rene Amiguet 09.07.22 20:10
Schlechte Durian Umsätze
Da behauptet ein Durian Farm Besitzer: "Den Menschen fehle es einfach an Kaufkraft um Durian zu kaufem." Es ist doch vielmehr so das die Leute einfach nicht bereit sind solche unverschämte Preise zu akzeptieren für eine einheimische Frucht. Für den Preis eines einzigen Kilos Durian bommt man 10 Kilo oder auch mehr von den herrlich wohlschmeckenden Mangos. Der Durian Preis ist Wucher und Farm Besitzer sollen sie doch selber essen bis sie platzen. Es leben die Elefanten, macht weiter so!
Thorsten Haupt 09.07.22 18:10
Scharfer Chilli soll helfen, zumindest bis zum náchsten großen Regen
Florian Firefighter 09.07.22 17:40
Gier
Die Gier wird jedes Jahr höher, egal wieviel man erntet. Eben Thaistyle.
leschim alex 09.07.22 12:00
Gute Ernte, geringe Nachfrage - .....
..... das bedeuted ÜBERANGEBOT, die Folge davon muss sein : Preisreduzierung, so schlimm das auch ist. Aber so ist das nunmal mit Angebot und Nachfrage. Die Alternative ist : Vergammeln lassen oder die Elefanten ungehindert auf die Plantagen lassen.