Thailand sperrt fast 5.000 Webseiten

Foto: Fotolia.com
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BANGKOK: Nach Angaben des Ministeriums für digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DES) wurden fast 5.000 Internetadressen wegen illegaler Inhalte gesperrt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres sperrte das Ministerium nach Angaben des DES 4.735 URLs auf 183 gerichtliche Anordnungen.

Die gesperrten Webadressen decken sechs Arten von Rechtsverstößen ab: Majestätsbeleidigung (1.816 URLs), Online-Glücksspiel (1.507 URLs), unmoralische Handlungen (1.119 URLs), Pornografie (219 URLs), Verkauf von E-Zigaretten (58 URLs) und überteuerter Online-Lotterieverkauf (17 URLs).

Die Daten wurden im Zuge der Bekanntgabe von 2.330 Fällen von Technologiekriminalität zwischen dem 22. Dezember 2020 und dem 31. August dieses Jahres durch das Cyber Crime Investigation Bureau veröffentlicht.

Die meisten Online-Technologieverbrechen betrafen Online-Glücksspiele und grenzüberschreitende Verbrechen (670 Fälle), gefolgt von Finanzbetrug (579 Fälle) und der Verbreitung von Fake News (483 Fälle).

Die Regierung drängte auch auf die Verabschiedung von Gesetzen, die es den Behörden ermöglichen, schnell gegen weit verbreitete Straftaten wie die Eröffnung von Proxy-Bankkonten vorzugehen.

In der Zwischenzeit wurde das Gesetz zur Bekämpfung der Geldwäsche geändert. Dadurch soll die Durchsetzung vereinheitlicht werden, insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung von Proxy-Bankkonten. Der Gesetzentwurf wird derzeit noch vom Staatsrat geprüft.

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