40 Prozent der Stimmen vorzeitig im Kasten

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko. Foto: EPA-EFE/Gavriil Grigorov
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko. Foto: EPA-EFE/Gavriil Grigorov

MINSK: Kritiker bezeichnen die Abstimmung über den Präsidenten in Belarus als Scheinwahl, die nur zur Legitimation des Langzeitherrschers Lukaschenko dient. Ein Indiz deutet auf Manipulation hin.

Bei der als Farce kritisierten Präsidentenwahl in Belarus sind nach offiziellen Angaben bereits mehr als 40 Prozent der Stimmen vorzeitig abgegeben worden. Seit Dienstag seien die Belarussen zur vorzeitigen Stimmabgabe berechtigt gewesen, teilte die Wahlkommission mit. «In den fünf Tagen haben 41,81 Prozent der wahlberechtigten Bürger abgestimmt.» Eigentlicher Wahltag ist Sonntag.

Kritiker sehen in der vorzeitigen Stimmabgabe ein Instrument der Behörden in Belarus, um Wahlbeteiligung und -ergebnis zu manipulieren. Eine unabhängige Kontrolle gibt es in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik nicht. Machthaber Alexander Lukaschenko plant, sich bei der Präsidentenwahl seine siebte Amtszeit zu sichern.

Bei den vorangegangenen Wahlen 2020 siegte nach Meinung vieler Beobachter seine Herausforderin Swetlana Tichanowskaja. Trotzdem ließ sich Lukaschenko 80 Prozent der Stimmen zuschreiben. Tichanowskaja wurde wie viele andere Oppositionelle im Verlauf der gewaltsam niedergeschlagenen Proteste ins Ausland gedrängt.

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Rolf W. Schwake 26.01.25 20:00
Ingo Wladimirowitsch ...
... dann gilt diese Feststellung natürlich auch für alle andere Diktaturen auf dieser Erde, auch wenn uns Radio Moskau eines angeblich Besseren belehren will ...
Ingo Kerp 26.01.25 16:50
In Diktaturen wie Belarus gibt es nur eine politische Veränderung, wenn der Präsident den Weg allen Irdischens geht und die Welt und damit sein Volk von sich befreit.

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