Wadephul beginnt Südostasienreise

Außenminister Johann Wadephul spricht zu Beginn des EU-Außenministerrats in Brüssel über aktuelle internationale Krisen. Foto: epa/Olivier Hoslet
Außenminister Johann Wadephul spricht zu Beginn des EU-Außenministerrats in Brüssel über aktuelle internationale Krisen. Foto: epa/Olivier Hoslet

SINGAPUR: Fünf Tage, fünf Länder: Deutschland sucht angesichts der «Amerika-zuerst»-Politik von US-Präsident Trump neue Partner. Der Außenminister reist dafür um den halben Globus.

Außenminister Johann Wadephul beginnt seine Reise nach Südostasien und in die Pazifik-Region an diesem Montag in Singapur. In dem Stadtstaat südlich von Malaysia will der CDU-Politiker unter anderem mit Premierminister Lawrence Wong und seinem Amtskollegen Vivian Balakrishnan politische Gespräche führen. Zudem ist eine Rede Wadephuls am Internationalen Institut für Strategische Studien geplant. Am Nachmittag (Ortszeit) will Wadephul nach Neuseeland weiterreisen.

Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes hatte bei der Ankündigung der Reise gesagt, Wadephul wolle mit dem Besuch die Zusammenarbeit Deutschlands mit dem wichtigen Innovations- und Handelszentrum Singapur stärken. Unter anderem ist auch ein Unternehmensbesuch des Ministers geplant. Bis Freitag will Wadephul auch noch die Pazifikinsel Tonga, Australien und das Sultanat Brunei besuchen.

2024 Aktionsplan zu Zukunftstechnologien mit Singapur

Deutschland und Singapur hatten die guten bilateralen Beziehungen 2024 mit einem Aktionsplan speziell mit Blick auf Zukunftstechnologien verstärkt. Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Singapur (EUSFTA), das 2019 in Kraft getreten ist, war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. In der Wirtschaftsmetropole, die als führender Finanz-, Technologie- und Logistikknotenpunkt in der Region gilt, sind rund 10.000 europäische Unternehmen tätig, darunter mehr als 2.000 aus Deutschland.

Das Wirtschafts-Powerhouse Singapur unterhält Freihandelsabkommen mit zahlreichen Ländern, darunter mit China (CSFTA) und den USA (USSFTA). Der Stadtstaat agiert als neutraler Partner und pflegt gute Beziehungen sowohl mit Peking als auch mit Washington.

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Laddawan Sukkon 03.02.26 12:10
Tonga?
.... tönt nach Schulreise im herkömmlichen Sinn; so eine mikronesisches Tanzanbietung im Königreich .... Mal sehen, dann macht er nichts anderes kaputt!
Ingo Kerp 02.02.26 15:00
80 Jahre lang hat sich Deutschland von den USA abhängig gemacht. Nichts wurde politisch betrieben, das nicht auch von den USA akzeptiert wurde. So hat man seine Selbständigkeit und die Souveränität des Landes den USA untergeordnet. Nun erkennt man die Abhängigkeit und gleichzeitig die Nichtanerkennung eines Partners und angeblichen Freundes auf Augenhöhe, der man für die USA ist. Jetzt wird hektisch versucht, in allen Ecken dieser Welt Partner zu finden und Abkommen zu treffen, um unabhängig zu werden. Viel Erfolg.

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