NEW YORK: Mit Blick auf das im April geplante Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping schreibt das «Wall Street Journal»:
«Der chinesische Präsident versucht, Herrn Trump dazu zu bewegen, die geplanten Waffenverkäufe an Taiwan zurückzuziehen. (...) Taiwan benötigt die Waffen zur Selbstverteidigung, da China den militärischen Druck auf das Gebiet verstärkt. (...)
Xi weiß, dass der US-Präsident sich einen erfolgreichen Gipfel in China wünscht, und der Chef der Kommunistischen Partei nutzt dies als Druckmittel. Trump strebt stabile Beziehungen zu China an, damit die Volksrepublik nicht erneut den Export von Seltenerdmetallen blockiert oder den Kauf amerikanischer Agrarprodukte, insbesondere Sojabohnen, verweigert.
Jedoch würde ein Nachgeben gegenüber Xis Drohungen in Bezug auf Taiwan ein gefährliches Signal hinsichtlich der Zuverlässigkeit Amerikas als Verbündeter senden. (...) Auch Japan, Südkorea und die Philippinen würden die Botschaft verstehen, dass Trumps Priorität im Pazifikraum China ist und nicht ihre gemeinsame Verteidigung.
Niemand wünscht sich einen Krieg um Taiwan, aber der wird wahrscheinlicher, wenn Xi zu dem Schluss kommt, dass Präsident Trump für ein freundliches Gipfeltreffen eingeschüchtert werden kann.»