ARLINGTON: Lionel Messi ist in Überform - aber im letzten Gruppenspiel gegen einen krassen Außenseiter kann er seinen Torrekord zunächst nicht ausbauen. So erklärt Argentiniens Trainer die Entscheidung.
Superstar Lionel Messi wird bei Argentiniens WM-Gruppenabschluss gegen Jordanien geschont und nicht in der Startelf stehen. Das teilte Trainer Lionel Scaloni bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Sonntag (4.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) im Dallas Stadion mit. «Leo wird ein bisschen später spielen», sagte Scaloni laut Übersetzer.
Die Frage nach Messi gestellt hatte Reporter-Legende Enrique Macaya Márquez, der laut des argentinischen Verbands seine 18. Weltmeisterschaft begleitet. Und wohl auch nur aufgrund des großen Respekts vor dieser Lebensleistung hatte sich Scaloni zu einer Antwort entschieden, wie der Coach mit seinen Worten andeute: «Sie verdienen eine ehrliche Antwort». Hinterher umarmte Scaloni den 91-Jährigen und ließ Fotos mit ihm machen.
Messi weiterhin von Mbappé gejagt
Messi hat in seinen ersten beiden Spielen dieser Weltmeisterschaft fünf Tore geschossen und den deutschen Ex-Weltmeister Miroslav Klose als WM-Rekordtorschützen abgelöst. Der 39-Jährige kommt auf 18 WM-Treffer.
Gegen Jordanien hätte er mit einem Startelfeinsatz bessere Chancen gehabt, diese Bestmarke weiter auszubauen. Verfolger Kylian Mbappé, der im letzten Gruppenspiel Frankreichs beim 4:1 gegen Norwegen leer ausgegangen ist, kommt auf 16 WM-Tore.
Weitere Wechsel bei Argentinien
Messi wird aber nicht der einzige Stammspieler sein, den der Trainer gegen Jordanien schonen wird. Argentinien steht als Sieger der Gruppe J bereits fest, im Sechzehntelfinale trifft der Titelverteidiger auf den krassen Außenseiter Kap Verde. Alle Spieler in seinem Kader hätten es verdient, zu spielen, betonte Scaloni: «Es sind auch fantastische Spieler.» Außerdem sei es wichtig, dass möglichst viele von ihnen Spielpraxis bekommen.
Mit den personellen Wechseln könnte sich auch eine Änderung der Taktik ergeben. «Vielleicht», sagte Scaloni darauf angesprochen: «Zumindest müssen wir vorbereitet sein. Wir haben daran gearbeitet.»