VANCOUVER: Die Anzahl der möglichen DFB-Gegner hat sich in der Nacht beinahe halbiert. Schottland wird nach dem 0:3 gegen Brasilien zu einer konkreten Option. Von ursprünglich 495 Szenarien verbleiben noch 246.
Die Auswahl für den möglichen nächsten Gegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat sich binnen weniger Stunden von 15 auf 8 Teams reduziert. Die DFB-Auswahl bekommt es in der ersten K.-o.-Runde mit einem Vorrundendritten zu tun - dieser kann aus den Gruppen A, B, C, D und F kommen.
Eine konkrete Option ist dabei Schottland. Das Team hat die Vorrundengruppe C nach dem 0:3 (0:2) gegen Rekord-Weltmeister Brasilien auf Platz drei beendet und könnte für das Team von Trainer Julian Nagelsmann zum Rivalen im Sechzehntelfinale werden.
Brasilien und Marokko nicht mehr möglich
Als weitere realistische Optionen gelten Australien und Paraguay, die in der Nacht zum Freitag (4.00 Uhr/MESZ) im direkten Duell die Plätze zwei und drei in Gruppe D unter sich ausmachen. Einige Gegner, die zuvor möglich waren, kommen nach den Partien in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) nicht mehr infrage: Die Schweiz, Kanada, Katar, Südafrika, Tschechien, Brasilien und Marokko haben allesamt nicht den dritten Tabellenplatz in ihrer Gruppe belegt.
Neben den drei wahrscheinlichsten Optionen sind auch Bosnien-Herzegowina als Dritter der Gruppe B, Südkorea als Dritter der Gruppe A sowie die Niederlande, Japan und Schweden aus Gruppe F weiterhin möglich. Das deutsche Sechzehntelfinale wird am Montag (22.30 Uhr/MESZ) in Foxborough bei Boston ausgetragen.
Das ist das aktuelle Ranking der Gruppendritten: Platz Nation (Gruppe) Spiele Torverhältnis Punkte 1. Bosnien-Herzegowina (B)* 3 5:6 4 2. Schweden (F) 2 6:6 3 3. Kroatien (L) 2 3:4 3 4. Südkorea (A) 3 2:3 3 5. Algerien (J) 2 2:4 3 6. Paraguay (D) 2 2:4 3 7. Schottland (C) 3 1:4 3 8. Kap Verde (H) 2 2:2 2 9. Belgien (G) 2 1:1 2 10. DR Kongo (K) 2 1:2 1 11. Ecuador (E) 2 0:1 1 12 Senegal (I) 2 3:6 0
* als einer der acht besten Gruppendritten sicher qualifiziert.
Wer wäre nach aktuellem Stand der Gegner?
Für die Verteilung der Gruppendritten auf die Sechzehntelfinals gibt es aufgrund des FIFA-Modus insgesamt 495 Szenarien, davon sind zahlreiche schon nicht mehr möglich. Aktuell wären die Dritten aus den Gruppen A, B, C, D, F, H, J und L weiter - das wäre Szenario 446, in dem Deutschland es mit D3 zu tun bekäme.
Das ist nach aktuellem Stand Paraguay. Die Südamerikaner können in Santa Clara noch an Australien vorbeiziehen, benötigen dafür aber einen Sieg. Australien reicht ein Remis, um Platz zwei zu verteidigen. Da erst drei von zwölf Gruppen beendet sind, ist es extrem unwahrscheinlich, dass es bei Szenario 446 bleibt.
Wie viele Szenarien gibt es noch - mit welcher Verteilung?
Von den 495 Ausgangs-Szenarien sind nach dem dritten Spieltag der Gruppen A, B und C noch 246 übrig. Diese sind mit Blick auf den deutschen Gegner in der Runde der letzten 32 folgendermaßen verteilt:
Südkorea (A3): 15 von 246
Bosnien-Herzegowina (B3): 1 von 246
Schottland (C3): 96 von 246
Paraguay oder Australien (D3): 107 von 246
Niederlande, Japan oder Schweden (F3): 27 von 246
Worum geht es für Deutschland gegen Ecuador sportlich?
Um nichts. Deutschland steht nach den beiden Siegen gegen Curaçao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) vorzeitig als Gruppensieger fest, weshalb die Partie gegen Ecuador am Donnerstagabend (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) sportlich keine Bedeutung mehr hat. Für den Gegner sowie die Elfenbeinküste und Curaçao im Parallelspiel geht es noch um das Weiterkommen.