PATTAYA: Am Sonntag (19. April 2026) gegen 01.45 Uhr kam es in der Pattaya Walking Street zu einem schweren Gewaltverbrechen: Ein Polizeibeamter, der bei der Polizeistation Pattaya City eingesetzt war, eröffnete das Feuer auf den Besitzer eines Cannabis-Shops hinter einer Bar. Die Tat ereignete sich vor den Augen zahlreicher Touristen, die das Wan-Lai-Fest feierten. Das 41-jährige Opfer, Phattharathon „Kings“ Jirachokchaikun, wurde von zwei Schüssen aus einer Pistole des Kalibers .45 getroffen und erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Wie Polizeichef Pol. Col. Anek Sarathongyu am selben Morgen gegen 09.00 Uhr bestätigte, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Beamten der Polizeistation Pattaya City. Der 54-jährige Police Sub-Lieutenant Jirasak Srikattanam, genannt „Sergeant Joe“, bekleidet den Rang eines stellvertretenden Ermittlungsinspektors. Gegen ihn wurde Anklage wegen Tötung erhoben. Zudem werden ihm Verstöße gegen das Waffengesetz zur Last gelegt, darunter das Abfeuern einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit sowie das Mitführen einer Waffe ohne triftigen Grund.
Beamter nach Anklage suspendiert und in Haft

Der Beschuldigte wurde unmittelbar nach der Anklage in Gewahrsam genommen. Gleichzeitig leiteten die Behörden ein schwerwiegendes Disziplinarverfahren ein und suspendierten den Beamten vorläufig vom Dienst.
Streit eskaliert unter Alkoholeinfluss

Ermittlungen zufolge stand der Tatverdächtige zum Zeitpunkt des Vorfalls unter erheblichem Alkoholeinfluss. Zuvor soll er im Rahmen einer Trinkrunde in einen Streit mit einem Bekannten geraten sein, der eskalierte. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, dass zunächst ein verbaler Konflikt zwischen dem Beschuldigten und einer weiteren Person entstand. Das spätere Opfer versuchte zu schlichten, legte die Hände zum Wai-Gruß zusammen und wollte den Täter stoppen sowie ihm die Waffe abnehmen. Dennoch gab der Beschuldigte einen Schuss aus nächster Nähe ab, wodurch das Opfer zu Boden ging und später verstarb.
Motiv offen, Ermittlungen dauern an

Die Ermittlungen zum genauen Tathergang und zum Motiv dauern an. Die Auswertung der Videoaufnahmen sowie weitere forensische Untersuchungen stehen noch aus.
Aber die Tatwaffe war wenigstens eine Ausländerin - nämlich aus Österreich!