Hilfe für Kinder macht die Welt sicherer

Elke Büdenbender besucht während der Vietnam-Reise den Literaturtempel in Hanoi. Foto: epa/Luong Thai Linh
Elke Büdenbender besucht während der Vietnam-Reise den Literaturtempel in Hanoi. Foto: epa/Luong Thai Linh

KOPENHAGEN: Kriege, Krisen, Kürzungen: Immer weniger Hilfe erreicht Kinder in Not. First Lady Elke Büdenbender schlägt Alarm: Hunderttausende im Libanon brauchen dringend mehr Schutz und Unterstützung.

Angesichts weltweiter Kriege und Krisen drängt die deutsche First Lady und Unicef-Schirmherrin Elke Büdenbender darauf, das Leid von Kindern stärker in den Mittelpunkt zu rücken. «Die größte Herausforderung sehe ich darin, den Regierungen der Geberländer zu zeigen, wie elementar wichtig es ist, Kinderleben weltweit zu schützen und zu retten. Denn die Kinder sind die Zukunft von uns allen», sagte die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einem Besuch des Unicef-Logistikzentrums in Kopenhagen. Während viele Staaten ihre Militärausgaben erhöhen und zugleich bei der humanitären Hilfe sparen, betonte Büdenbender: «Eine gute Entwicklungszusammenarbeit ist auch gute Sicherheitspolitik.»

Organisationen wie Unicef, so die First Lady weiter, gäben Kindern nicht nur lebenswichtige Nahrung und Medizin, sondern eine echte Chance auf ein gutes Leben. Doch aktuell bedroht etwa der Krieg im Nahen Osten die Versorgung vieler notleidender Kinder: Hohe Treibstoff- und Transportkosten, anhaltende Gewalt und die Blockade wichtiger Seewege wie der Straße von Hormus könnten laut dem UN-Kinderhilfswerk dazu führen, dass sich die Lieferung lebenswichtiger Güter in manchen Ländern bis zu einem halben Jahr verzögert. Doch allein im Libanon seien Hunderttausende Kinder auf der Flucht und dringend auf die Hilfe angewiesen.

Explodierende Kosten und Lieferketten unter Druck

Die aktuellen Budgetkürzungen hätten zudem «enorme Auswirkungen», sagte die stellvertretende Leiterin der Unicef Supply Division, Regine Weber. «Wenn also gleichzeitig aufgrund der Krise die Kosten explodieren und sich Lieferungen immer stärker verzögern, bedeutet das, dass immer weniger Geld die Kinder erreicht.»

Das Logistikzentrum in der dänischen Hauptstadt ist nach Angaben von Unicef das größte humanitäre Warenlager der Welt. Von hier aus gehen medizinische Ausrüstung, Nahrung und Spielsachen, aber etwa auch Schulmaterialien in Krisenregionen.

In dieser Woche erreichte der dritte Flug seit Anfang März mit Hilfsgütern aus dem Unicef-Warenlager den Libanon. An Bord waren neben Erste-Hilfe-Sets, Decken und Wassertanks auch Lern- und Spielmaterialien. Wegen der Blockade von Seewegen muss Unicef bei seiner Arbeit teilweise auf Flüge ausweichen. «Lufttransporte sind sehr teuer - aber natürlich machen wir das, weil wir Leben retten müssen», sagte Regine Weber.

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