Erstes Treffen nach Trumps Wende

​USA, Grönland und Dänemark 

Der dänische Ausschuss für Außenpolitik trifft sich zu Gesprächen über die Beziehungen zu den USA. Foto: epa/Emil Nicolai Helms
Der dänische Ausschuss für Außenpolitik trifft sich zu Gesprächen über die Beziehungen zu den USA. Foto: epa/Emil Nicolai Helms

KOPENHAGEN: Auf die Zuspitzung des Grönlandkonflikts folgte die überraschende Wende. Nun wolle man der Sache die Dramatik nehmen, sagt Dänemarks Außenminister. Ein erstes Treffen habe stattgefunden.

In Washington hat das erste Treffen zwischen Vertretern Dänemarks, Grönlands und der USA nach US-Präsident Donald Trumps Kehrtwende im Grönlandkonflikt stattgefunden. Das sagte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge. Man habe sich am Donnerstag getroffen. Wer daran teilnahm, sagte Løkke Rasmussen nicht.

Vergangene Woche war Løkke Rasmussen zusammen mit seiner grönländischen Kollegin Vivian Motzfeldt für ein Krisengespräch mit US-Außenminister Marco Rubio und US-Vizepräsident JD Vance nach Washington gereist. Das Treffen hatte keine Einigung im Streit um Grönland gebracht, jedoch kündigte Løkke Rasmussen danach eine Arbeitsgruppe an, die sich um eine Lösung des Konflikts bemühen solle.

«Wir wollen der Sache die Dramatik nehmen»

Am Mittwoch kam nach immer weiterer Zuspitzung des Streits um die Arktisinsel dann die überraschende Wende: Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Trump, dass er im Grönlandkonflikt doch keine gewaltsame Lösung anstrebe. Er nahm auch seine Drohung mit Strafzöllen gegen Dänemark, Deutschland und andere europäische Länder überraschend zurück und begründete das damit, dass während eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.

Bei dem Treffen in Washington sei nun ein Plan für das weitere Vorgehen der dänisch-grönländisch-amerikanischen Arbeitsgruppe entwickelt worden, sagte Løkke Rasmussen laut Ritzau. Wann die künftigen Treffen der Gruppe stattfinden werden, wolle man nicht ankündigen, sagte der Außenminister. «Denn wir wollen der Sache die Dramatik nehmen. Jetzt brauchen wir einen ruhigen Prozess», meinte Løkke Rasmussen demnach.

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